Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 177 (sequence 177)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 177 — sind, haben gerade, weil sie einige Modifikationen an den Wünschen ihrer Landsmannschaften selbst vorgenommen haben, erklärt, dass sie sich gebunden erachten, ihren eigenen Landsmannschaften klarzulegen, aus weichen Gründen sie die Wünsche derselben vertreten haben, aber sich geneigt zeigten, einem Compromisse sich anzuschliessen. Aus diesen Gründen beantrage ich, dass in die Debatte eingegangen werde, dass wir den eingeschlagenen Weg, durch ein Coirpromiss uns zu einigen, beibehalten, aber den Auftrag ertheilen, dass dieser Entwurf in Druck gelegt werde. Del. Dr. Klee: Ich möchte bemerken, dass ein principieller Gegensatz zwischen unserer Anschauung und derjenigen des Actions-Comites, vertreten durch Herrn Dr. K o k e s c h, nicht besteht. Ein Wahlmodus, den die einzelnen Länder nach ihrem eigenen Ermessen einführen, besteht. Damit können wir einverstanden sein. Selbstverständlich wei den wir nur solche Wahlmodusse annehmen, die legal und richtig sind, und die wird das Actions-Comite in jedem einzelnen Falle bestätigen. Hier liegt kein principieller Unterschied zwischen unserer Auffassung und der des Actions-Comites vor. Del. York-Steiner: Meine verehrten Damen und Herren! Das Organisations-Comite hat in der That ein ganz ausserordentliches Stück Arbeit geleistet, und es sind vom Actions-Comite, wie Sie gehört haben, nur zwei Stellen beanständet worden. Die sind aber organischer Natur. Die eine ist die, dass das Actions-Comite berechtigt sei, die von den einzelnen Ländern festgesetzten Wahlmodalitäten zu bestätigen, und die zweite wäre die, dass die Anzahl der Schekelzahler für ein Mandat nicht veimindert werde. Das sind zwei Punkte, die für die Einheit massgebend sind und keinerlei Länderrechte tangieren. Wenn daher das Organisations-Comite oder sein Vertreter "sich mit diesen zwei Aenderungen einverstanden erklärt, glaube ich, dass die Debatte ganz ausserordentlich abgekürzt würde and thatsächlich eine Neueröflhung der Debatte gar nicht mehr nothwendig sein wird. (Lebhafter Beifall.) Del. Temkin (spricht russisch). Del. Dr. Kohan-Bernstein (übersetzt): Der Herr Del. Temkin meint, dass man die endgiltige Abstimmung über die Organisation auf morgen verschieben möge, dass der Antrag des Actions-Comites eigentlicii nicht genug berücksichtigt wurde und dass die Landsmannschaften nicht genügend Antheil an der Debatte genommen haben. Er meint, dass dieser Antrag nicht annehmbar sei, "dass man aber nur über den Entwurf des Organisations-Ausschusses discutieren soll, weil dieser Ausschuss von den Vorständen der verschiedenen Landsmannschaften zusammengestellt sei. Vors. Dr. Herzl: Ich werde den Antrag des Herrn Dr. Bodenheimer zur Abstimmung bringen, der dahingeht, die Sitzung auf eine halbe Stunde zu unterbrechen, damit die Landsmannschaften sich einigen können. Vors. Dr. Herzl: Meine verehrten Damen und Herren! Das grosse Actions-Comite hat den Entwurf einer neuen Organisation ausgearbeitet, und das ist derjenige, der Ihnen hier vorliegt. Wir betrachten aber diesen Entwurf nur als Material und wollen ihn keineswegs mit der bekannten Gewalt (Heiterkeit) durchsetzen, sondern wir halten es für lichtig, dass diese Frage aus den Erfahrungen und Bedürfnissen der Landsmannschaften heraus hier auf dem Congresse entschieden werde. Nun meint Herr Dr. B o cl e n h e i m e r , dass diese Discussion in den Versammlungen der einzelnen Landsmannschaften stattfinden solle; vielleicht aber wäre es besser — ich erlaube mir also, kurz mich dagegen auszusprechen — wenn wir hier auf dem Congresse die Erfahrungen L2