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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1899-01-01 · 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899 · p. Seite 65

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
Date
1899-01-01
Page
Seite 65 (sequence 65)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476260--0874-3477009
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— 65 — Noch einen speciellen Punkt möchte ich anführen, das ist die "berühmte Frage über die Tagesordnung. Es ist selbstverständlich, dass ein so wichtiger Punkt mindestens zwei Monate vor dem Congress an alle zionistischen Organisationen bekanntgemacht werden muss. Ich kann nun mittheilen, dass der Präsident einer schweizerischen Ortsgruppe sich an ein schweizerisches Actions-Comitemitglied wendete mit der Frage, ob ihm nichts über die Tagesordnung bekannt sei. In diesem Falle würde er Vorstellungen in Wien machen, damit die Tagesordnung so schnell als möglich bekanntgemacht werde. Dieses Mitglied antwortete : „Ja, wenn die grossen Landesorganisationen von Russland und Deutschland sich nicht veranlasst fahlen, die Tagesordnung zu verlangen, kann die kleine Schweiz das nicht fordern." Mit dieser tröstlichen Antwort musste sich der Anfragende begnügen. Ich weiss, dass die Tagesordnung von den russischen Actions-Comitemitgliedern verlangt wurde, dass aber keine Antwort darauf erfolgte. Als sie Protest erhoben, blieb dieser erfolglos. Ich glaube, dass hier beim Congress, wo wir jährlich einmal zusammentreten, eine gesunde und gerechte Kritik im Interesse der guten Sache angebracht ist, sowie auch im Interesse derjenigen, die uns hiehergeschickt haben (Beifall), und ich bitte daher, mich tolerant anzuhören. Ich begreife, dass manchmal in dringenden Fällen, wo es sich um energische Schritte handelt, es dem Comite unmöglich ist, eine grosse Berathung mit allen Actions - Comitemitgliedern anzustreben. Dies müssen aber Fälle specieller Natur sein. Im allgemeinen muss jedoch immer eine enge Beziehung zwischen den auswärtigen Mitgliedern des Actions-Comites und dem engeren Comite aufrechterhalten werden. Dies erleichtert allen die Arbeit. Jetzt sind wir hier zusammengekommen; alle Mitglieder versuchen zu zeigen, dass sie ihre Pflicht gethan haben und wälzen die Schuld auf das Wiener Actions-Comite. Dieses wird wiederum einen grossen Theil der Schuld auf die auswärtigen Actions-Comitemitglieder überwälzen. Dies sind Zustände, die auf diesem Congresse geregelt werden müssen. Wir müssen zusammenarbeiten, wir müssen bedenken, dass die Wünsche jeder einzelnen kleinen zionistischen Organisation, wo sie auch sein mag, dem Wiener Actions- Comite übermittelt werden müssen, damit dieses weiss, welche Stimmung überall herrscht und damit es das Material kennt, worüber zu referieren ist. Sonst werden wir immer Fehlschritte machen und uns gegenseitig beschuldigen, niemals aber Nutzen bringen. Diejenigen Herren, die die Organisationsfrage besprechen, müssen dieses Moment berücksichtigen und ich hoffe, dass das engere Actions-Comite und sein Präsident uns Aufklärungen geben werden. Wir wollen diese Frage berathen zum Nutzen und zur Ehre unserer Sache und unserer Führer. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Del. Dr. Tschlenow (mit Beifall begrüsst): Sehr geehrte Damen und Herren! Meine Bemerkungen zu dem Berichte, den wir gestern gehört haben, will ich mit dem Ausdrucke der Zufriedenheit gegenüber dem Wr. Comite und insbesondere gegenüber dem Herrn Berichterstatter beginnen in Bezug darauf, dass das Commite das vorjährige System verlassen hat und zur Oeffenthchkeit übergegangen ist. Sie werden sich gewiss erinnern, wie viel Aufregung im vorigen Jahre die Verhehlung der Details, die vom Wiener Comite praktieiert wurde, hervorgerufen hat und mit Zufriedenheit constatiere ich, dass wir in diesem Jahre Daten über die Zahl der Schekelzahler erhielten, 5

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