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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 60

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 60 (sequence 60)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 60 — gekommen -sind, erwartet haben, im Rechenschafjjsberichte eine genaue Angabe der Summen zu finden, welche für die einzelnen Functionen des Actionscomites nothwendig waren. Er wundert sich daher, dass in dem Berichte der Finanzcommission nur der Rest der Summen, welcher geblieben ist, angeführt erscheint. Es sei wichtig für die Delegierten, zu wissen, wie viel Geld da war und wie viel ausgegeben wurde. Wir glauben, dass das Actionscomite mit voller Kraft gearbeitet hat. Wir zweifeln daran nicht. Aber die Zahlen können nur die Verhältnisse der verschiedenen Functionen darstellen. Er sagt weiter: Wenn sich die Verhältnisse als gering herausstellen, dürfen wir uns nicht schämen. Eigentlich arbeitet man an der Sache die letzten zwei Monate. Das Volk ist immer auf Seite des Actionscomites. Wenn das Geld wenig ist, wird es tausendmal mehr bringen. Aber die Wahrheit muss man den Massen verkünden. Del. Herbst: Verehrte Congressmitglieder! Was uns ei gen entlich hier am meisten interessieren sollte, wäre zu wissen, welche Resultate wir mit unserer neucreierten Institution, die doch so wichtig für uns ist, mit dem Schekel, erzielt haben. Ich glaube, eine Statistik mit dem Schekel wäre es, die uns eigentlich interessieren sollte und nicht die kleinlichen Verhältnisse der Ausgaben. Wir wollen vor allem wissen, wie weit die Agitation in den verschiedenen Ländern gieng. Wir wissen umso weniger, wie viel Juden wir im Lande haben, wir wollen aber wissen, wie viel Juden gleich im ersten Jahre dieser nationalen Institution beigetreten sind. Das ist das Wichtigste. Ich stelle daher den Antrag, man möge uns eine genaue Statistik des Schekels geben. Del. Dr. Wiiinski: Ich möchte nur den Herrn Vorsitzenden darauf aufmerksam, machen, dass auf der Gallerie Kundgebungen stattfinden, die durchaus unwünschenswert erscheinen und ich bitte, dies der Gallerie zu verbieten. Vors. Dr. Gaster: Meine Damen und Herren! Da ich an Kundgebungen der öffentlichen Meinung in England gewohnt bin und wir dort allen grosse Freiheit gewähren, habe ich denselben Massstab auch an diese Versammlung gelegt. (Lebhafter Beifall seitens der Delegierten und auf der Gallerie.) Und ich muss eingestehen, dass ich noch nichts unwürdiges in den Bemerkungen und Ausrufen, die wir bisher von der Gallerie gehört haben, gefunden habe. Sollte gegen das Erwarten etwas derartiges vorkommen, so sind Sie versichert, dass ich meiner Pflicht vollkommen nachkommen werde. Aber ich glaube, es wird absolut nicht nothwendig sein. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen seitens der Delegierten und auf der Gallerie.) Del. S. Tolkowsky: Meine geehrten Anwesenden! Herr Doctor Schiiirer erklärte uns in seinem Referate, dass bis jetzt so und so viele zionistische Vereine existieren, so viele neue, so viele alte. Was bezweckten die alten Vereine, die Chowewe Zion? Einfach die Colonisation in Palästina, Nun kam im vorigen Jahre der Baseler Congress und stellte ein Programm auf. Nach diesem Programme haben sich diese neuen Vereine gebildet, selbstverständlich auf Basis dieses Programmes. In diesem Programme ist der Hauptpunkt, die Zionisten bezwecken eine öffentlich-rechtlich gesicherte Heimatsstätte der Juden. Nun, wenn sich circa 800 Vereine auf diesem Programme gebildet haben, möchten die Leute doch wissen, wie eigentlich der Congress das herbeizuführen gedenkt, welche Mittel er zu ergreifen gedenkt. An mich sind schon aus verschiedenen Gegenden Anfragen darüber gekommen, aus Holland z. B., wo der Zionismus noch nicht •repräsentiert ist. Die holländischen Juden möchten sich gerne anschliessen. Sie haben das Programm gelesen und wissen nicht, was das

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