Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 136 (sequence 136)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3476254-3476260--0945-3477080- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
- VM> — Hinzufügung des Absatzes, dass auch auf andere Länder als auf Palästina die Thätigkeit der Bank ausgedehnt werden, soll. Es kann keinem Zweifel unterliegen, dass die Colon)sation in Syrien und Palästina stattfinden wird. Ungeachtet dessen haben unsere Wähler doch verlangt, dass wir unsere Wünsche am Congresse vorbringen. Diesem Volkswirten müssen wir uns auch fügen, müssen auch unsere Führer und' der Aufsichtsrath sich fügen. Ica muss auch gestehen, dass ich. der ich in Russland meine Bildung genossen habe, gewiss nicht die Competenz eines englischen Juristen in Ansprach nehmen kann: ich halte es aber für meine Pflicht, mitzutheilen, dass ich schon in der heutigen Sitzung des Bankausschusses, welcher auch Mister ßentwich beigewohnt bar. die Erklärung abgegeben habe, dass der erste Paragraph, der sich auch auf andere Länder beziehe, schon jetzt nicht abzuändern ist. dass das jedenfalls mit grossen Schwierigkeiten verbunden ist, und es unterliegt für mich gar keinem Zweifel, dass sich die englischen Juristen auch künftighin ciarauf steifen werden, dass dieser Paragraph nicht abzuändern ist. Wenn wir in dieser Beziehung dem zukünftigen Actions-Comite, resp. dem Aufsichtsrathe keine Directive geben, werden wir gegenüber anderen Wählern eine schwielige Verantwortung übernehmen. Ich erlaube mir, die Aufmerksamkeit der sehr verehrten Herren darauf zu lenken, dass die Banksubscription noch lange nicht zu Ende ist, wir haben nur ein Fünftel bekommen und müssen mit aller Energie und Kraft darauf hinarbeiten, dass wirklich die 2 Millionen Pfund erreicht werden. Wir dürfen diese heilige Stätte überhaupt nicht verlassen, bevor das, was uns eigentlich zum III. Congress gebracht hat, nicht zustande gekommen ist. (Lebhafter Beifall und Händeldatschen.) Vors. Dr. Herz!: Ich ertheile nunmehr Herrn Dr. Rosenbaum das Wort, mache aber darauf aufmerksam, dass der 5 Minuten-Antrag angenommen wurde. Gleichzeitig erlaube ich mir zu bemerken, dass, bevor ich Herrn Dr. Rosenbaum das Wort gegeben habn, der Antrag auf Schluss der Debatte gestellt worden ist. Herr Dr. Rosenbaum erhält das Wort. Ich werde später den Antrag auf Schluss der Debatte zur Abstimmung bringen. Del. Dr. Rosenbaum: Ich will Sie auf Folgendes aufmerksam machen : Das, was Ihnen im Namen der Bank-Commission vorgelegt wurde., ist zum grössten Theile die Arbeit der russischen Conferenz. Es waren circa 8 Conferenzen. Auf jeder von ihnen waren 100 Delegierte versammelt, und diese S00 Delegierte, welche mehrere 1000 von Actionären und Zionisten vorgestellt haben, haben das ausgearbeitet. Jetzt werden wir nachhause kommen und werden ihnen Folgendes mittheilen: Ueber §1 wurde abgestimmt, über die andern Paragraphe nicht, weil Präsident Dr. Herzl im Namen des Actions-Comites gesagt hat, dass die Herren es nicht wollen. Ich weiss nicht, ob wir eine solche Antwort nachhause bringen können, weil die Sache zu ernst ist. Man sagt uns einerseits, wir wollen diese Aufgabe nicht übernehmen, andererseits wissen wir nicht, was wir zu thun haben. Wir müssen überlegen, wie wir uns selbst verhalten sollen, und ich beantrage daher, dass die Abstimmung erst morgen früh stattfinden soll. Wir werden selbst überlegen müssen, welche Stellung wir zu dieser Frage nehmen. Vors. Dr. Herzl: Ich bitte zu bedenken, dass folgende Situation vorliegt: Herr Kolian-Bemstei n hat zuerst mitgecheilt, was die Wünsche der russischen Delegierten sind. (Rufe : Eines Rayons!) Was