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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1899-01-01 · 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899 · p. Seite 41

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
Date
1899-01-01
Page
Seite 41 (sequence 41)
Language
German, English, Hebrew
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— 41 — Geschäftsberichte. Es scheint, dass die bisherigen Redner zum Geschäftsbericht und nicht zum Cassabericht gesprochen haben. Ich werde die Sache auch weiter so halten. Ueber den Cassabericht soll morgen gesprochen werden, wenn derselbe gedruckt den * Herren Congressmitgliedern vorliegen wird und jeder in genauer Kenntnis der Sachlage darüber wird sprechen können. Ich nehme an, dass die Herren, die sich zum Worte gemeldet haben, alle zum Geschäftsbericht sprechen. Schriftf. Dr. Kohan-Bernstein (übersetzt die Ausführungen Doctor Schlaposchnikows). Ich habe zum Rechenschaftsbericht des Actions- Comites ums Wort gebeten, nicht zum Cassabericht. Ich habe über sechs Punkte zu sprechen. Erstens ist es ein Fehler, dass die Zahl der verschiedenen organisierten zionistischen Vereine der Welt, nach Ländern vertheilt, in dem Rechenschaftsberichte nicht angegeben ist. Deshalb ist es nicht klar ersichtlich, wie sich die Agitationskosten vertheilen. Es wäre für die Zukunft wünschenswert, wenn im nächsten Jahre eine genaue Zahl der Vereine, nach Ländern vertheilt, zu haben wäre. Zweitens wird in dem Rechenschaftsberichte viel erzählt, was die verschiedenen Freunde des Actions-Comites in den verschiedenen Ländern gethan haben, was für Hilfe sie dem Actions-Comite erwiesen haben. Es wird aber nicht mitgetheilt, was für Hilfe das Wiener Actions- Comite" ihnen geleistet hat. Drittens. Es wird kein Percentverhältnis zwischen der jüdischen Bevölkerung des Landes und den zionistischen Vereinen, ferner zwischen den Vereinen der verschiedenen Länder zueinander angegeben. Viertens finde ich denselben Fehler, der schon von den Engländern vorgebracht wurde, dass der Cassabericht nicht vor seiner Verlesung gedruckt und allen Delegierten gegeben wurde. Fünftens. Sowie die englischen Delegierten etwas dagegen haben, dass man ihrer wenig Erwähnung gethan hat, finde ich, dass man dies auch von einigen anderen Ländern behaupten könnte. Doch will ich keine Namen nennen. Sechstens habe ich zu bemerken, dass der Rechenschaftsbericht überhaupt keine richtige Vorstellung von der Thätigkeit des Actions- Comites und seinem Einwirken auf die Thätigkeit der anderen jüdischen Institutionen, die ähnliche Ziele verfolgen, gibt, namentlich der Chowewe Zion, die durch die Thätigkeit der Zionisten beeinfiusst worden sind. Der Rechenschaftsbericht gibt kein bestimmtes, vollständiges, klares Bild, und deshalb wünschte ich für die Zukunft, mehr Zahlen und weniger Worte zu hören. Del. Dr. Herzl: Vielleicht wollen Sie den Herren aus Russland mittheilen, was ich bereits vorhin gesagt habe, warum die Drucklegung bisher nicht möglich war. Sie müssen ihnen sagen, dass wir die Berichte und Ausweise erst in den allerletzten Tagen bekommen haben. Wie konnten wir da definitive Berichte machen? Den Vorwurf geben wir Ihnen zurück. Schriftf. Dr. Kohan-Bernstein übersetzt diese Erklärung ins Russische. Del. Dr. Niemirower: Meine Damen und Herren! Ich ergreife hier nicht das Wort, um das Actions-Comite anzuklagen und dem Berichte desselben zu widersprechen, sondern bloss, um diesen Bericht in einem für uns rumänische Delegierte wichtigen Punkte zu ergänzen. Ich glaube, dass die Darstellung des Herrn Referenten der Thätigkeit der rumänischen Zionisten nicht gerecht geworden ist. Die rumänischen Juden, deren Lage die schlimmste ist und die dessenungeachtet in so bedeutsamer Weise sich für den zionistischen Gedanken bethätigen, verdienen es, dass in dem Berichte etwas mehr

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