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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 75

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 75 (sequence 75)
Language
German, English, Hebrew
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— (O — Del. Aschkenasi-Delines: Ich h ab e gesagt, n uv mit Lieb e kau n m an F ortschritte machen. Dieses Telegramm enthält ein Wort der Liebe .... Vors. Dr. Herzl: Meine Herren! Ich habe nicht das Recht in die Discussion einzugreifen, aber es scheint mir unverständlich, dass von einer Seite, in der man, wie ich glaube, für ethische Bewegungen und für fortschrittliche Thaten sehr eingenommen ist, Widerspruch erhebt gegen die Quittierung einer der merkwürdigsten Thaten, — gewiss eine sehr ethische That, die jetzt erfolgt ist. (Beifall und Händeklatschen.) Ich wusste vorher, was Herr Aschkenasi sagen wollte. Er war so freundlich mir vorher seinen Antrag mitzutheilen und ich konnte keinen Augenblick zweifeln, dass er einstimmig angenommen würde. Ich mache die Herren, die hier Opposition machen wollen, auf etwas aufmerksam. Es ist ein Augenblick, in welchem Sie dem Congress sehr schaden können, wenn Sie in irgend einer Weise in, die Debatte eingreifen wollen, die viel verletzender wäre, als die Sympathiekundgebung, die wir fassen wollen, irgend einen Wert hätte. (Lebhafte Zustimmung.) Ich werde Herrn Dr. Norclau zunächst das Wort ertheilen zur Uebersetzung der Worte des S. Aschkenasi, damit alle Leute wissen, wogegen in solcher Weise protestiert worden ist. (Lebhafter Beifall). Dr. Nordau : G e e h r t e V e r s a m m 1 u n g: Wir befinden uns jetzt in einem Momente der höchsten Politik und ich habe eine so tiefe Empfindung meiner Verantwortlichkeit, dass ich mich enthalte, auch nur ein Wort, sei es der Erläuterung, sei es der Empfehlung, geschweige denn der Bekämpfung dem hinzuzufügen, was ich als einfacher Lebersetzer Ihnen zu sagen haben werde; denn ich traue mir nicht die genügende Ruhe und Geistesgegenwart zu. in diesem Augenblicke aus dem Stegreife über Dinge zu sprechen, die mit der ailergrössten Sorgfalt in der heikelsten Weise behandelt werden sollen und in denen man durch ungestüme, unzeitgemässe Bewegungen einer öffentlichen Verhandlung das grösste, nie wieder gutzumachende Unheil, anrichten kann. (Beifall und Händeklatschen). Nachdem ich denjenigen Herren, die vielleicht noch nicht ganz klar sein sollten übe?* die Tragweite einer jeden ihrer Bewegungen, eines jeden ihrer Schritte, einen Fingerzeig gegeben zu haben glaube, gehe ich zur einfachen Uebersetzung des Antrages über : Herr D e 1 i n e s hat in kurzen, durchaus würdigen Worten —- das ist meine persönliche Anschauung — auf die weltgeschichtliche Bedeutung der hochherzigen Initiative des russischen Czaren aufmerksam gemacht . . . . (Beifall einerseits, Widerspruch anderseits). Vorsitzender: (das Glockenzeichen gebend): Sollte irgend jemand eine unpassende Kundgebung machen, so bitte ich die Ordner einzuschreiten. Dr. Nordau (forfahrend): .... der an der Schwelle des neuen Jahrhunderts eine neue Phase der europäischen Diplomatie und Geschichte einleitet, indem er die Anregung zum Zusammentritte einer europäischen Conferenz gibt, auf der die Abrüstungsfrage und die dauernde Sicherung des Friedens der gesitteten Menschheit berathen werden soll. Anknüpfend an diese überaus wichtige Nachricht, die in amtlicher Form aus Petersburg eintrifft, stellt Herr Delines — entschuldigen Sie, wenn ich nicht genau übersetze — folgenden Antrag: „Nachdem wir die Verlesung des St. Petersburger Telegramm es angehört haben, welches die Veröffentlichung einer Zuschrift des Ministers des Auswärtigen an die in Petersburg beglaubigten Vertreter aller fremden Mächte enthält, die zu einer Conferenz einberufen werden, auf der über die Mittel zur Herstellung des dauernden allgemeinen Weltfriedens berathen werden soll, beschliessen die am IL Congresse

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