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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 155

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 155 (sequence 155)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476258--0705-3476839
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— 1ü5 — Gegenüber der Behauptung Ussisc-hkin, dass wir dem Worte „Orient" nicht Vertrauen schenken, bemerkt er, dass dies nicht so verneint ist. Er findet ferner, dass hier die Rede ist von Unterstützung der jüdischen Ackerbaucolonien, dass aber nicht gesagt sei, wo diese sich befinden. Del. Berger: (Zur Geschäftsordnung — spricht russisch.) Dr. Kohan-Bernstsln : (CJebersetzend): Der Redner sagt, man solle nicht die Reden übersetzen, sondern nur die Beschlüsse. Vors. Dr. Herzl: Ich werde ersucht, den Mitgliedern des Permanenzausschusses mitzutheilen, sie mögen sich sofort im Berathungszimmer versammeln. Ich sehe aus der Anzahl der Anwesenden, dass viele in den Ausschüssen sein dürften und halte es für angezeigt, die Sitzung auf eine halbe Stunde zu unterbrechen. Ich bitte aber, nach der Pause pünktlich wiederzukommen. (Die Sitzung wird um 3/4l Uhr unterbrochen und um 1,2 Uhr wieder aufgenommen.) Präs. Dr. Herzl: Das Wort hat Herr Syrkin. (Nach einer Pause) Da derselbe nicht anwesend ist, verliert er das Wort. Del. Motzkin : Verehrte Versammlung! Es wurde hier dem Bankcomite der Vorwurf gemacht, class das Wort „Orient" undeutlich sei, wenn es Palästina und Syrien bedeute, so solle man dafür auch Syrien und Palästina schreiben. Ich war nicht im Bankcomite und weiss nicht, wie man sich das gedacht hat. Ich nehme das Wort „Orient" im gewöhnlichen Sinne und verstehe darunter nicht nur Syrien und Palästina und finde gerade deswegen, dass die Resolutionen richtig sind. Es handelt sich um zwei Zwecke. Erstens, dass man im Orient irgendwelchen Einfluss gewinnt, z. B. in der Türkei. Dann würde das Wort „Orient" nicht passen. Wenn wir noch einigermassen an unserem alten Programme festhalten, im Orient zu irgendwelcher Macht zu gelangen, so sehe ich nicht ein, wie man gegen dieses Wort protestieren kann. Selbst diejenigen, welche in Syrien und Palästina sich befinde;], würden selbstverständlich auch für das Wort .Orient" stimmen. Denn eine solche Einschränkung kann für so grosse Unternehmungen nicht vorhanden sein. Es gibt dort eine so enge Beziehung zwischen den einzelnen Orten, class es sehr gut möglich ist, dass eine Handelsunternehmung in Kleinasien oder Cypern zu einer palästinensischen Beziehung hat. Wohl ist es von Wichtigkeit, dass die Colonialbank darauf ausgehe, in Syrien und Palästina möglichst grosse Macht zu bekommen. Dazu sind verschiedene Dinge mothwendig: 1. Dass unter „ Orient" Palästina und Syrien in erster Reihe zu verstehen ist. 2. Die Organisation des Ausfuhr- und Einfuhrhandels in Syrien und Palästina. 3. Wenn von jüdischen Ackerbaucolonien die Rede ist, setze ich voraus, dass die j)alästinensischen in erster Reihe in Betracht zu ziehen sind. Man sollte aber auch Colonien, die z. B. in der Nähe von Palästina gelegen sind, nicht ausschliessen. Auf das ganze Gebiet ringsum Syrien und Palästina wäre gleichfalls auszugehen. Denn bis zur Erlangung einer Erlaubnis soll und kann unsere Arbeit doch nicht auf die Colonisation in. Palästina und Syrien ausgehen. Daher sehe ich nicht ein, warum man das so beschränken will. Ich wollte noch eine Bitte an das geehrte Präsidium richten. Ich möchte bitten, dass in das Comite, welches von uns gewählt wrerclen wird, nicht bloss Banquiers hineinkommen, sondern auch Personen, die sich für den zionistischen Gedanken von vorneherein interessieren. Selbstverständlichmüssen Banquiers auch darinnen sein, aber die Zusammensetzung kann nicht so sein, wie sie hier nominiert worden ist, weil das

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