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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1899-01-01 · 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899 · p. Seite 63

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
Date
1899-01-01
Page
Seite 63 (sequence 63)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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hat vielleicht unser Prophet gesagt: „Mein Volk, Deine Führer verführen Dich und zerstören den Weg Deines Wandels." Wir orthodoxen Juden überhaupt sind vom religiösen Standpunkte aus verpflichtet, den Zionismus zu unterstützen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Del. Dr. Solis-Cohen (spricht englisch). Del. J. de Haas (übersetzt): Ich beantrage die Beschränkung der Redezeit auf 10 Minuten. Vors. Dr. Mandelstamm: Wer diesem Antrage zustimmt, den bitte ich die Hand zu erheben. (Geschieht.) Der Antrag ist ang e n o m m e n. Del. Rabbiner Seff: Meine Brüder! Herr Dr. Menczel hat Ihnen hier erzählt von der beklagenswerten Lage unserer Brüder in Galizien und der Bukowina. Ich kann Ihnen aber nur sagen, dass auch in Rumänien die allgemeine Lage der Juden keine beneidenswerte ist. Herr Dr. Menczel hat hier seine Klagen frei ausgesprochen. Es gibt -aber Momente in der Geschichte, wo man nicht einmal das Recht zu weinen hat. Mehr sage ich nicht, das genügt. Herr Dr. Werner fragt, in welchen Beziehungen die 2 Parteien der Zionisten, nämlich die Schmuggelpartei und die hochpolitische Partei zueinander stehen. Herr Dr. Kohan-Bernstein sagte gestern, die Propaganda bestehe darin, das Volk zu europäisieren und die Intelligenz zu juclaisieren. Wir möchten, dass die Schmuggler sich ein bisschen politisieren, aber auch, dass sich die hohe Politik Treibenden ein bisschen schmuggelisieren. (Stürmische Heiterkeit und Beifall.) Die spaniolischen Juden haben bekanntlich immer eine hohe Politik getrieben, sie waren immer bekannt mit Prinzen und Fürsten. Es wird nun in der Geschichte erzählt, dass, als die Juden nach Holland kamen, sie sich eine Synagoge errichten wollten, aber nicht durch Schmuggelpolitik wollten sie das. Sie haben ein Gesuch eingereicht. Es dauerte 10, 20, 25 Jahre, bis der Stadtrath es ihnen dann nicht erlaubte. Dann kam ein Schmuggeljude aus Polen und sagte : Wenn die Juden gesetzlich sich keine Synagoge bauen können, müssen sie Schmuggelpolitik treiben. Wir bauen eine Synagoge, und wenn die holländische Polizei kommt, werden wir schon wissen, was wir zu thun haben. Meine Herren! Ob das ethisch ist oder nicht, ist gleich, ich glaube, wenn man zu Gott beten will, hat man das Recht, Schmuggelbethäuser zu bauen. (Lebhafter Beifall und Widerspruch. — Schlussrufe.) Vors. Dr. Mandelstamm: Ich muss Sie darauf aufmerksam machen, dass Sie nicht zur Sache sprechen und dass ich solche Schmuggelauseinandersetzungen nicht dulden kann. (Lebhafte Zustimmung.) Dann mache ich Sie auch darauf aufmerksam, dass bereits 5 Minuten verstrichen sind. Del. Rabbiner Seff: Ich hoffe, dass die Versammlung mir dann andere 10 Minuten gestatten wird. (Lebhafter Widerspruch und Schlussrufe.) Wenn nicht — ich habe das Recht zu hoffen. (Heiterkeit.) Der Zionismus besteht auch im Hoffen. Wir, die Kleinzionisten, müssen doch einen Namen haben. Ich kann nicht sagen: die praktischen Zionisten, weil die politischen aach praktisch sind. Also die Kleinzionisten oder alten Zionisten haben viele Opfer gebracht, bis sie etwas gemacht haben, deshalb muss man sich hier, wenn man über die Leute spricht, etwas moderieren. Nicht wir haben das Schmuggelwort erdichtet. (Lebhafte Schlussrufe.) Del. Dr. Weitzmann: V"erehrte Congressmitgliecter! Ich möchte bei der Kritik des Berichtes, der uns vom Actions-Comite vorgelegt wurde,

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