Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 112 (sequence 112)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
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Sie wissen, dass komischerweise die Action des Gongresses mit einem Process zusammengebracht wurde, der jetzt in einem anderen Lande spielt und auf den wir nicht eingehen dürfen. Hätten wir diese Post als Dispositionsfond gebucht, so wäre sofort in der uns nicht freundlichen Presse der Vorwurf erhoben worden:. Da steckt die ganze Summe, mit welcher die Juden die öffentliche Meinung corrumpieren. Nun befindet sich — und ich kann mich wohl auf den Finanz-Ausschuss berufen — in unseren Büchern und Belegen überhaupt keine Post irgendeiner geheimen oder unmöglichen Art. Wohl aber glauben wir, dass wir gewisse PersonenT .die wir für uns in Bewegung setzen, nicht compromittieren können, indem wir hier bemängeln lassen, ob ihre Thätigkeit mit 1000 oder 2000 Francs gut oder schlecht bezahlt worden ist. Wir würden niemanden mehr bekommen, der für uns etwas thutr wenn hier auf dem Gongresse irgendwelche peinliche Debatten über solche Personen geführt würden. (Zustimmung.) Wohl sind die in ihrem Dienste thätigen Mitglieder des Actions-Comites unbesoldet, sie erhalten keine Entschädigung für ihre Arbeiten; aber es gibt sehr befähigte Leute, die wir vorzüglich verwenden können, die aber nicht in der Lage sind, solche Opfer zu bringen. Wünschen Sie nun, dass wir diese Personen, deren guter Wille und Tüchtigkeit ausser Zweifel sind, auch wenn sie einen angemessenen, aber jedenfalls bescheidenen Sold für ihre Thätigkeit bekommen — wollen Sie, dass wir diese Werkzeuge zerbrechen? (Rufe: Nein!) Wollen Sie, dass wir keine anderen Leute mehr bekommen, da sich niemand durch eine solche Discussion wird schleifen lassen wollen? Wenn Sie die Vorlegung der Details verlangen, so werden wir sie Ihnen selbstverständlich geben und damit eine viel grössere Decharge erlangen, als Sie uns überhaupt geben können. Denn wenn wir nichts erreichen,, sind wir einfür allemal dechargiert. (Heiterkeit.) Nun möchte ich aber bitten, dass diese Debatte — der Congress wird darüber entscheiden — wie ich bereits eingangs gesagt habe, nicht enthusiastisch erledigt, sondern dass dieses Conto nochmals an den Finanzausschuss gewiesen werde (Widerspruch), dass aber auch das ganze grosse Actions-Gomite beigezogen und dass von Beleg zu Beleg erklärt werde, ob der betreffende Betrag im Auftrage und im Sinne des Actions-Comites verwendet worden ist. Ich bitte diese Form zu wählen, damit wir nicht von hier weggehen, ohne dass die Sache aufgeklärt ist, da sonst in den Blättern, die ich gekennzeichnet habe, die Sache einen Commentar finden wird, der der Bewegung vielleicht schädlicher sein dürfte, als es Mr. B e n t w i c h gewünscht hat. (Beifall.) Del. Mr. Bentwich: Was ich gesagt habe, war durchaus nicht unfreundlich für das Actions-Comite. Wenn Dr. Herzl meint, es sei