Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 144 (sequence 144)
- Language
- German, English, Hebrew
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- Beirut 1× ep/1047833
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— 144 — und so den Weg zu einer vollständigen Besiedlung Palästinas ebnen." (Lebhafter Beifall und Hand eklatsehen.) In zweiter Linie kommt in Betracht, dass das Land für den Betrieb von Grossindustrie auch hinreichende Producte eigener Bergwerke zu liefern vermag. Es ist in Deutschland der Zweifel laut geworden, ob die Juden überhaupt zum Bergbau geeignet sind. Es wurde mir gesagt, wir würden an die Zukunft der zionistischen Idee glauben, wenn wir nur einen einzigen Bergmann kennen würden. Wir haben nun hier gehört, dass 5000 Bergarbeiter auf Arbeit in Palästina werten und dass wir also keine Gefahr laufen, dass wir in den Bergen Palästinas nicht jüdische Arbeiter werden zu beschäftigen haben. (Lebhafte Zustimmung.) Die Thätigkeit der Bank ist daher auch auf die Förderung des Bergbaues zu richten. Etwaigen Zweifel nach dieser Richtung wird die Meinung des früheren Generalconsuls, jetzigen Professors Zwiedinek von Südenhorst zerstreuen, der über ein Jahrzehnt in Beirut thätig war und in seiner Schrift über Syrien und seine Bedeutungfür den Welthandel besonders bemerkt: „Die gänzliche Vernachlässigung des Bergbaues in der Türkei bis auf die neueste Zeit hat zur Folge gehabt, dass selbst solche Bergwerke, die vor Eroberung dieser Länder durch die Osmanen in blühendem Betriebe standen, in Verfall gerathen sind. Auch in Syrien blieben auf diese Weise der nationalen Gewerbsthätigkeit Hilfsmittel entzogen, welche bei . entsprechender Verwertung der Industrie des Landes zu raschem Aufschwung verhelfen könnten. Es finden sich in Syrien, bedeutende Lagerstätten von Kohler bituminösem Holz und Braunkohle. Ebenso wiederholen sich auf ganz locale Weise die stockartig vorkommenden Lagerstätten von Thoneisensteinen und Eisenockern. So finden wir also Kohle und Eisen, diese zwei Hauptfactoren modernen Gedeihens, in Syrien in ziemlich ausgedehntem Masse vertreten und ausserdem in eine für den Fabriksbetrieb höchst förderliche Nachbarschaft gebracht. Die ergiebigsten Kohlenlager sind in der Nähe des Quellgebietes des Nahr Beirut auf dem Libanon gelegen und waren zur Zeit, der egyptischen Herrschaft in Syrien unter Ibrahim Pascha im Betriebe, geriethen aber später wieder in Verfall, da der elende Zustand der Strassen den Transport der Kohlen nach den Fabriksorten zu kostspielig machte. Steinsalz ist. in den Bezirken von Palmira und Dscherud im Hauran in mächtigen Lagern vorhanden. Auch an Bau- und Werksteinen verschiedener Gattung besitzt Syrien grossen Reichthum." Die Bank hätte sodann die Aufgabe, Ackerbau und Industrie in Syrien und Palästina zu fördern. Was den mit dem Ackerbau in engem Zusammenhang stehenden Weinbau betrifft, so ergibt sich aus einer Aufstellung des deutschen Gonsuls von Tischendorf vom Jahre 1888, dass derselbe unter Annahme eines fünfjährigen