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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 122

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 122 (sequence 122)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476258--0672-3476806
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— 122 — In den Colonien gibt es auch häufig Concerte und ich mussi mit Freude sagen, dass in einem solchen kleinen Dorfe, wie Kischon-Lezion, ein vorzügliches Concert von Bauern dieses Dorfesvorgetragen wurde. Auch Vorträge wurden gehalten. In Rischon-Lezion ist ein Volkshaus, in welchem alles abgemacht wird; dort gibt es eine Lesehalle, und dieses Volkshaus hat auf mich einen der besten Eindrücke in Palästina gemacht. Sie haben gehört, dass es viele schlimme Eindrücke peinlicher Natur gegeben hat; aber dieses Haus war für mich das Symbol eines späteren grösseren Hauses in Palästina, in welchem nur die jüdischen Colonisten etwas zu sagen haben und ihre Angelegenheiten schlichten. Dieses Haus macht einen ungemein günstigen Eindruck. (Lebhafter Beifall.) Ich komme nun zum Schulwesen in Palästina. Es kommt hiebei darauf an, welchen Massstab man an das Schulwesen in Palästina anlegt. Wenn es sich darum handelt, die jüdischen Schulen mit den Mittelschulen irgendeines anderen Landes zu vergleichen, so unterliegt es gar keinem Zweifel, dass selbst die schlechteren Schulen in anderen Ländern den Vorzug verdienen. Allerdings haben wir das Recht zu fordern, dass die Schulen in Palästina, die doch den Haupttheil der jüdischen Bevölkerung hebräisch und culturfähig machen sollen, mustergiltig seien. Ich muss aber zu meinem Bedauern constatieren, dass sie zum allergeringsten Theile mustergiltig sind. In J e r u s a 1 e m_ ist eine ziemlich gute Schule, die Laemel-Schule, und zwei andere, von denen die eine, die Schule der Alliance für Mädchen, ziemlich schlecht und die andere auch nicht viel besser ist. Die Schule in Rischon- Lezion ist ebenfalls schlecht, in Kastinie ist die Schule erträglich, in S i c h r o n - Jak o b ist die Schule ziemlich schlecht. Die Schule in Rosch-Pina ist unter aller Kritik und selbst die Schule in Jaffa hat meinen Erwartungen nicht entsprochen. Ich muss hier einige Worte über diese Schule in Jaffa sagen. Diese Schule war vor Jahren die Hoffnung und der Stolz der Golonisationsvereine, der Idee nach mit Recht, den gegenwärtigen Verhältnissen nach aber mit Unrecht. Es wurden mir alle Gründe auseinandergesetzt, weshalb diese Schule den Erwartungen, die wir an sie stellen, thatsächlich nicht entspricht. Aber Thatsache bleibt es, dass eben im gegenwärtigen Momente diese Schule unseren Erwartungen noch nicht entspricht. Diese Schule soll ja die künftige jüdische Mittelschule bilden und es wurden mit Recht Hoffnungen laut, dass diese Schule verbessert würde, zumal in neuester Zeit ein ausgezeichneter Lehrer zu den früheren hinzugekommen ist. Meine Damen und Herren! Ich will hier nicht den Eindruck hervorrufen, dass ich etwa dieses Instftut nicht lobe. Der Idee nach lobe ich es und wünsche, dass die Zionisten dieses Institut

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