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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 142

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 142 (sequence 142)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476258--0692-3476826
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— 142 — welche dem üppigen Boden ihre Samenkörner und Pflanzungen anvertraut, der mag doch sagen, welches andere, von tausendjährigen Kriegen entvölkerte Land unserer Halbkugel er günstiger zum Wiederanbau gefunden." (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.)' „Die freilich fast aller ihrer Zierden beraubte Pflanzenwelt am Tiberias bezeugt es, dass die Ufer dieses Sees, wenn man sie nur recht benutzen wollte, ein natürliches Treibhaus zu sein vermöchten, in welchem die Gewächse Egyptens und selbst Arabiens gedeihen würden." (Schubert R. i. d. Ml.) „In Palästinas Böden sind die Bedingungen vorhanden, die reichste Vegetation zu erzeugen." (van de Velde, Reise durch Syrien und Palästina.) , „Die schönsten Weizen- und Gerstenfluren spriessen zuweilen auf steinbesäten Flächen, welche in unseren Breiten gewiss ohne Culturen sein würden." (v. Rath: Durch Italien und Griechenland nach dem hl. Land.) „Selbst in Judäa verleugnet der Boden seine Fruchtbarkeit nicht. Die röthlich-braune Erde, welche in allen Löchern und Spalten der Kalkfelsen sich sammelt und kleine, üppige Pflanzenoasen erzeugt, deutet an, wie allmählich durch menschliche Arbeit das Angesicht des Landes wieder gewandelt werden könnte . . . Angesichts dieser Fluren und Rebenpflanzungen der Templer (bei Haifa)' — gemeint sind die Ansiedlungen wiMtemberg'scher Bauern, die in den 40er Jahren nach Palästina ausgewandert sind — gewinnt man eine Vorstellung von dem schlummernden Reichthum der ganzen palästinensischen Küste, welche zum grössten Theil gänzlich ohne Gultur ist." (v. Rath: Durch Italien etc.) Ja, auch die Dünen am Strand entbehren nicht des vegetativen Lebens. „Die wirtschaftlichen Verhältnisse des Libanon, ebenso wie die Tempelcolonien, wo der Fleiss und Schweiss schwäbischer Bauern blühende Ansiedlungen geschaffen, können einen Fingerzeig bieten für die Reorganisation Palästinas, an deren Möglichkeit kein Einsichtiger zweifeln kann. Es bedarf dazu keines Klimawechsels, keines Hochwaldes, keiner Vermehrung der athmosphärischen Feuchtigkeit; es gilt vielmehr, die verschütteten und verschlammten Brunnen und Teiche zu reinigen, die Sümpfe auszutrocknen, Bewässerungsanlagen zu errichten, Terrassen zu bauen, Verkehrswege zu schaffen, tüchtige Arbeitskräfte einzuführen,* ausländisches Capital heranzuziehen, für die Sicherheit der Person und des Besitzes zu sorgen. Nur so ist Hilfe möglich, nur so wird die ewige Kraft und Schönheit der Natur, die hier durch den Wust der Barbarei verdunkelt ist, von neuem leuchten. Summa: Die natürlichen Verhältnisse Palästinas gestatten unter der Voraussetzung der thatkräftigen Beihilfe des [ Menschen eine Verjüngung, eine Wiedergeburt des Landes. Es kann wiederum wie dereinst ein Land voll Milch und Honig werden, kann wieder für die civilisierte Welt von hoher Bedeutung sein und eine ähn-

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