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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 201

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 201 (sequence 201)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476258--0751-3476885
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— 201 — der vom Congress gefassten Beschlüsse in seinem Wirkungskreise -autonom sein. 2. Soll der jeweilige Obmann der Culturcommission Sitz und Stimme im Centralcomite in Wien haben. 3. Das Aetionscomite wird angewiesen, sämmtliche Verwaltungskosten der Culturcommission aus den Einnahmen des Schekels;zu decken, ferner einen entsprechenden Theil der Einnahmen der Culturcommission für die positiven, vom Congress beschlossenen Arbeiten zur Verfügimg zu stellen. Ein zweiter, sehr wichtiger Theil der Arbeit dieser Commission betrifft die positive Culturarbeit in Palästina selbst. Von vielen Seiten ist im letzten Jahre petitioniert und angeregt worden, dass gerade dieser Seite der Arbeit besondere Aufmerksamkeit zugewendet werde; denn die Anschauung lebt allgemein, dass, wenn wir eine wirkliche regenerierte nationale Cultur, die aus unserer Vergangenheit herauswächst und als unser ureigenstes Eigenthum blühen und gedeihen soll, schaffen wollen, dies einzig und allein auf dem Boden Palästinas geschehen kann (Lebhafter Beifall), dort wo die Heimat der Cultur gewesen ist. dort wo sie ■entstanden und gewachsen ist, wird sie auch zur höchsten Blüte emporblühen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Darum stellt die Culturcommission den Antrag (liest): „Der Congress besehliesst, der Culturarbeit in Palästina, speciell der Errichtung und Erweiterung der Schulen, speciell dem Bet-Sefer in Jaffa seine besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden; der Congress hält es jedoch für nothwendig, dass das Aetionscomite behufs Erforschung der Culturverhältnisse in Palästina einen Delegaten dorthin entsende." Es wird Ihnen noch eine ganze Eeihe von Resolutionen und Vorschlägen vorgelegt werden. In erster Linie mache ich Sie aufmerksam auf den gemeinsamen Antrag der Herren Dr. Kahn und Dr. Gaster, welcher von ganz besonderer Tragweite und ausserordentlicher Wichtigkeit ist. Es handelt sich um die Einsetzung •einer wissenschaftlichen Commission für die Feststellung und Fixierung des Wortschatzes der hebräischen Sprache bis in die letzte Zeit Die Herren Referenten werden ihren Antrag eingehend begründen. Ein weiterer Antrag, der aus der Mitte der Herren Congress- ■delegierten hervorgegangen ist, der mehr als 40 Unterschriften zählt, ist leider von der Commission abgelehnt worden. Derselbe lautet (liest): „Es solle vom Congress ein moralischer Einfiuss auf die Aliiance Israeüte in Paris ausgeübt werden, dass die von ihr geleiteten Schulen im Orient und insbesondere in Palästina die hebräische Sprache zur Vortragssprache machen.1' (Beifall.)

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