Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 197 (sequence 197)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 197 — können. In Punkt; 13 heisst es: „Wenigstens drei Wochen vor jedem Kongresse soll dessen Tagesordnung jedem Landes-Comite zugeschickt werden/ Vors. Dr. Herz!: Herr Doctor, ich werde darauf aufmerksam gemacht, dass Sie schon über 5 Minuten sprechen. Del. Dr. Wortsmann : Ich werde ganz kurz sein. Ich möchte bitten, dass die Tagesordnung nicht drei Wochen vor dem Congresse bekanntgegeben würde, sondern wenigstens zehn Wochen. Ich kann das nicht motivieren, weil keine Zeit dazu da ist. Was den Punkt Actions- Comite anlangt, so möchte ich ausdrücklich darauf bestehen, dass auch das grosse Actions-Comite nicht; nur Circulare bekommen soii als sogenannte Befehle. Es soll ferner jedes Mitglied nicht nur b3i aussergewöhnlichen Sachen, sondern bei jeder Sache befragt werden. Dazu müssen nicht alle nach Wien kommen, man kann das auch brieflich o 1er au ' andere Weise durchsetzen. Ich glaube, das engere Actions-Comite wird dabei nur gewinnen. Dann hat uns das hochverehrte Präsidium am vorigen Congresse versprochen, dass wir ein zionistisches Jargonblatt bekommen werden. -(Vors. Dr. Herzl: Das haben Sie ja!) Ja, aber, wie Sie wissen, \<t. „Der Jüd", wenn auch kein antizionistisches, so doch kein zionistisch? > Blatt, und dann erscheint er nicht täglich. Eine gewisse Partei, agitiert in dieser Sprache gegen uns, und wir müssen daher auch in dieser Sprache für uns kämpfen. (Beifall.) Vors. Dr. Herz!: Diese Frage hat das Actions-Comite wiederholt beschäftigt, und werden wir eine Lösung finden, die Ihnen genügt. Dieses Blatt ist ein Resultat des vorigen Jahres und wird von verschiedenen -Seiten sehr gerühmt. Del. Dr. 1. {Vjarmorek: Ich stelle den Antrag auf Schluss der Debatte und Wahl von Generalrednern. Vors. Dr. Herzl: Diejenigen, die für diesen Antrag sind, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Die Gegenprobe! (Nach einer Pause :) Der Antrag ist angenommen. Ich bitte die noch eingetragenen Redner, sich auf zwei Generalredner pro und contra zu einigen. In der Zwischenzeit werden wir die Debatte über den Bericht des Cultur-Ausschusses fortsetzen. Del. Rapport (Amerika): Ich muss mich darüber beschweren, dass zwei Delegierte aus Amerika den Landsmannschafts-Sitzungen nicht beigezogen wurden und nicht wissen, was vorgegangen ist. Erst gestern habe ich durch Zufall erfahren, wer überhaupt aus Amerika da ist. Warum hat die amerikanische Landsmannschaft trotz der Aufforderung des Herrn Präsidenten keine Sitzung abgehalten? Ich gehe jetzt weg von hier und weiss nicht, was im Ausschusse vorgegangen ist. Del. Prof. Dr. Gottheil: Ich habe in dem Buche mit den Unterschriften der Anwesenden genau nachgesehen und den Namen des Herrn Rapoport nicht gefunden. Als ich Herrn Rapoport gestern hier sah, bin ich mit ihm in das Bureau gegangen, und wir haben beide gesehen, dass sein Name noch nicht eingetragen ist. Er kam etwas spät, und ichwusste nicht, dass die Chowewe Zion in New-York einen .Delegierten geschickt haben. Als wir eine Versammlung der englischsprechenden Delegierten hatten, wurde das auf dem schwarzen Brette .angeschlagen. Wer es gelesen hat, ist gekommen. Vors. Dr. HsrzI: Ich glaube, dass wir diese Debatte nicht in einem ■-gereizten Tone führen müssen. Die Loyalität der Herren steht ausser Zweifel. Wir müssen ja für alles conciliante, Lösungen finden. Viel-