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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 167

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 167 (sequence 167)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476258--0717-3476851
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- 167 — Ich bitte Sie also im Interesse der Oeffentlichkeit, im Interesse der Würde des Congresses, die Redner ausreden zu lassen. Es ist viel wichtiger,, eine Sache gründlich zu disputieren, als zehn Sachen ungründlich. (Lebhafter, Beifall.) Del. Di*. Thon : Ich werde nicht in der scharfen Weise wie Herr Dr. Friedem a nn mich aussprechen, kann mich aber demselben nur anschliessen. Es ist bedauerlich, aber eine Thatsache, dass Schluss der Debatte angenommen wurde. Demgegenüber beantrage ich, dass wir von der Opposition sowohl, als von denen, die für den ganzen Antrag des Comites sind, Generalredner wählen und zwar mindestens zwei Generalredner, damit der Standpunkt geklärt werde. Vergessen Sie nicht, dass etwas mehr vorliegt, als ein einfach geschäftliches-Unternehmen, vergessen Sie nicht, dass es sich um principielle Fragen handelt, darum, ob wir in Palästina oder sonst wro im Oriente Colonisation treiben sollen. (Beifall.) Vergessen Sie nicht, dass der Zionismus, in den wir nunmehr hineingerathen, etwas wesentlich anderes ist, als der Zionismus, den wir in der Jugend kannten. (Beifall.) Stimmen Sie also für den formalen Antrag, dass je zwei Generalredner, sowohl von der Opposition, als von der sogenannten Regierungspartei gewählt werden. Vors. Präs. Dr. Herzl: Erlauben Sie nun auch mir, zur Geschäftsordnung zu sprechen. Ich glaube, dass man in einer solchen Frage lieber eine Meine Inconsequenz begehen soll, indem man einen eben gefassten Beschluss aufhebt, als class die Redner der Minorität mit einer so wreit gehenden Beunruhigung die Berathung verlassen. Es ist zwar die Aufhebung einer soeben erfolgten Abstimmung, wenn ich den Antrag Thon zur Abstimmung bringe; aber vielleicht wird auch die Majorität ciafür sein, dass wir die Minorität zu Worte kommen lassen. (Zustimmung.) Ich bringe also den Antrag auf die Wahl von Generalrednern zur Abstimmung und zwar von je zwei. (Rufe: Nur je einen!) Del. Dr. Thon : Ich schliesse mich dem an. Schriftführer Dr. Schauer: Ich möchte doch wissen, pro was und contra was die Generalredner reden sollen. Vors. Präs. Dr. Herzl: Pro und contra den vorgelegten Ausschussentwurf. Diejenigen, welche also für die Wahl von Generalrednern sind, bitte ich, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. Nach einer Pause): Die Wahl von Generalrednern ist angenommen. Ich werde jetzt die angemeldeten Redner bitten, sich auf je einen Generalredner zu vereinigen. Zum Worte gemeldet sind noch Seph . . . Dr. Friedemann: Ich möchte vorschlagen, dass die einzelnen Redner gefragt werden, ob sie für oder gegen das Bankproject reden wollen. Vors. Präs. Dr. Herzl : Gut! Ich bitte also die Herren, gleichzeitig anzugeben, ob sie pro oder contra sprechen wollen, und bitte die Herren Schriftführer, das zu notieren. Es melden sich als Pro reclner: Seph, Korngold, Ettinger, Tschlenow, Dr. Schnirer, Perlis, Aschkenasy, Sloutsch, Schenkin, Raskili, Dr. Brück, Dr. Rosenfeld, Dr. Marmorek, Awinowetzky, Rappaport, Rosenthal; als Contraredner: Bambus, Neumark," Friedemann, Melzer, Temkin. (J. L. Landau verzichtet auf das Wort, Schornstein ist nicht anwesend.) Ich bitte nun die Herren^zusaihmenzutreten, und auf je einen Generalredner sich zu vereinigen. (Nach einer Pause):

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