Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 54 (sequence 54)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 54 — jetzt geschlossen wird und sich lediglich die Commissionen constituieren und die Tagesordnung morgen fortgesezt wird. (Widerspruch.) Vors. Dr. Herzl: Ich werde diesen Antrag zur Abstimmung bringen. Diejenigen, welche dafür sind, heute keine öffentliche Sitzungmehr abzuhalten, bitte ich, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause): Ist a b g el ehn t. Wir werden also jetzt in die Commissionen gehen. Vorher will ich Ihnen, einige Mittheilungen machen. Es ist ein Antrag von Herrn Davis Trietsch eingebracht worden. Derselbe lautet: Am heutigen Tage haben sich die beiden zionistischen Gruppen in New-York zu einer gemeinsamen Partei vereinigt. Im Zeichen des Congresses haben sie Frieden geschlossen, um mit vereinten Kräften ans Werk zu gehen. Ich beantrage, das Meeting, das um diese Stundein New-York tagt, telegraphisch zu begrüssen. Wenn dagegen keine Einwendung erhoben wird, werden wir die Depesche absenden lassen. Ferner machen Frau Professor Gottheil und Frau Professor Schapira bekannt, dass morgen früh 8 Uhr im Hotel des trois rois eine Versammlung aller Damen stattfindet, welche zum Comite gehören. Ferner ist eine Einladung eingelangt zu einem am Montag stattfindenden Commers des Vereines „Jung-Zion". Ich schliesse die Nachmittagssitzung. Fortsetzung um 8 Uhr abends. (Die Sitzung wird um 6 Uhr 30 Minuten geschlossen.) Abendsitzung Beginn der Sitzung- 8 Uhr 45 Minuten Vorsitzender: Vicepräsident: Dr. Gaster. Vorsitzender: Jeder der Herren Redner wird ersucht, von der Tribüne aus zu reden. Ich ertheile das Wort dem Referenten des Finanzausschusses, Herrn Moses. Del. Moses : Der Finanzausschuss des Congresses hat die Bücher und finanziellen Ausweise des Actionscomit.es sorgfältig geprüft und sich davon überzeugt, dass die finanzielle Gebarungeine' vollkommen tadellose und musterhafte und die Buchführungeine exacte und überaus übersichtliche war. Es wurden bei umsichtiger Wirtschaft mit den Schekelgeldern nicht allein die Verwaltungskosten des abgelaufenen Jahres gedeckt, sondern auch noch ein activer Ueberschuss von 61.251-89 Frcs. erzielt. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Wenn man bedenkt, welche Kosten die Lebendig-Erhaltung einer solch colossalen über alle Welttheile verbreiteten Bewegung naturgemäss verursacht, so ist die Gebarung, die ein solches Ergebnis zutage fördern konnte,