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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1899-01-01 · 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899 · p. Seite 91

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
Date
1899-01-01
Page
Seite 91 (sequence 91)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 91 — und rechtzeitig informiert werden. Die südafrikanische Bewegung bedarf der Anregung, soll sie nicht wieder einschlafen, und sie ist deshalb wichtig für die allgemeine Bewegung, weil sie keiner Unterstützung bedarf, sondern alles aus eigenen Mitteln bestreitet (lebhafter Beifall), anderseits sehr nennenswerte Hilfe dem europäischen Comite leisten könnte. Was wir wollen, sind rechtzeitige Mittheilungen, und anderseits, dass uns Broschüren etc. übersendet werden, welche wir als Agitationsschriften verwenden könnten. Das ist in kurzem das, was Sie interessieren dürfte. Ich will von meiner Redefreiheit keinen weiteren Gebrauch machen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Del. Buber (zur Geschäftsordnung): Ich werde von einigen Herren darauf aufmerksam gemacht, dass sich im Saale mehrere Herren befinden, die weder Delegierte noch Journalisten sind. Ich bitte zu veranlassen, class diese Herren den Saal verlassen und sich auf die Gallerie begeben. Vors. Dr. Mandelstamm : Ich bitte die Ordner, ihres Amtes zu walten. Del. Aschkenasi: Hochgeehrte Congressclelegierte, raeine Damen und Herren! Es wurde von einigen meiner geschätzten Vorredner das Actions-Comite getadelt in mancher Hinsicht, wo es meiner Ansicht nach ungerechtfertigt ist. Mein geehrter Freund Rabbiner Dr. Niemerower äusserte seine Meinung in schöner Form dahin, dass das Actions-Comite besondere Anerkennung den rumänischen Zionisten ausdrücken soll für ihre mühsame und hingebende Thätigkeit im Interesse unserer nationalen Sache, des Zionismus. Ein Delegierter aus Galizien beklagte sich darüber, dass von Seite des Actions-Comites für Galizien wenig geleistet wurde. Darauf habe ich folgendes zu bemerken: Wie es Euch, meine hochverehrten Herren, bekannt sein dürfte, ist in dem Lande, wo die Majorität unseres Volkes wohnt, die tiefste Bewegung für unsere nationale Sache. Dort findet sie am thätigsten statt. Der Beweis hierfür liegt darin, dass bis nun zur Colonialbank zwei Drittel der Actien in diesem Lande allein gezeichnet wurden. (Hört, hört!) Es ist schade, dass der Bericht des hochverehrten Herrn Doctor Kohan-Bernstein nicht zur Verlesung kommt, aus welchem zu ersehen wäre, was im Laufe dieses Jahres geleistet wurde, und dass die zionistische Bewegung mit Riesenschritten vorwärts schreitet. Ich kann Euch, meine Hochverehrten, versichern, dass fast alle Delegierte, die hier versammelt sind, weder Geld, noch physische und moralische Arbeit sparen, um den Zionismus zu verbreiten, und doch glaube ich, in meinem Namen, wie im Namen meiner russischen Freunde sagen zu dürfen, dass wir nicht wünschen, dass das Actions-Comite für uns eine besondere Art der Anerkennung zum Ausdruck bringt. Wir würden dies sogar als etwas Verletzendes betrachten. (Beifall und Händeklatschen.) Meine Hochverehrten! Wir Zionisten betrachten die nationale Sache als unsere heiligste Pflicht, und diese verträgt sich nicht mit Anerkennung und Danksagung. (Beifall.) Nur wer Gnade erweist, macht Anspruch auf Dank, wer aber seine Pflicht erfüllt, soll Dank nicht beanspruchen und auch nicht annehmen. Vergessen Sie nicht, dass der Zionismus in gewisser Beziehung auch Egoismus ist. Denn was wir arbeiten, arbeiten wir für uns, für unser Volk, für unsere Zukunft, für

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