Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 111 (sequence 111)
- Language
- German, English, Hebrew
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— Hl — -dass wir ganz zufrieden sind mit dem Cassaberichte, der uns hier vorliegt, und wir auf Details gar nicht weiter eingehen wollen. (Lebhafter Beifall.) Del. Dr. Gaster: Im Namen der englischen Gesinnungsgenossen 'erlaube ich mir Folgendes zu bemerken. Es handelt sich uns hier nicht darum, ein Misstrauensvotum auch nur im entferntesten zu unterstützen, von welcher Seite es auch kommen sollte. Wir haben absolutes Vertrauen in die Ehrlichkeit, Sicherheit und Pünktlichkeit der Buchführung und der Verwendung der Gelder, die leider nur in so geringem Masse dem Actions-Comite zur Verfügung gestellt werden. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Wir fassen das bloss — und das will ich noch hinzufügen — als eine Art Buchungscontrole auf. Nur hätte das unserer Auffassung nach hier nicht in dieser Weise vorgebracht werden dürfen, dass es so missverstanden wurde, und ich hoffe, Mr. Bentwich hat auch nicht die Absicht gehabt, so missverstanden zu werden. Was das Vertrauen, die Ehrlichkeit und Tüchtigkeit der Buchung anlangt, so stimmen wir absolut mit allem überein, was bisher gesagt wurde. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Del. Dr. HerzI (stürmisch acclamiert): Meine Damen und Herren! Wir wollen ja diese Sache nicht enthusiastisch erledigen, sondern vernünftig, und Sie werden bei dieser Gelegenheit vielleicht •einsehen, dass das Actions-Gomite im vorigen Jahre nicht so unweise gehandelt hat, als es vorgezogen hat, den Eintritt in eine Discussion über die Details unsere:* rechnungsmässigen Geschäftsführung zu vermeiden. (Lebhafte Zustimmung.) Ich glaube, wir würden uns so die Sache viel leichter machen können, wenigstens höre ich es so von unseren Gesinnungsgenossen, deren Reihenfolge uns das jetzt übrigens bestätigt, dass es vollkommen genügen würde, wenn das Actions-Gomite sagen würde, so viel haben wir gebraucht, wir betrachten das alles als Dispositionsfond. (Zustimmung.) Man hat uns bisher gesagt, man würde uns diese Beträge und vielleicht auch noch andere einfach zur Verfügung steilen. Dieses Verfahren halten wir im Interesse unserer Bewegung nicht für richtig. Denn wenn wir auch die Discussion der einzelnen Posten nicht für richtig halten, halten wir es für noch viel schädlicher, wenn nicht eine immerwährende Gontrole darüber gesichert wäre, was vorgegangen ist. (Zustimmung.) Nun haben wir in unserer Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben solche, die für sich selbst sprechen, wie z. B. „Kosten des zweiten Congresses", „Administrationsspesen", „Rückersatz für die Agitations- und Reisespesen", „Conto der Jüdischen Colonialbank", „Actienconto und Saldo". Es befindet sich darunter aber auch eine Post, die von Mr. Bentwich nicht ohne Scharfsinn als diejenige entdeckt worden ist, wo eine schlimme Kritik an der Gebarung des Aetions-Gomites angesetzt werden könnte. Wir konnten diese Post gewiss einfach als Dispositionsfond In Rechnung stellen, wenn wir dies nicht für abträglich gehalten "hätten, um nicht vagen Vermuthungen über das, was mit diesem Fond geschehen ist, Raum zu geben.