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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 55

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 55 (sequence 55)
Language
German, English, Hebrew
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unter allen Umständen als eine befriedigende anzuerkennen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Der Finanzausschuss stellt daher einstimmig den Antrag, dem Actionscomite das Absolutorium zu ertheilen und insbesondere dem Herrn Dr. Kokesch für die hingebungsvolle Mühewaltung und dem Herrn Reich, Leiter des Secretariats, für die ausgezeichnete Bewältigung des Materials den Dank auszusprechen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Vicepräsident Dr. Gaster: Das Wort hat Herr Ettinger. Del. Ettinger: (spricht russisch.) Di\ Kohan-Bernstein (übersetzend) : Herr Ettinger stellt die Frage, was Herr Dr. Schnirer unter „sichere Garantie versteht." Vicepräsident Dr. Gaster : Wenn ich die Frage recht verstehe, so gehört sie zu Punkt „Colonisation." Sie wird daher erst bei diesem Punkte der Tagesordnung zur Erledigung kommen. Zur Geschäftsordnung hat Herr Dr. Heinrich L o e w e das Wort. Del. Dr. Loewe : Ich möchte anfragen, warum beim Rechenschaftsberichte des Herrn Moses, der mich ausserordentlich erfreut hat, nur angegeben wurde, dass sich ein Ueberschuss von 61.251.89 Frcs. ergibt, aber nicht angegeben wurde, welche Einnahmen und Ausgaben gemacht wurden und wieviel an Schekelgelclern eingegangen ist. Es ist das sehr wichtig zu erfahren, weil daraus zu ersehen ist, was geschehen ist. Wenn wir wissen, was eingegangen ist und was ausgegeben wurde, können wir uns ein treffendes Bild machen von der Thätigkeit des Actionscomites. Ich würde daher bitten, dass uns darüber, soweit als möglich, ohne Sachen zu berühren, die vielleicht nicht der öffentlichen Erörterung zugänglich sind, nähere Angaben gemacht werden. (Beifall.) Del. Rapaport: Es lohnt sich mir wahrhaftig nicht der Mühe, auf die Tribüne zu steigen, denn ich habe nicht die Absicht, eine Rede zu halten. Das furchtbare Wort „Schluss", welches oft ertönt, bevor man noch Zeit hat, eine Frage zu steilen, hat mich so eingeschüchtert, dass ich mir blos eine Bemerkung gegenüber dem Referate des Herrn Dr. Schnirer und dann eine Frage erlauben möchte. Herr Dr. Schnirer hat gesagt, class es in Paris und Frankreich 3 Gruppen gibt, sämmtlich neu. Soviel ich weiss, sind wir hier mehrere Repräsentanten von Gruppen aus Fran kreich. Mein Freund Paperin repräsentiert die Studenten, ich selbst und Schornstein andere Gruppen. Wir sind sämmtlich Sehekelzahler, aber wir sind Zionisten seit 10 oder 15 Jahren. Der Zionismus ist uns durch alle Poren geflossen. Seit vorigem Jahre haben wir uns dem Baseler Congress angeschlossen. Ich glaube nicht, class ich dadurch jemand etwas vorwerfe; ich glaube es ist ein ebenso grosser Vorzugs wenn alte Zionisten hinzutreten, als wenn neue hinzukommen. Die Frage, die ich stellen möchte, ist dieselbe, wie die von Herrn Ettinger, sie betrifft die „sichere Garantie". Ich glaube dem Wunsche mehrerer Gesinnungsgenossen, namentlich der russischen, zu entsprechen, wenn ich um Aufklärung darüber bitte. Ich spreche meine Meinung über die sichere Garantie nicht aus, ich möchte wissen, was Sie darunter verstehen. Es ist das sehr wichtig und ich glaube das Recht zu haben, eine Erklärung zu verlangen. (Beifall.) DeL Dr. Menczel : Sehr geehrte Damen und Herren! Ich habe aufrichtig gesagt, ein höheres Niveau der Debatte nach dem Rechenschaftsberichte erwartet. Die ganze Fragestellung bezieht sich auf einige kleine Punkte, während ich erwartet habe, class nach einem solchen Rechenschaftsberichte der eine oder der andere Gelegenheit genommen hätte, wie nach einer Regierungserklärung sein Programm zu entwickeln. (Allgemeine Zustimmung.) Das ist aber nicht geschehen. Es

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