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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 157

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 157 (sequence 157)
Language
German, English, Hebrew
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— 157 — sind doch diese drei Dinge, die in dem einen Wort Geld gipfeln, umsomehr nothwendig. Es ist nicht genug, dass wir die Bank als solche nominell haben, sondern das specifisch finanzielle Ergebnis ist es, das wir zur Grundlage haben müssen. Mit dem Ideal allein kommen wir der Realisierung nicht näher, wenn der grosse Factor „Geld" fehlt. Die- Colonialbank hat ja, in Anbetracht der nicht vorhandenen Agitation und des Fehlens des Prospectes, ein verhältnismässig günstiges Resultat ergeben, aber lange nicht das gewünschte und das erforderliche. Wir anerkennen die uneigennützige und selbstlose Thätigkeit des Actionscomites und sind ihm zu grossem Danke verpflichtet. (Lebhafter Beifall und Händeldatschen.) Aber dieses Actionscomite hätte — ich bitte um Verzeihung — die Vorarbeiten der Bank lediglich und ausschliesslich Fachmännern überlassen müssen. Das Actionscomite hat eben — in bester Absicht natürlich — Spesen ersparen wollen und das ist sehr unpraktisch gewesen. Was den Grundstein zu unserem Unternehmen bilden soll, ist das Vertrauen des Volkes und das muss demselben infiltriert werden. Ich schlage daher vor, der Congress wolle beschliessen, das Actionscomite möge mit drei oder vier grösseren Finanzinstituten der diversen Länder sich in Verbindung setzen, bei weichen unter Ausgabe von Prospecten und Statuten die Subscription zu geschehen hat unter der Leitung eines Comites von Fachmännern der betreffenden Institute. Dieselben sollen aber nicht aus Gnade die Subscription besorgen, sondern es soll ihnen ein Aequivalent in einer Tantieme in Form einer , sechs Monate zinsenfreien Einlage der Capitalien gegeben werden und in der Weise, dass man ihnen, sagen wir, 72 per Mille zugesteht. Wenn ich nun von 50 Millionen 72 per Mille annehme, so würde das ausmachen 25.000 Francs, und bei 100 Millionen 50.000 Francs. Dazu soll der Fond der Schekelgelder, nicht nur der vorhandenen, sondern auch der weiteren, der durch die Landesorganisationen eincassierten verwendet werden und ausserdem soll eine möglichst gering zu bemessende Dividende den Anzahlern geboten werden. Diese Dividende und Tantieme soll aus den Schekelgeldern genommen werden, da wir die Schekelgelder in diesem Falle am besten verwenden werden. Dem Publicum wird für die Capitalien von vornherein eine gesicherte Garantie geboten und damit ist im Princip die Bankfrage erledigt, dass man nämlich für das Publicum aus dem Publicum die Mittel schafft. Vors. Dr. Herzl: Das sind Anträge, welche dem Comite zur Ausführung übergeben werden. Ich glaube, wir können in die Discussion nicht ganz eingehen, es wäre gut, dass das zur Berücksichtigimg der Commisson zugewiesen werde. Das wird, wie ich glaube, der praktische Weg sein. (Zustimmung.) Del. Dr. Farbstein : Herr Präsident! Meine Herren! Da mir, wie allen übrigen Rednern eine Redefreiheit von nur fünf Minuten gewährt worden ist, kann ich mich nur kurz fassen. Es unterliegt kaum einem Zweifel, dass wir mit Ihrer Institution an sich, d. h. mit dem Principe an sich, abstrahierend von der Form, einverstanden sind. Es unterliegt kaum einem Zweifel, class wir eine derartige Institution haben müssen und aus diesem Grunde sind wir schon der Vorconferenz in Wien dankbar, class sie überhaupt diesen Gedanken angeregt hat. Sie hat damit bewiesen, dass der Zionismus in erster Linie eine wirtschaftliche Frage sein muss und dass wir mit dem veralteten philanthropischen Zionismus brechen müssen. Es kommt darauf an, welches soll die Form der Bank sein? Soll sie heute oder später ins Leben treten? Sind wir schon jetzt darauf vorbereitet, dass wir das Institut gründen können? Diese Frage muss ich verneinen. Die Herren haben im Princip

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