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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 171

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 171 (sequence 171)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476258--0721-3476855
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— 171 — Einer der grössten Häfen, meine Herren, ein jüdischer Hafen, ist Salonichi, und in diesem werden Sie wahrscheinlich auch Filialen haben und in diesem Hafen wird Ihre jüdische Schifffahrtsgesellschaft wahrscheinlich auch eine Filiale haben. Diesen Hafen dürfen Sie doch nicht ausschliessen. Tausende unserer Brüder von Salonichi werden mit Recht darauf bestehen, dass sie in den jüdischen palästinensischen SchifTfahrtgesellschaften angestellt werden. (Lebhafter Beifall.) Einige der Herren von der Minorität haben noch etwas gesagt. Sie sprechen vom Orient und sagen Orient wäre China. Einer verstieg sich zum Ausdruck, Orient . wäre Argentinien und Einer sprach von Australien. Aber meine Herren, Orient bei uns. am zionistischen Congress, ist nur ein Land, Palästina und Syrien, folglich ist das nur eine reine Wortspielerei, wenn jemand sagt, der Congress hat berathen, ob etwas in China oder Argentinien geschehen soll. Wenn die Herren sich auf dieses Wort geworfen haben, so ist das eben reine Wortspielerei. Es gibt gewisse Dinge, die ganz klar sind, wenn sie auch nicht klar ausgesprochen werden. So ein Ding ist das Wort „Orient". Wir haben dieses Wort alle verstanden mit Ausnahme zweier Redner von der Minorität. Es ist ganz Idar für alle, die klar sehen wollen. Denjenigen aber, die etwas anderes suchen, kann ich nur sagen : Ich bedauere sie. Mein geehrter Vorredner Herr Bambus hat gesagt, indem er sein volles Vertrauen, also auch das Vertrauen der Minorität, den Herren vom Bankcomite aussprach, dass es ihm scheine, als ob das Bankcomite allzu rasch vorgegangen wäre. Meine Herren! Das Finanzcomite hat sehr lange berathen — wie Ihnen gesagt worden ist, 5 Tage — um bloss einen allgemeinen Prospect zu entwerfen. Etwas anderes ist nicht geschehen. Statuten liegen nicht vor — sie sollen im Laufe des Jahres berathen werden — und ich sehe nicht ein, weshalb Herr Bambus verlangt, dass diese wichtige Frage auf dem nächsten Congresse noch einmal beschlossen werden soll. Meine Herren! Wir brauchen die Bank sobald als möglich, wollen wir zeigen, dass wir imstande sind, etwas zu leisten, moralisch und materiell und wenn Sie die Gründung der Bank auf das nächste Jahr hinausschieben, haben Sie ein volles Jahr verloren. (Lebhafte Zustimmung und Beifall.) Und, meine Herren, was das in diesen Zeiten, wo der Zionismus täglich so gewaltige Fortschritte macht, bedeutet, dessen sind wir uns alle vielleicht gar nicht bewusst. Wir können durch Hinausschieben der Gründung unserer Sache einen unwiederbringlichen Schaden verursachen (Lebhafter Beifall und Händeldatschen) und infolge dessen bitte ich Sie, die Bank heute durch Ihren Beschluss zur Wahrheit zu machen. Ich will jetzt im allgemeinen auf das Wesen der Ansicht der Minorität eingehen, indem ich zusammenfasse, was wir im allgemeinen gehört haben. Meine Herren l Ich werde Sie am Schlüsse meiner Rede bitten, den Prospect so anzunehmen, wie er hier vorliegt. Ich möchte noch einmal erwähnen: Suchen Sie nichts darin, was nicht darin ist. Haben Sie Vertrauen in diejenigen Männer, welche voll Begeisterung und Aufopferung sich für das Werk einsetzen. Die Namen, die an der Spitze stehen, sollen Ihnen doch die beste Gewähr und Bürgschaft dafür sein, dass die zionistische Bank, die grosse jüdische Nationalbank, bloss in dem Sinne gegründet sein wird und soll, indem wir alle, die wir hier sitzen, es wünschen, zum Wohle und zur Grösse des Zionismus.

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