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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 145

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 145 (sequence 145)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476258--0695-3476829
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— 145 — ertraglosen Zeitraumes und einer Missernte in jedem dritten Jahre eine Rentabilität von ungefähr 25 Percent des Anlagecapitals ergeben würde. In ähnlicher Weise verhält es sich mit der Rentabilität der Oelindustrie und der Textilindustrie. Ich verweise in dieser Beziehung auf die Schrift von Dimidow: ,,Wo hinaus?" Bezüglich der Thätigkeit einer jüdischen Industriebank wurde vor Jahren von einer Hamburger Import- und Exportfirma nach dem Orient ein ausführlicher Vorschlag gemacht, dem wir Folgendes entnehmen : „Wir haben es behufs Uebersiedlung der russischen Auswanderer — es war damals die Zeit, in der die Frage auftauchte, Avas mit jenen Tausenden, welche durch die eiserne Nothwendigkeit aus Russlaud herausgedrängt wurden, geschehen soll — nach einem Theile Syriens keineswegs nöthig, die Wohlthätigkeit unserer reichen Glaubensbrücler in Anspruch zu nehmen, deren Mitwirkung ja zur Unterstützung des Golonisationszweckes von unschätzbarem Werte ist, indem wir denselben einfach die Gründung einer jüdischen Industriebank vorschlagen. Es sollte sich ein Gonsortium von jüdischen Kaufleuten, Banquiers und Industriellen bilden, welches die zur Verwirklichung dieses Projectes nothwendigen Mittel durch eine öffentliche Subscription aufbringen müsste. Nach Beendigung der Subscription wären fünf jüdische Directoren, bank- und technisch geschulte Herren nach Palästina zu entsenden mit dem Auftrage, in Haifa und Beirut (Ghaza, Jaffa, Saida, TripolL Aleppo) Geschäftshäuser zu errichten, geeignete, mit gutem Wasser versehene Ländereien zu erwerben und sodann auf diesen Lederfabriken, Getreidemühlen, Knochenmühlen, Düngerfabriken, Glashütten, emaillierte Eisenwarenfabriken, Thon-, Steingut- und Porzellanwaren - Fabriken, Maschinenöl-Fabriken, Seifenfabriken, Woll- Baumwoll- und Seidenspinnereien, Hutfabriken, Papierfabriken, Buchdruckereien, Bierbrauereien etc. zu errichten. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Es ist sogar an den Gonsum unseres guten deutschen, bayrischen Getränkes gedacht. Hiernach müsste der Verwaltungsrcith des Unternehmens, der seinen Sitz in Berlin oder London zu nehmen hätte, unter Beihilfe der freiwilligen Organisation diejenigen russischen Auswanderer für jene Fabriken als Arbeiter anwerben, welche sich zur Beschäftigung in denselben eignen. Dass die vorerwähnten Fabriken sich in Palästina ausserordentlich rentieren würden, kann ich —■ sagt mein Gewährsmann — aus eigener Erfahrung constatieren. Auch die Geschäfte, welche nieine Beiruter Firma vorzugsweise in Palästina betreibt, bestätigen meine Behauptungen zur Genüge. Ich habe Getreide von Palästina herbekommen und Mehl von Odessa hinausgeliefert — ich citiere wörtlich —■ Schafwolle herbekommen und Wollenzeuge hin ausgeliefert, Schaf-, Ziegen-, Kalbsfelle und Ochsenhäute, ferner Wallonen, Sumack und andere Gerb- 10

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