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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1899-01-01 · 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899 · p. Seite 40

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
Date
1899-01-01
Page
Seite 40 (sequence 40)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476260--0849-3476984
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— 40 — die Kosten abgezogen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Wir haben auf eigene Kosten — und ich will gleich hinzufügen, dass dies aus der Tasche von fünf Mitgliedern der Federation gegangen ist — alle Ausgaben der Federation bezahlt, die manch 100 Pf. St. betragen. (Lebhafter Beifall.) Wir haben auf eigene Kosten die Schekelquittungen drucken lassen, haben die Porti, die Kosten der Einsammlung bezahlt und das Schekelgeld genau so, wie es in unsere Hände gelangte, ohne den mindesten Abzug für die Kosten an das Actions-Comite geschickt. (Erneuerter Beifall.) Herr Greenberg fügte hinzu, dass manches, was vorgekommen ist, vermieden worden wäre, wenn der Rath, welchen die Federation vor wenigen Wochen an das Actions-Comite geschickt hat, verwirklicht worden wäre. Wir haben officiell ersucht, dass alle Berichte wochenlang vor dem Congresse oder wenigstens kurz vor demselben gedruckt sein sollen in der Hauptsprache der Vertreter der Landsmannschaften, die hier zusammenkommen, damit an dem Tage, wo die Sache hier debattiert werden soll, jeder Delegierte bereits alle Berichte in der Hand habe, und über das, was debattiert werden soll, in voller Kenntnis sei. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Leider wurde dieser Vorstellung und anderen Ersuchen der Federation nicht Gehör geschenkt — ich übersetze natürlich nur Herrn Greenbergs Worte (Heiterkeit) — und erfreute sich nicht der Unterstützung seitens des Actions-Comites. Herr Greenberg glaubte hinzufügen zu müssen, dass ungerechtfertigte Gerüchte feindseliger Spannung, die nicht von Seiten der Freunde der Zionisten in die Welt gesetzt wurden, leider auf fruchtbaren Boden gefallen sind und dadurch auf einen Ort Schatten gefallen ist, wo eigentlich nur Licht herrschen soll. Er bittet daher, dass sich die Organisation in Zukunft ganz anders gestalten soll, dass jedes Land absolut nach eigenem Principe sich soll entwickeln können, zwar in der Organisation bleibt, aber zugleich die innigste Fühlung behält mit der Centrale in Wien, um auf diese Weise eine elektrische Sympathie und Einigkeit stärker nach allen Centren der jüdischen Thätigkeit in der Welt zu leiten. (Lebhafter Beifall.) Del. Dr. Herzl: Ich will auf die Rede des Mr. Greenberg und auf die glänzende Interpretation, die ihr durch Dr. G a s t e r zutheil wurde, jetzt nicht antworten. Es wird sich zum Schlüsse der Generaldebatte Gelegenheit geben, diesen Punkt zu berühren. Nur weil es möglich ist, dass die folgenden Redner auch auf diese von uns nicht veranlasste Drucklegung zurückkommen werden, will ich erklären, warum das Actions-Comite diese Arbeit nicht geliefert hat. Die einzelnen Landesberichte, auf denen der Generalbericht fusst, sind uns einfach nicht rechtzeitig zugekommen. Wir überwälzen daher die Verantwortung für die Nichtdrucklegung des Generalberichtes auf diejenigen Landesvertreter, die säumig waren. Wir konnten den Herren doch nicht einen unvollständigen Bericht vorlegen, und die Herren des Actions-Comites wissen, dass noch in der letzten Stunde einzelne Herren uns den Bericht erst mitgebracht haben. (Beifall.) Del. Dr. Schiaposchnikow-Charkow (mit lebhaftem Beifall begrüsst, spricht russisch). Del. S. Aschkenasi: (Zur Geschäftsordnung.) Da der Congress den Beschluss gefasst hat, den Cassabericht in Druck legen und morgen unter die Herren Delegierten vertheilen zu lassen, soll meiner Ansicht nach die Debatte über den Cassabericht auf morgen verschoben werden. Erst dann werden die Delegierten in der Lage sein, nach genommener Einsicht sich ein Urtheil bilden zu können. Vors. Dr. Nordau: Das ist ein Beschluss des Congresses und bei diesem Beschlüsse hat es natürlich sein Bewenden. Nur mache ich einen Unterschied zwischen dem Cassabericht und dem allgemeinen

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