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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 166

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 166 (sequence 166)
Language
German, English, Hebrew
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- 166 — machen sind. Sollen sie vielleicht in China unternommen werden? leb glaube, dass für eine Bank, welche einem speciellen Zwecke gewidmet ist. auch die Unternehmungen specialisiert sein sollen. Es soll daher im § i heissen: Palästina und Syrien oder Türkei. , Es wird vielleicht eingewendet werden, es sind politische Gründe dagegen, dass wir uns auf Palästina und Syrien beschränken. Vertreiben, scheint mir, zu viel Politik. Wenn in gewissen Punkten von Syrien und Palästina die Rede ist, kann es auch in diesem unschuldigen §"1 sein. Vors. Dr. Herzl (unterbrechend): Ich habe Sie erst in der neunten. Minute gewarnt, nicht in der sechsten. Dr. Salz: Ich bin dafür, dass Syrien und Palästina bei den jüdischen Ackerbaucolonien nicht fehlen sollen, denn sonst könnte sich dies auch auf Argentinien oder Australien beziehen. (Schlussrufe.) Dann möchte ich eine Frage, wenn nicht an das Präsidium — denn dasselbe wird sich sicher auf das Bankcomite berufen — sondern im allgemeinen stellen, wie nämlich das Wort „vorläufig" im § 2 zu verstehen ist. Will man erst die Geschäfte der Bank aufnehmen, wenn die öffentlichen Garantien gesichert sind, oder will man schon in der nächsten Zeit diese Thätigkeit vornehmen? Ich glaube, wir haben das. Recht, dies zu wissen. (Beifall und Händeklatschen.) Dr. Jasinowski: Es wurde Schluss der Debatte beantragt. Warum wurde darüber nicht abgestimmt? Ich beantrage nochmals Schluss der Debatte. Dr. Kohan-Bernstein : Ich bestehe auf der Abstimmung. Vors. Dr. Herzl : Ich werde den Antrag zur Abstimmung bringen und mache darauf aufmerksam, dass wir die Berathung fortsetzen müssen. Der Permanenzausschuss hat beschlossen, nur eine Mittagspause zu gewähren und dann in Permanenz zu bleiben bis zur Beendigung aller Arbeiten. Del. Temkin (gibt die russis c h e Uebersetzung). Del. Goidberg: Es ist von einer ganzen. Reihe Delegierter der Antrag eingebracht worden, den Congress morgen fortzusetzen. Dieser Antrag, glaube ich, so]l zuerst zur Abstimmung kommen. In diesem Falle wäre Zeitmangel kein Grund, die Debatte abzuschneiden. Vors. Dr. Herzl: Ich habe auch nicht auf den Zeitmangel hingewiesen. Sie haben mich missverstanden. Ich sagte im Gegentheile, dass wir noch Zeit genug haben, selbst nach den Anträgen des Permanenzausschusses, da wir noch die ganze Nacht vor uns haben. Allerdings muss ich Sie darauf aufmerksam machen, damit Sie nicht siDäter sagen,., die Colonisationsdebatte oder die Cultur- oder Organisationsfragen seien erstickt worden; denn es herrscht eine gewisse Tendenz, wenn auch nur bei einem kleinen Theile, bei Debatten, die in drei Tagen nicht zu Ende zu führen sind, vom Präsidium vorauszusetzen, dass es die Debatten unterdrücken will. Ich bringe nunmehr den Antrag auf' Schluss der Debatte zur Abstimmung. Diejenigen, welche dafür sind,, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Der Antrag auf Schluss der Debatte ohne Anhörung weiterer Redner ist angenommen. (Lebhafter Beifall.) Dr. Friedemann : Meine Damen und Herren! Ich möchte darauf" aufmerksam machen, dass diese immerwährenden Schlussanträge und das Abschneiden der Reden lediglich bewirken werden, dass es öffentlich heissen wird, man unterdrückt die Reden. Es wird heissen, was ich für meinen Theil nicht glaube, dass man die Opposition mundtodfc, macht. (Zustimmung.)

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