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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 210

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 210 (sequence 210)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476258--0760-3476894
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— 210 -- warden, mit zu fixieren und auch diese bei der Aufstellung des Wortschatzes zu berücksichtigen. Und 3. — darüber, meine Herren, werden wir uns doch zweifellos alle im Einverständnisse befinden, wir brauchen auch fremde wissenschaftliche Worte, welche von allen Gulturnationen in ihre Sprache ohne jeden Stolz und Abneigung aufgenommen wurden, weil sie bestimmte wissenschaftliche technische Begriffe begründet haben. Nur handelt es sich darum, dass man auch die Principien feststellen soll, nach welchen diese Worte in unserer Sprache Aufnahme finden sollen, damit es nicht passiert, dass derjenige, der zufällig mit der betreffenden Sprache, sei es lateinisch, griechisch, assyrisch oder arabisch, nicht vertraut ist, einen ganz anderen Wortklang hineinbringt, was geradezu als eine Vergewaltigung der fremden Sprache angesehen werden muss. Dagegen soll diesen Worten, wenn sie einmal aufgenommen sind, das Bürgerrecht ertheilt werden und es soll ihre Flexion rein hebräisch erfolgen. Dies ist Punkt 3 enthalten. Punkt 4 ist dasjenige, was früher erwähnt wurde : eine allgemein giltige Aussprache vorzuschlagen, welche alle Abweichungen, die das gegenseitige Verständnis erschweren, abschaffen soll. Mit einer Resolution dieses Inhaltes sich zu begnügen, Messe wohl nichts gethan haben. Deshalb kommt als praktische, ich möchte sagen, als Ausführungsverordnung der Punkt 5 hinzu: Die Vorarbeiten, für welche der Congress die Kosten bestreitet, sollen dem nächsten Congress vorgelegt werden. Wohlgemerkt: die Vorarbeiten, denn das ist keine Arbeit von einem halben oder einem Jahre. Endlich: Die Commission soll dann die Resultate ihrer fortschreitenden Arbeiten in einer periodischen Druckschrift, möglichst in einer Monatsschrift veröffentlichen. Meine sehr verehrten Brüder und Schwestern! Wir sind da, um die Einheit des jüdischen Volkes zu documentieren. Wir haben sie in verschiedener Weise documentiert, indem wir allen Vorschlägen, die in unser Herz hineinklangen und welche uns an unsere Einigkeit gemahnten, an die gemeinsamen Ziele erinnerten, unsere Zustimmung gaben. Ich glaube, dass es wohl auch am Platze4 wäre, wenn wir dieser Einigkeit auch einen wissenschaftlichen. Ausdruck verleihen, damit wir den anderen modernen Völkern gegenüber, so arm auch unser Volk ist, dass es kein Land hat, wenigstens diesbezüglich daraufhinweisen können, dass wir, was geistige Errungenschaften betrifft, nie zurückgeblieben sind, sondern immer auch da uns in die erste Linie gestellt haben. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.)

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