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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 66

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 66 (sequence 66)
Language
German, English, Hebrew
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- 66 — habe und dass meines Erachtens der Sinn desselben der war, dass es Aufgabe des Actionscomites wäre, im Laufe dieser Zeit sich über die Verhältnisse zu orientieren und festzustellen, auf welche Blätter die Partei rechnen kann. d. h. welche Blätter als Parteiblätter zu betrachten sind und welche nicht, d. h.? für welche Blätter, auch wenn sie zionistisch sind, die Partei keine Verantwortung übernehmen kann. Ich erlaube mir das deshalb zu erwähnen, weil viele Fälle vorgekommen sind, dass einzelne Parteigenossen sich gezwungen gesehen haben zu erklären, dass sie für das. was in einzelnen als zionistisch geltenden Blättern gestanden ist, keine Verantwortung übernehmen können. Ich glaubte schon voriges Jahr eine Klärung diesbezüglich herbeigeführt zu haben und habe mir heute erlaubt, mit meiner Anfrage nur festzustellen, dass wir darüber gar keine Auskunft erhalten haben, ob das geschehen ist und warum das nicht geschehen ist. Dr. HerzS: Die Antwort darauf ist sehr einfach. Das Actionscomite hat selbstverständlich nicht die Verantwortung zu übernehmen für die Blätter, die von irgendwelchen dem Actionscomite ferne oder vielleicht sogar feindselig gegenüberstehenden Angehörigen der Bewegung herausgegeben werden. Ich weiss nicht, ob alle eine so ausgebreitete Leetüre iDflegen, wie wir es zu thun gezwungen sind. Sie wüssten dann vielleicht, dass sehr viel Nachsicht geübt worden ist, wenn man auf die wiederholt ange-~ botene Polemik und auf die manchmal unter nicht ganz legalen Umständen angebotene Polemik von Blättern, die eine mehr oder weniger zionistische Färbung haben, nicht eingegangen ist. Das Actionscomite hat ein Organ zu seiner Verfügung, welches die öffentlichen Gelder nichts kostet und gleichwohl die Verlautbarungen des Actionscomites der Oeffentlichkeit übergibt. Die Blätter jedoch, welche dem Actionscomite Opposition machen und den Zionismus bekämpfen, den Zionisten zu empfehlen und zu Parteiblättern zu machen, wäre eine Milde und Duldsamkeit, zu der wir uns bisher nicht haben aufraffen können. Im Uebrigen kann ich dem Herrn Interpellanten sagen, dass für die nächste Zeit die Herausgabe eines Jargonblattes geplant ist, das ebenfalls die öffentlichen Gelder nicht belasten wird und welches unter Bedingungen, die für die Bewegung vortheilhaft sind, dem Actionscomite zur Verfügung gestellt wird. Weiteres werden Sie rechtzeitig erfahren. Was die Anfrage über die statistische Commission betrifft, so kann ich Herrn Dr. Landau nur antworten, dass er einer der Antragsteller im vorigen Jahre war und dass er auf die Aufforderung des Actionscomites, die Arbeiten zu beginnen, sich zurückgezogen hat. (Dr. Landau: Aus persönlichen Rücksichten!) Es gehört also jedenfalls zu den heitersten Interpellationen, wenn man das Actionscomite für etwas verantwortlich machen will, was zu vereiteln man sich selbst die grösste Mühe gegeben hat. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) üebrigens existiert die statistische Commission und hat ihre Arbeiten schon vor geraumer Zeit begonnen. Was Herrn Bambus betrifft, so hat er drei besonders hervorragende Fragen gestellt, die ich beantworten will. Zuerst die Frage, was wir in Angelegenheiten der galizischen Excesse in Oesterreich gethan haben. Es ist das Princip. welches ich auf dem I. und II. Congresse vorausgeschickt habe, dass wir uns hier um die inneren Angelegenheiten der einzelnen Länder nicht zu kümmern haben und dass ich glaube, dass unsere Berathungen nur dann weiterhin ungestört und geachtet fortgesetzt werden können, wenn wir an diesem Principe unverbrüchlich festhalten. (Lebhafte Zustimmung.)

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