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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1899-01-01 · 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899 · p. Seite 102

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
Date
1899-01-01
Page
Seite 102 (sequence 102)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 102 — schon gesprochen wurde und jene Aenderung, welche der Bank die Möglichkeit geben soll, in allen Welttheilen zu arbeiten. Er bezieht sich darauf, was heute vom geehrten Herrn Präsidenten hier erklärt wurde, dass das Actions-Comite an das Bank-Comite depeschiert habe, sich strenge an den Beschluss des zweiten Congresses zu halten und meintr das Comite hätte die Statuten nicht unterschreiben sollen. Was die Agitation betrifft und die Bemerkung einiger Redner, dass alle Mittel angewendet werden sollen, am das Volk zu erwärmen, so meint Herr Tepp er, dass das Volk so viel Kraft habe, dass wir dies gar nicht brauchen. Vors. Dr. Gaster : Ich ertheile dem Herrn Oscar Marmor ek das Schlusswort und appelliere an die Versammlung, dem Herrn Architekten als Referenten mehr als fünf Minuten zu gestatten. Berichterstatter Oscar Marmorek: Meine Herren! Zwei Tage sind Sie hier über unseren Bericht zu Gerichte gesessen, und ich muss gestehen, dass Sie mir keine grössere Freude bereiten konnten. Und ich kann uns das Compliment machen, dass wir den Bericht nicht hätten besser abfassen können. Denn nichts anderes haben wir erreichen wollen,, als dass Sie sich hier aussprechen. Es hätte ja sonst genügt, wenn wir den Bericht an die einzelnen Gesinnungsgenossen gedruckt geschickt hätten; wir hätten viel Mühe und Kosten erspart, die wir zu anderen Zwecken für unser Volk hätten verwenden können. Zweck unserer Zusammenkunft ist es eben, dass wir von Mund zu Mund, von Angesicht zu Angesicht die Leiden unserer Mitbrüder erfahren. Wir sind eine junge Partei und haben schon Ausserordentliches geleistet; aber noch nicfrfc alles. Wir kommen jedes Jahr zusammen, um unsere Erfahrungen auszutauschen und unsere Organisation zu verbessern. Darum, meine Herren, habe ich mit Freude alles gehört,, was Sie hier geäussert haben und will nun auf die Vorwürfe der einzelnen Redner näher eingehen. Es wurde vor allem der Vorwurf erhoben, dass der Bericht zu wenig Zahlen enthalte. Ich könnte diesen Vorwurf zurückgeben, wenn ich sagte, dass sei die Schuld der auswärtigen Comite-Mitglieder, welche uns nicht genügend mit Daten versehen hätten. Allein das wäre ein Vorwurf, der sowohl uns wie ihnen ungerecht gemacht würde. Unsere Partei ist in einem solchen Wachsthume begriffen, dass jeder Tag Veränderungen bringt. Als wir vor kurzer Zeit von unseren russischen Freunden Berichte verlangten, schickten sie uns Ziffern ein, die gegenwärtig schon längst überholt sind, und da wir nicht Ziffern bringen wollen, die sich dann als überholt erweisen, hat es genügt, zu sagen, dass unsere Bewegung Hunderttausende von Schekelzahler umfasst, und dass im nächsten Jahre die Zahl dieser Schekelzahler und Theilnehmer an unserer Bewegung doppelt so gross sein wird als heuer. Es wurde uns von vielen Seiten der Vorwurf einer Dictatur gemacht, einer Vorherrschaft des Actions-Comites in Wien gegenüber den auswärtigen Actions-Comite-Mitgliedern, und dass wir nicht genügend demokratisch vorgehen in diesem demokratischen Idealstaate, den wir heute bilden.

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