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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 168

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 168 (sequence 168)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476258--0718-3476852
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- 168 — Del. W. Bambus (Generalredner contra): Geehrte Versammlung! In dem, was ich Ihnen vorzubringen habe, ist nicht in jedem Detail meine persönliche Meinung ausgesprochen. Ich gebe gleichzeitig den Meinungen Ausdruck, welche die anderen Herren Redner mir übermittelt haben. Was ich in erster Linie in dem Statute, das uns vorgeschlagen ist, vermisse, ist die genügende Sicherheit, dass die Leitung der Bank in Zukunft so bleiben wird, wie wir sie wünschen. Ich zweifle nicht daran, dass diese Actien hauptsächlich von Zionisten gezeichnet werden und in zionistischen Händen bleiben werden. Dass Speculation damit getrieben wird, liesse sich leicht vermeiden. Aber der Sitz der Bank muss. irgendwo sein und wenn er . in London ist, werden bei der Generalversammlung die Londoner Mitglieder sehr bedeutende Vorrechte gemessen. Denn die anderen Mitglieder werden dort nicht vertreten sein können. Ich weiss, dass das Institut des Strohmannes bei Actiengesellschaften eine grosse Rolle spielt. Aber ich setze eben voraus, dass das bei dieser Bank nicht in Aussicht genommen ist. Aber noch eine zweite Gefahr liegt darin. Jedes Finanzunternehmen hat den Wunsch, seinen Mitgliedern Dividenden zu geben. Auch dieses wird diesen Wunsch haben und wir können das nur billigen. Aber unter Umständen können lucrative Finanzunternehmungen gemacht; werden, selbst ausserhalb des Rahmens, den wir wünschen, d. h. in Theilen der Türkei, die uns nicht so interessieren, oder auch in anderen Theilen des Orients. Infolgedessen muss eine einigermassen genügende Sicherheit gegeben werden, dass die Leitung der Bank zionistisch bleibt. Ich erlaube mir den Vorschlag zu machen, den die Juristen näher prüfen wollen und von dem ich glaube, dass er diese Schwierigkeit lösen könnte. Nehmen wir an, in einem Lande, wo eine juristische Persönlichkeit einem Vereine überwiesen wird, wird ein bestimmter Verein gegründet, der einen kleinen Theil der Actien zeichnet. Wenn dann in den Statuten der Bank diesem Vereine oder den Actien, die er vertritt, ein Vorzugsrecht gegeben wird, im Aufsichtsrath — nehmen wir an, der Aufsichtsrath würde bestehen aus elf Mitgliedern, sechs davon erhalten Vorzugsactien, und diese liegen in den Händen einer juristischen Person, ich denke da speciell an deutsche Verhältnisse, ich glaube der Modus ist leicht juristisch zu finden, nämlich so — dass von diesem Vereine, der die Leitung der Bank sehr wesentlich beeinflussen kann, eine bestimmte Anzahl von Mitgliedern und zwar wieder die Majorität, jedes Jahr oder alle zwei oder drei Jahre durch den Congress gewählt wird, dann haben wir, glaube ich, genügende Sicherheit, dass die Leitung der Bank wesentlich beeinflusst wird im Sinne des Congresses. Dass in einem solchen Falle entschieden die Hauptthätigkeit in Palästina und Syrien sein wird, ist mir ganz unzweifelhaft. Ich glaube, dass, wenn diese Gautelen geschaffen werden, es wohl nicht mehr nothwendig ist, darauf zu bestehen, dass in den Statuten ausdrücklich „Palästina und Syrien" steht. Ich muss aber sagen, dass ein grosser Theil der Contraredner diese Anschauung nicht theilt. Die Herren befürchten, dass ohne ausdrückliche Stipulierung, dass Palästina und Syrien die Hauptaufgabe bilden, der Thätigkeit der Bank Schwierigkeiten erwachsen werden. Nun komme ich zu einem weiteren Punkt. Ganz unzweifelhaft ist das Capital, das gezeichnet worden ist, sehr hoch, aber ebenso unzweifelhaft ist es beiweitem nicht das, was es sein sollte und was gefordert wurde. Unzweifelhaft werden neue Zeichnungen erfolgen müssen, und sehr viele neue Arbeiten.

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