Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 135 (sequence 135)
- Language
- German, English, Hebrew
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Ich will Sie ergänzen. Diese 20 Actien können nicht dem Actions- Comite zufallen. Dieses hat ohnedies alle Actien, folglich ist nicht eine Vermehrung der Macht des Actions-Comites geplant, sondern eine Verminderung. Das haben Sie übersehen. Wir wollten das jetzige wie das zukünftige Actions-Comite in seiner Macht, wenn Sie so sagen wollen, beschränken, und aus Ihren Worten könnte man das Gegentheil heraus erklären. Sie haben sich also nicht glücklich ausgedrückt. Wir wollten diese 20 Gründeractien an Personen geben, die nicht dem Actions- Comite angehören, die aber Ihnen und uns das Vertrauen einflössen, dass sie wetterfeste Leute sind, die immer zu den Principien treu halten werden, welche uns hoch stehen. Das ist der Sinn. Aus Ihren Worten konnte man entnehmen, dass etwas anderes beabsichtigt sei. Del. Motzkin: Wohl, es soll aber der Congress diese Persönlichkeiten bestimmen. Vors. Dr. Herzl: Das ist ein positiver Antrag, der zu gelegener Zeit zur Abstimmung gelangen wrird. Del. Dr. Kokesch: Herr Motzkin hat das grösste Vertrauen zum Congresse und zu den vom Congresse gewählten Männern. Es gibt aber viele Leute, und zwar sehr viele, welche sagen: „Was geschieht, wenn einmal der Congress unverlassliche Leute wählt? Dann ist alles verloren." Es gibt, wie gesagt, viele solche Leute, und die wollen sich auch schützen gegen die etwaige Ueberrumpelung am Congresse. Deshalb wurde die Bestimmung aufgenommen, dass diese 20 Gründershares an felsenfeste Zionisten, von denen man überzeugt ist, dass sie niemals den Boden des Zionismus verlassen werden, verliehen werden, damit sie ein Gegengewicht bilden gegen das eventuell im Zionismus nicht ganz sattelfeste Actions-Comite. Was die Besorgnisse des Herrn Motzkin darüber betrifft, dass man diese Shares auf Lebenszeit verleiht, so habe ich Folgendes zu bemerken. In diesen Urkunden heisst es ausdrücklich, dass mit 5 oder 6 Stimmen des Aufsichtsrathes einem solchen Manne ohne Angabe von Gründen der Share weggenommen werden kann. Wenn also ein Mann, dem man zugejubelt hat, den Zionismus verlässt, so wird sich immer eine Fünfsechstel-Majorität bilden, die ihm den Share wieder wegnimmt. Es ist^von Seiten des Actions-Comites dieser Passus als Garantie gegen ein eventuell unveriässliches Actions- Comite aufgenommen worden und nicht zur Verstärkung der Macht des Actions-Comites. Der Herr Redner hat das also nicht richtig verstanden, und ich hätte Herrn Motzkin sehr gerne eine Abschrift der Urkunde gegeben, damit er sich früher informiere und dann erst spreche. Del. Dr. Belkowsky: Hochgeehrte Gesinnungsgenossen! Schon meine kurze Verlesung des Elaborates des Bank-Ausschusses hat einerseits Herrn Motzkin, andererseits Herrn Dr. Menczel Anlass gegeben zu einigen Bemerkungen, die nicht ganz der Wirklichkeit entsprechen. Ich möchte Herrn Dr. Menczel daran erinnern, class wir nicht das Zimmer verlassen haben, als mir der Auftrag gegeben wurde, da keine wichtigen principielien Fragen zu besprechen waren, diese Aenderungen der Paragraphe, welche von den Russen acceptiert worden sind, hier vorzulegen. Dem Herrn Dr. Menczel gegenüber möchte ich bemerken, dass wir hier nicht in unserem eigenen Namen wirken. Wir sind hierher gekommen auf Grund der Vollmachten, die uns von verschiedenen Vereinen gegeben worden sind. Als die erste Botschaft von der Bank zu uns kam, haben wir für die Bank nicht gleich einen Enthusiasmus erregen können. Es hat viele Mühe gekostet, bis wir den Leuten den Gedanken eingeimpft haben, dass unsere Führer weit entfernt davon sind, irgend welches antizionistische Programm durchzuführen durch