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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 68

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 68 (sequence 68)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 68 — schiedensten LandessteHen gemacht worden ist. Das ist selbstverständlich. Es läuft in der Centrale das Ergebnis dessen zusammen, was auf die Anregungen und beständigen Conferenzen des Centralcomites hin geschieht. Die verschiedenen Herren haben also alle Details gewünscht. Wir waren im Actionscomite der Ansicht, dass es nicht opportun wäre, die Details der Gebarung zu veröffentlichen, mit Ausnahme des Herrn Dr. Kokesch, der als öffentlich genannter Vertrauensmann für die Geldgebarung das natürliche Bedürfnis empfand, eine De Charge zu erhalten, umsomehr, als bedauerlicherweise an diesen Mann, der mit ganz besonderer Hingebung, die nur wir kennen und schätzen können, weil wir ihn fortwährend thätig sahen, manchmal eine Kritik anzulegen versucht wurde, die hoffentlich Ihre Zustimmung nie haben kann. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Er muss sich damit begnügen, dass die anderen Mitglieder des Actionscomites gleich ihm solidarisch haftbar sind und sich mit ihm vollkommen decken, dass sie seine Gebarung, Bücher und Ausweise, die, wie sie von der Finanzeommission gehört haben, ordnungsmässig geführt worden sind, dem Finanzausschusse unterbreitet haben, diesem eine volle Einsicht gewährt haben. Es ist aber auch die einstimmige Ansicht des Finanzausschusses, dass es nicht opportun wäre, die Details der Gebarung zu veröffentlichen und das ist auch die Ansicht des Actionscomites mit Ausnahme des Herrn Dr. Kokesch, dem wir gestattet haben, seinen Separat-Standpunkt aus dem Grunde seiner persönlichen Ehre vor dem Congresse zu vertreten, mit dem wir aber nicht einverstanden sind. Und wir bitten Sie auch, die Aeusserung und Ansicht des Finanzausschusses zu der Ihrigen zu machen, auf weitere Details zu verzichten und sich., mit dem Ergebnis zu begnügen, dass wir, was sich vielleicht nicht von allen Verwaltungen grosser Bewegungen sagen lässt, nach Deckung der Ausgabe für diese nicht geringe Bewegung noch einen Ueberschuss von 61.000 Francs erzielt haben. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Nun komme ich zu Herrn Bernstein-Kohan, den ich anfänglich missverstanden habe, der aber zum Schlüsse so freundlich war, sich mit unserer Thätigkeit zufrieden zu erklären, dem ich also nicht widersprechen kann. (Heiterkeit.) Nur in einem Punkte muss ich widersprechen. Er hat eine Anspielung gemacht, die ich fürchte nicht richtigverstanden zu haben. Er sagte nämlich, dass, wenn wir mit einem Theile unserer Zeit — denn wir haben ja alle ein bürgerliches Metier, das einen grossen Theil unserer Zeit in Anspruch nimmt — wenn wir also mit einem Theile unserer Zeit Dinge geleistet haben, die seine Zufriedenheit erregt haben, es wohl besser wäre, wenn wir unsere ganze Zeit der Bewegung widmen würden, und er beabsichtigt — es ist mir dies übrigens auch schon von anderer Seite mitgetheilt worden — uns irgend eine Entschädigung für unsere Thätigkeit zu geben. Meine Herren! Ich brauche wohl nicht zu sagen, dass wir darauf absolut nicht eingehen können. Wie gerne wir für die gemeinschaftliche Sache arbeiten, das mit einer Phrase zu sagen, wäre wirklich überflüssig. Sie bezahlen uns reichlich mit Ehre, abgesehen von der Zufriedenheit, die wir ja empfinden, wenn wir das sagen dürfen, was wir denken. Da wir aber als bezahlte, als mit Ehre bezahlte, selbstverständlich in eine Herabminderung unseres Honorars nicht willigen können, (Stürmische Heiterkeit) bitte ich nicht eine Secunde daran zu glauben, dass wir jemals in eine Reduction unseres Gehaltes willigen könnten. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Vicepräs. Dr. Gaster: Zu einer thatsächlichen Berichtigung hat Herr Dr. Landau das Wort.

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