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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 182

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 182 (sequence 182)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476258--0732-3476866
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— 182 - keine Volkshilfe. Wenn der Zionismus bloss einzelnen Personen helfen kann, hat er seine Rolle ausgespielt. Ich möchte noch auf einiges : aufmerksam machen. Es ist ja möglich, dass einzelne Colonisationsvereine, die schon bestehen, ihre- Thätigkeit nicht auf einmal aufheben' können, aber dass sich der Congress mit gewissen Bestrebungen identifiziert, die dem Zionismus fernestehen, möchte ich verhütet Avissen. Wir können nicht zugeben,, dass der Congress heute den philanthropischen Standpunkt des Bankiers einnimmt, welcher sagte: Nehmt mir den Schnorrer weg, er zerreisst mir das Herz. (Heiterkeit.) Sehr viele Vereine stehen heute auf diesem Standpunkt, ich spreche hier zu den Galizianern. Wenn in Galizien das Werk zu Ende geführt werden soll, lässt sich nichts einwenden. Die Herren stehen auf der Grundlage einer wirtschaftlichen Basis. Aber der Congress braucht sich nicht zu identificieren. Ich sehe aber nicht ein, wozu wir heute, die wir das Baseler Programm anerkannt haben,, auf einmal das Programm des Herrn Dr. Mandelstamm, welches an dem vorjährigen Programme nichts ändert, annehmen sollen. Damit haben Sie das Colonisationsproject umgeändert. (Zustimmung.) Das ist keine öffentliche rechtliche Heim statte,wenn Sie einigePersonen hineinschmuggeln. (Widerspruch.) Das Volk sagt: Wenn Sie dem Sami und Jainicef helfen, damit ist nicht gedient. (Widerspruch.) Ich werde es also germanisieren : Dem Jakob und Samuel! (Heiterkeit.) Das Volk wünscht radicale Hilfe. Wenn es aber heisst, nach 10 Jahren werden drei Familien hinausgeschickt, so macht die Sache Bankerott. Das bitte ich zu bedenken. Ich wreiss, die Anträge werden angenommen werden, ich sage aber, mir und vielen Collegen wird die beste Waffe aus der Hand genommen, dass der Zionismus ein Volksmittel, ein Mittel zur Abhilfe ist. Sie werden einen aus vielen Wrunden Blutenden nicht mit Englisch- Pflaster heilen. Sie werden ein Loch verstopfen, aber dem Zionismus damit nicht dienen. (Beifall und Widerspruch.) Del. Bambus : Meine Damen und Herren! Der Herr Vorredner hat, wie gestern Herr M o z kin und noch andere Redner, von Schmuggeln gesprochen, davon, dass eine oder die andere Familie eingeschmuggelt werden soll. Ich möchte Sie auf eines aufmerksam machen. Ich habe die amtliche consularische Auskunft in der Hand, dass das Einwanderungsverbot in der Türkei, das ursprünglich gegen alle Israeliten bestand, längst auf eine Masseneinwanderung beschränkt ist. Wenn einzelne Beamten, hohe oder niedere, mit Unrecht die Einwanderung beschränken, werden wir dem gegenüber Mittel gebrauchen, die eine Vergewaltigung verhindern. Von Schmuggel ist "keine Rede. (Beifall und Händeklatschen.) Ich bitte vor allem, eine scharfe Grenze zwischen Infiltration und Colonisation zu machen, nicht weil die Infiltration illegal ist, es ist nicht illegal, wenn wir die Mittel, die wir besitzen, benützen — weil die Colonisationsvereine und gerade die philanthropischen Vereine absolut niemanden veranlasst haben, nach Palästina zu gehen. Es ist in keinem der Vereine zulässig gewesen, dass man die Leute hinübergeschickt hat. Ich betone nochmals, ich erkläre das nur zur Richtigstellung. Ich würde das absolut nicht billigen, weil die Infiltration nicht illegal ist. Ich werde das Document nach Schluss des Congresses dem Actionscomite übergeben und hoffe, dass das neugewählte Actionscomite auch in diesem Falle unser gutes Recht wahren wird. Wenn nun die Infiltration nicht illegal ist, die Colonisation ist es noch viel weniger. Darauf brauche ich nicht weiters einzugehen. Wenn der Vorwurf der Illegalität nun weder gegen das eine noch gegen das andere erhoben werden kann, wieso soll dann die Fortsetzung der

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