Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 154 (sequence 154)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 154 — der Frage auf einem besonderen Congress oder Delegiertentag vorgenommen werden. Er sagt, wir hätten keine Garantie, dass die Bank überhaupt die Volkstendenz bewahre, dass die Thätigkeit der Bank nationalistisch sein werde. Er, und wie er glaube, auch einige der Anwesenden fänden sich nicht veranlasst, zu arbeiten, wenn die Statuten in dieser Form angenommen würden. Er wisse nicht, ob die Verhältnisse zwischen den jüdischen Arbeitern in der Bank garantiert sind; bis nicht die Garantie vorhanden ist, werde eine gewisse Minderheit nicht arbeiten können. Er fordert eine ernste Behandlung dieser Frage und wünscht, dass ihre endgiltige Lösung dem nächsten Congress oder Delegiertentag vorbehalten werde. (Beifall.) Del. Bentwich : (Englisch.) Vors. Dr. Herzl: Herr Bentwich meint, dass gerade im Interesse einer umfassenden. Besprechung dieses Punktes der Tagesordnung der Congress beschliessen möge, dass die Redner nur 5 Minuten sprechen, sollen, da man, wenn man etwas zu sagen hat, es auch in 5 Minuten sagen kann. (Zustimmung.) Del. Aschkenasi: (Zur Geschäftsordnung.) Ich wollte dasselbe, was der Herr Präsident eben sagte, beantragen, nur wollte ich noch bemerken, dass es dem Präsidenten freistehen soll, noch 5 Minuten zuzugeben. Vors. Dr. Herz!: Das gewährt der Congress. Del. Dr. Menczel: Ich beantrage Schluss der Rednerliste. Vors. Dr. Herzl: Es ist Schluss der Rednerliste beantragt. Diejenigen, welche dafür sind, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause): Schluss der Rednerliste ist angenommen. Es sind zum Worte gemeldet die Herren: Lanclau-Loclz7 Dr. Wilensky-, Ellmann. Schalit, Gr. Syrkin, Jasinowski, Mandeistamm, Marmorek, Weitzmann, Aschkenasi, Strelisker, Schlaposchnikoff. Farbstein, Pineles, Berger, Kohan-Bernstein, N. Syrkin, Salz, Seph, Korngold, Minz, Bambus, Neumann, Ettingen, Tschlenow, Friedemann, ivlelitzer, Dr. Landau, Temkin, Greenberg, Berlis, Littmann, Rosenthal, Schenkin, Bruck, Motzkin, Awinowetzky, Schornstein-Rappaport; (Rufe zur Geschäftsordnung!) Ich höre, dass ich die Abstimmung über den Antrag des Herrn Bentwich, es sollen nur 5 Minuten von jedem Redner gesprochen werden, nicht verkündet habe. Der Antrag ist angenommen. Del. Luboiski: Ich beantrage 3 Generalredner. Del. Rabbinowitsch : Ich spreche mich gegen diesen Antrag aus, Vors. Dr. Herzl: Ich nehme die Anträge zur Kenntnis. Das Wort hat Herr Dr. Schnirer. Del. Dr. Schnirer: Da ich vermuthe, dass viele der Herrei Redner ebenso wie ich, nur kurze, oft nur stilistische Amandements zu dieser Resolution vorzuschlagen haben, würde ich beantragen, dass de Plerren, welche ähnliches im Sinne haben, es zu Papier bringen und.dem Präsidium übergeben. Dadurch würde die Debatte abgekürzt, die Sache würde dadurch um vieles vereinfacht. (Beifall.) Vors. Präs. Dr. Herzl: Del. Landau verzichtet auf das'vVort; Herr Benrwich bittet, mit einem späteren Redner tauschen zu lürfen. Das Wort hat also Herr Dr. Wilensky. DeL Dr. Wilensky : (Russisch.) Dr. Kohan-Bernstein: (übersetzend): Herr Dr. W^ensky hebt seinen Standpunkt in dem Sinne hervor, dass in den Stalten der Bank die Frage der Colonisation nicht deutlich hervortritt u:d schlägt vor, dass man vor der Annahme der Statuten die Debatte ü»er die. Colonisation beginnt und dann erst, wenn diese erörtert ist, zu den Statuten schreite.