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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 77

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 77 (sequence 77)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476258--0627-3476761
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— 77 - Wir können der Freude darüber Ausdruck geben, class hochherzige Männer, dem Zuge der Zeit folgend, die Mordwerkzeuge, entsprechend der prophetischen Voraussage jüdischer Dichter und Poeten, zu Pflugscharen und Rebenmessern umschmieden wollen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen). Ich glaube, wir werden kein Gefühl verletzen, wir werden keine berechtigten Empfindungen stören und in Bewegung setzen, wenn wir, nachdem wir hier durch eine Acclamation unserer Freude über diese Thatsache Ausdruck gegeben haben, ohne weitere Debatte zur Tagesordnung übergehen. (Lebhafter, andauernder Beifall und Händeklatschen). Präs. Dr. Theodor Herzl: Die Aufnahme, welche die Worte des Herrn Di". Bodenheim er gefunden haben, bestätigt die ursprüngliche Ansicht des Präsidiums, dass die Ankündigung einer Thatsache, die allerdings jetzt noch in unbestimmter Form vorliegt und welche dahin zielt, dass Hass und Feindschaft zwischen den Völkern ein Ende haben soll, bei einem Congresse von Zionisten nur die grösste Genugthuung hervorrufen kann. Ich glaube, darüber noch abstimmen zu lassen, wäre überflüssig. Die Versammlung hat durch die verdiente Acclamation, die sie Herrn Dr. Bodenheim er hat zutheil werden lassen, ausgedrückt, welche Gefühle sie angesichts der Thatsache beseelen. Es wird dies im Protokoll zum Vorschein kommen und ich glaube, das genügt. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen). Sollte jemand eine andere Anschauung haben als die, welche ich jetzt ausgedrückt habe, so werde ich ihm das Wort geben. (Niemand meldet sich). Es ist nicht der Fall. (Lebhafter, andauernder Beifall und Händeklatschen). Wir gehen jetzt zur Tagesordnung über. Das Wort hat Herr Professor Dr. Man delstamm. Prof. Dr. Mandelstamm (mit lebhaftem Beifall und Händeklatschen begrüsst): Hochgeehrte Versammlung! Im April laufenden Jahres wurde ich von den Delegierten der Vorconferenz, die in Wien tagte, mit dem ehrenvollen Auftrag betraut, eine Enquete über die verschiedenen Strömungen innerhalb des Zionistenlagers und des Lagers der Chowewe-Zion- Vereine, der ,.Zionsfreunde" anzustellen, aus den divergierenden Anschauungen das Facit zu ziehen und, wenn möglich, in allgemeinen Umrissen den Weg anzudeuten, auf dem wir gemeinschaftlich vorgehen könnten, damit wir dem grossen Ziele, das wir uns gesteckt, näher kommen. Es sind bei mir 7 Referate sowohl von Zionisten als auch von Zionsfreunden eingelaufen, eines aus Frankreich, 2 aus Deutschland, 2 aus Oesterreich und 2 aus Kussland. Ich habe mich nach bestem Wissen und Gewissen bemüht, die verschiedenen Sichtungen zu prüfen, womöglich principielle Unterschiede zu erspähen und muss zu meiner grossen Genugthuung erklären, class ich im Zionisten]ager seihst keine irgendwie nennenswerten Meinungsdifferenzen warnehmen konnte, so dass mir dadurch meine Arbeit bedeutend erleichtert wurde und ich, bevor ich der hochverehrten Versammlung unser Programm vorlege, mich nur mit den uns absolut feindlich gesinnten Eichtungen werde auseinanderzusetzen

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