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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1899-01-01 · 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899 · p. Seite 103

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
Date
1899-01-01
Page
Seite 103 (sequence 103)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 103 — Woher wissen denn die Herren, dass wir nicht innige Beziehungen haben mit unseren auswärtigen Comite-Mitgliedern? Die auswärtigen Comitemitglieder haben meines Wissens nicht dagegen protestiert. Denn sie wissen, dass wir in jeder wichtigeren Frage entweder in directem persönlichem oder schriftlichem Verkehre mit ihnen gewesen sind, und das meine Herren, war wahrlich oft nicht leicht, wenn so ein auswärtiges Mitglied jenseits des Oceans oder in Südafrika seinen Wohnsitz hat. In kleinen Fragen geht es natürlich nicht an, immer mit allen in Fühlung zu treten. Bedenken Sie, dass wir durchschnittlich 45 Briefe im Tage erledigen mussten! Und was würden Sie sagen, wenn wir irgendeine Angelegenheit erst dann erledigen würden, wenn wir uns vorerst mit den Mitgliedern des Actions-Comites des betreffenden Landes in Verbindung gesetzt hätten? Es wurde uns der Vorwurf gemacht, dass in Angelegenheiten der einzelnen Länder Entscheidungen getroffen wurden, ohne die betreffenden Organisationen zu befragen. Das ist nicht richtig. Das ist schon deshalb nicht richtig, weil wir bestrebt sind, den Landesorganiscitionen die grösste Freiheit in allen Angelegenheiten zu geben, die die einzelnen Länder allein betreffen. Wenn uns einerseits der Vorwurf gemacht wird, das;; wir zuviel autokratische Entscheidungen treffen, wird uns von der anderen Seite wieder entgegengehalten, dass wir uns um die Verhältnisse der einzelnen Länder zu wenig kümmern, und von dritter Seite wieder, dass wir uns zuviel um Oesterreich kümmern. Wie gerne würden wir andere Kräfte um uns sammeln, um unsere eigenen Kräfte zu schonen! Wir können die Arbeit, welche uns obliegt, fast nicht mehr bewältigen; die Arbeit, welche auf fünf Menschen ruht, die ja auch eine Nebenbeschäftigung haben, ist wahrlich übergross. Wir wollen uns, meine hochverehrten Damen und Herren, nicht rühmen, denn wir haben ja nur unsere Pflicht gethan, und wenn wir geirrt haben, so haben wir nur geirrt in unserer unzureichenden menschlichen Kraft. Niemand wird dankbarer sein als wir, wenn wir aus den verschiedenen Städten Informationen erhalten, niemand auch dankbarer, wenn uns ein Theil der Arbeit abgenommen wird. Solange das aber nicht geschieht, müssen wir überall in die Bresche treten, wo es des Eintretens bedarf. Es wurde unter anderem der Vorwuif erhoben, dass nicht erwähnt wurde, dass sich auch die Arbeiter und Angestellten organisiert haben. Wen, meine Herren, trifft daran die Schuld, wenn uns diese Arbeiter selbst wieder erst heute zur Kenntnis gebracht haben, dass sie sich organisiert haben? (Del. Hickl: Oho!) Darum gestatten Sie uns. es Ihnen hier zu sagen : Wir haben mit grossem Vergnügen alles gehört, was Sie in diesen zwei Tagen der Debatte hier vorgebracht haben. Wir hätten uns gewiss bemüht, allen Wünschen und Anforderungen soweit menschliche Einsicht reicht, zu genügen, wenn uns nur alle Wünsche, Beschwerden und Anregungen zur rechten Zeit in rechter Form zur Kenntnis gebracht worden wären.

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