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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 169

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 169 (sequence 169)
Language
German, English, Hebrew
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…/3476254-3476258--0719-3476853
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- 169 — Wäre es nun in der That nicht angebracht, dass wir dieses Bankcomite, wie es vorgeschlagen ist oder mit Verstärkung einiger Personen, "beauftragen, alle diese Vorarbeiten bis zum nächsten Congress zu erledigen und auch die Arbeit zu erledigen, dass der Unternehmungskreis der Bank genauer umschrieben wird? Ich denke dabei daran, dass, je exacter die einzelnen Unternehmungen der Bank umschrieben sein werden und je mehr in die Rentabilitätsberechnungen eingetreten wird, umso grösser die Anzahl derjenigen sein wird, die dann für die Bank zeichnen. Ich weiss vollkommen die Leistungen des Bankcomites zu würdigen, es sind ausserordentliche Leistungen, aber es ist nicht so unbedingt nothwendig, dass wir nun unmittelbar die Bank gründen. Selbst wenn wir das beschliessen würden — darüber müssen wir uns klar sein — es vergeht noch ziemlich lange Zeit, bis die Bankthätigkeit ins Leben treten kann. Ich möchte daher vorschlagen, die Gründung der Bank zu beschliessen, die Statuten aber sollen dem Congresse noch einmal vorgelegt werden. Oder wenn wir nicht die Vorlage der Statuten verlangen, .so müssen wir verlangen, dass, ehe die Bank ihre Thätigkeit mit der neuen Zeichnung beginnt, noch einmal der Congress zu den Principien «der Bank seine Zustimmung gibt. Ich glaube, dass wir verhältnismässig kurze Zeit verlieren, denn wie wir auch beschliessen, die Bankcommission wird sehr viel Zeit brauchen, bis sie ihre Thätigkeit eröffnen kann. Wir aber werden unsere Vorarbeiten gründlich erledigen können. Ich bin also nicht gegen die Bank, sondern nur dagegen, dass die Berathungen über die Bank, die Vorarbeiten für die Bank, die Ausarbeitung der Statuten und ihre Formulierung, die Aufsicht über die Bank überstürzt werden, wie es nicht anders möglich ist, wenn wir die Sache jetzt beschliessen. Wir schenken dem Actions- und Bankcomite das vollste Vertrauen, aber in dieser Cardinalfrage müsste der Congress nochmals mitsprechen und ich bitte Sie daher, das Bankcomite auf •Grund des Vorliegenden zu beauftragen, die Formeln zu finden, wie die Aufsicht des Congresses gewählt werden kann, diese Form, eine engere Umgrenzung des Wirkungskreises der Bank sowie die Statuten derselben soweit es geht auszuarbeiten und dann durch Vermittlung der Landesorganisationen zur rechten Zeit vor dem nächsten Congress den ■einzelnen Mitgliedern dieselben zugänglich zu machen, d^.mit wir in der Lage sind, sie rechtzeitig detailliert zu prüfen und Abänderungsanträge zu stellen und damit wir am nächsten Congress in der Lage sind, das entscheidende Votum zu fällen und die Bank so zu gestalten, wie wir .sie wünschen, dass sie gesichert sei vor allen Eventualitäten einer Ablehnung, dass sie voll und ganz arbeite zum Nutzen des jüdischen Volkes, sowie wir es verstehen, im Sinne des Zionismus. (Lebhafter „ Beifall — Widerspruch. Zischen.) Präs. Dr. Herzl: Als Generalredner pro hat das Wort Herr Dr. Alexander Marmorek. Del. Dr. Marmorek: Meine Damen und Herren! Es wurde mir von ungefähr 15 Congressgenossen die ehrenvolle Aufgabe zutheil, für die Bank zu sprechen. Ich möchte zunächst erwähnen, dass eigentlich für die Bank alle gesprochen haben, was ein wirklich erfreuliches Moment in der ganzen Debatte gewesen ist. Selbst diejenigen Herren, welche erklärt haben, dass sie Gegner des Projectes sind, haben trotzdem von vornherein sich beeilt, zu erklären, dass sie dem Anfrage für diese erste grosse That des Zionismus vollinhaltlich beitreten. Ich danKe den Herren der Minorität dafür, dass sie auf diese Weise die Einhelligkeit unserer Pläne nicht stören wollen.

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