Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 86 (sequence 86)
- Language
- German, English, Hebrew
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- 86 - Was die Schekelspenden und die Actien der Jüdischen Colonial- Bank betrifft, werden Ihnen der Finanz- und Bankbericht die nöthigen . Details liefern. Wir wollen hoffen, zum nächsten Congresse mit besseren Aussichten zu kommen. Das walte Gott! (Lebhafter Beifall.)] Vors. Dr. Mandelstamm : Zum Worte gelangt nun Herr Dr. Alexander Marmorek. Del. Dr. Alexander Marmorek: Ich verzichte. Vors. Dr. Mandelstamm: Dann ertheile ich dem Herrn Doctor Rabinovitsch das Wort. Del. Dr. Samson Rabinovitsch-Charkow (spricht russisch). Bis jetzt wurden uns drei wichtige Facta mitgetheilt: 1. Die zionistische Bewegung hat überall eine grosse Verbreitung: gefunden. % Die nächste Aufgabe der Zionisten ist, die Bewilligung des- Sultans zur freien Colonisation in Palästina zu erlangen. 3. Ein Theil des Comites, an dessen Spitze Dr. Herzl stand, wurdevom deutschen Kaiser empfangen. Mit Bezug auf Bussland wurde unsmitgetheilt, dass die Zahl der Schekelzahler sich um 30% erhöht hat. Dieser Umstand hat jedoch für uns nur eine geringe Bedeutung. Millionen von russischen Juden stehen noch nicht in den Reihen der Zionisten; nicht deshalb, weil sie Gegner des Zionismus sind, sondern aus dem Grunde, weil sie von demselben keinen Begriff haben und hunderttausende Juden nicht einmal wissen., was in Basel vorgeht. Inzwischen weht in Basel schon das dritte Jahr das jüdische Banner zur Zeit des Congresses. Wir sollten uns jetzt nicht damit befassen, so rasch als möglich das Recht zur Ansiedlung in Palästina zu erlangen, sondern wir müssen trachten, dass die zionistische Bewegung, dieses natürliche historische Factum unserer Epoche des allgemeinen nationalen Selbstbewusstseins, an Festigkeit und Unerschütterlichkeit gewinne. Palästina wird unser sein, und dies wird von allen Völkern anerkannt werden, wenn es nur gelingt, die Mehrheit der Juden darüber aufzuklären, worüber wir uns selbst klar geworden sind, und diezionistische Bewegung regelrecht zu organisieren. Wir haben gehört, dass die Deputation der Zionisten vom deutschen Kaiser empfangen wurde. In unserer Epoche der Deputationen haben einige Nationen versucht, das Recht zu erlangen, bei den Höfen der europäischen Mächte empfangen zu werden und haben dies auch erreicht. /