Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 113 (sequence 113)
- Language
- German, English, Hebrew
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besser, die Sache in der Form zu erledigen, wie er sie vorgeschlagen hat, so bin ich damit zufrieden. Ich möchte aber die Gelegenheit wahrnehmen, zu erklären, dass, wenn ich diese Frage aufgeworfen habe, es nur im Inier esse der Sache geschehen ist. Del. Schönfeld (Glasgow): Ich möchte ein Wort hinzufügen. Ich bin im hohen Grade erstaunt über die Erregung, die infolge des Vorschlages des Mr. Bentwich stattgefunden hat. Icn bin überzeugt, dass Bentwich die Sache durchaus nicht so gemeint hat, wie sie aufgenommen wurde, und ich habe ebenfalls die Absicht gehabt, über die Sache zu sprechen. Uns Ausländern wird es etwas schwer, unseren Gedanken die richtige Fassung zu geben, aber es lag uns beiden ferne, auch nur das Geringste zu äussern, was in irgendeiner Weise als verletzend aufgenommen werden könnte. Ich bin daher bereit, die Unterstützung, die ich dem Vorschlage Bentwich gegeben habe, mit Mr. Bentwich wieder zurückzuziehen. (Beifall.) Del. Solis-Cohen (zur Geschäftsordnung — englisch). Del. Prof. Gottheil (übersetzend): Meine Damen und Herren! Herr Soli s-Cohen ist ganz und gar gegen den Vorschlag des Herrn Dr. Herzl und sagt, dass, wenn der Bechenschaftsbericht zurückgewiesen werden soll, er demjenigen Comite zugewiesen werden möge, durch den er bereits geprüft worden ist. Er erklärt sich auch gegen den Vorschlag des Herrn B e n t w i c h, obwohl er manchen seiner Ausführungen zustimmen möchte. Er wünscht aber, dass in Zukunft der Rechenschaftsbericht etwas mehr geschäftsmässig abgefasst werde. Del. Dr. Friedemann: Ich möchte darauf hinweisen, dass es nach meiner Ansicht nicht gut sein würde, den Antrag Herzl abzulehnen; denn die Folge würde sein, dass, wenn auch nicht die Beschuldigung der 35 Millionen, so doch ähnliche Vorwürfe erhoben würden. Ich glaube also, dass der Antrag Herzl angenommen werden soll. (Widerspruch.) Del. York-Steiner: Meine Herrschaften! Bevor ich den Antragsteile — ich werde ihn zum erstenmale in meinem Leben und hoffentlich auch zum letztenmale stellen — über den Antrag Herzl zur Tagesordnung überzugehen, will ich betonen, dass Del. Bentwich, der der Rechtsanwalt der Bank ist und weiss, class die Mitglieder des Actions- Comites und einige Freunde grosse persönliche Opfer gebracht haben, doch keinen Augenblick daran denken kann, class diese Menschen für sich etwas in Anspruch nehmen werden. Ich stelle also den Antrag, über den Antrag Herzl zur Tagesordnung überzugehen. Vors. Dr. Gaster: Ich kann nicht gestatten, dass auch nur ein solcher Gedanke ausgesprochen werde. Es hat niemand die Ehrlichkeit dieser Herren bezweifelt. Wir stehen viel zu hoch dazu, auch Herr Bentwich, und ich gestatte nicht, dass einer glauben sollte, dass es möglich sei, einen solchen Gedanken zu fassen. Herr Dr. Freudenberg hat folgende Resolution vorgesehlagen : „Der Gongress beschliesst, dem hochverehrten Herrn Präsidenten, dem grossen Actions-Comite und dem Wiener Comite für ihre rastlose und zweckdienliche Thätigkeit im Laufe des verflossenen Jahres das Absolutorium auszusprechen." 8