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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1899-01-01 · 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899 · p. Seite 146

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
Date
1899-01-01
Page
Seite 146 (sequence 146)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 146 — •shares jetzt nicht und überhaupt nicht auf Lebenszeit gegeben werden. Ich weiss nicht, auf welche andere Weise wir die Dankbarkeit des Congresses ausdrücken sollen, und ich glaube nicht, dass die Herren ihre Thätigkeit fortsetzen wollen, wenigstens habe ich aus einer Aeusserung, die mir zugekommen ist, diesen Eindruck gewonnen, wenn sie nicht in der Form das Vertrauen votiert erhalten, in welcher der Congress ihnen eben das Vertrauen votieren kann. Uebrigens werden Sie darüber entscheiden. Del. Bouchmil (spricht russisch. — Während seiner Rede lebhafte Schlussrufe. — Lärm). Vors. Dr. Herz!: Ich ersuche Herrn Bouchmil, französisch zu sprechen, damit ich seinen Ausführungen folgen kann. Del. Bouchmil (spricht französisch und wird während seiner Rede durch lebhaften Widerspruch vielfach unterbrochen). Del. Dr. Alex. Marmorek übersetzt: Die Personen gewisser Führer, besonders die Person des Herrn Präsidenten des Congresses, sind mir gewiss sehr theuer, aber ich muss mich gegen die unparlamentarische Form wenden, mit der er sich selbst das Wort gegeben hat. Wenn mir die Personen gewisser Zionisten theuer sind, so ist mir die Justiz noch theurer als alle möglichen Personen. Es geschieht also im Namen der Justiz, wenn ich eine einfache Frage stelle. Ich frage, warum hat der Herr Präsident das Wort ergriffen (Widerspruch und Schlussrufe), da nach dem Beschlüsse des Congresses die Liste der eingetragenen Redner geschlossen worden war? Ich glaube, dass der Herr Präsident das Wort ergriffen hat mit Hintansetzung der parlamentarischen Regeln, und stelle daher an ihn diese einfache Frage, über welche ich eine schlichte Antwort erwarte. (Laute Unterbrechung und Schlussrufe.) Im selben Namen der Justiz anerkenne ich niemandem das Recht, gegen eine solche Frage zu protestieren. Vors. Dr. HerzI: Herr Bouchmil hat gefragt, wie ich das Wort nehmen konnte, da ich nicht in der Rednerliste eingetragen war. (Gelächter.) Es ist aber schwer, eine Debatte zu leiten, ohne ab und zu das Wort zu nehmen. Vielleicht bin ich zu weit gegangen. (Widerspruch.) Meine Aeusserung sollte aber nur dazu dienen, die Haltung des Actions-Comites zu präcisieren. Ich werde jedenfalls dem Wunsche des Herrn Bouchmil möglichst Rechnung tragen. (Lebhafter Widerspruch). Del. Rabb. Seff: Wir haben den Herrn Bouchmil nicht verstanden. Er schätzt und würdigt den Herrn Präsidenten vielleicht mehr, als die Hälfte dieser Versammlung. (Widerspruch.) Nun, ich habe doch das Recht, dieses zu meinen. Aber es handelt sich nur um das demokratische Princip. Ich kenne Herrn Bouchmil. Es war dies nur eine Erklärung meinerseits. (Redner spricht hierauf russisch über die Bank und fährt dann deutsch fort:) Ich ersuche die Zionisten, die nicht aus Russland sind, zu bedenken, dass die meisten Subscribenten aus Russland sind und auch immer sein wei'den. Wenn Sie also wünschen, dass die Bank zustande kommen, soll, so müssen Sie unserem Wunsche entgegenkommen und uns eine Pause von zehn Minuten gewähren, damit wir uns einigen und uns ein Urtheil hierüber bilden. Wir werden keine Debatte führen, wir wollen nur formell eine Majorität haben, damit wir, wenn wir nachhause kommen, sagen können, die Russen haben den und den Beschluss gefasst. (Beifall.)

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