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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1897-08-31 · Heft 21 (31.8.1897) · p. Seite 5

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
17 (1897)
Issue
Heft 21 (31.8.1897)
Date
1897-08-31
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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2lr. 21. Desterrelchisch-ungarische Lantoren-Ieitnng. Seite 9. 'Wer ׳ Mg7i!^ 715: D^Äwmion ׳ entspraP Jener von der ' WMsiyw erwähnte/Mnn^Hzog sich '/gewiss, eigentlich, auf den -E WAM;Eage des-Meudenfeftes fallenden. Sabbat, was , ja! leicht verständlich ׳ ist, :.weil die Feiere außerhalb des Tempels verlief/ wo das Festverbot allerdings. Geltung hatte. Es ist "aber/ fraglich, ob auch in der Anfangszeit der Einführung der Eleusinen der^Sabbathruhe Aufmerksamkeit׳ , geschenkt wurde. . Es7 ist ׳sehr/, .MtzrWejyllH.-/dM7/damals(7auch7 am.zwischen- ׳einfallenden,- Sabbath.-die Feier begangen. wurde und erst spätere/MördünngeN geboten em Sühbath Ruhe^ -: schaftlich aus der damaligen Sprachlogik*) schöpfen, noch viel Eigenthümliches. Als bekannt wird z. B. vorausgesetzt,; dass alle Namen dreierlei seien, entweder מפורשים Gattungsnamen oter נרדפים, sinnverwandte mit anderen, und. משותפים mehrdeutige. Dieser letzteren sind acht Arten: 1) ^נםודי השתו vollständig verschiedensinnig, wie מוסכמים (2;גד gemeinschaftlich für alle Unterarten, sowie für den Begriff und das Individuum - zugleich; 3) 07PV1VV. zweifelhafte/ die den Gegenstand und auch . das ihm Aehnliche bezeichnen; 4) מושאלים entlehnte oder figürlich übertragene, z. B. ,אדיר für ,5;יהמך) Namen für ein Genus (Schluss folgt.) /' 7!// Me Karaim :// .: 7V5rji:» von M, S t e.i.n, Rabbiner, inSobicslau. \:7. : ־; (Fortsetzung-) - .. •; ' ::::־/־ GMz nach^Urt dev KelaM-Lehrweise; dringen sie ein in ßesi ersten' Sinn eines Wortes oder mindestens, fassen sie den herrschenden 'chtf,/ suchen dann7 die übrigen Bedeutungen, die /zufälligen . sowohl - als - auch die ersten abgeleiteten, auch die sttzürlffhen/' - Md - .unterscheiden.׳ sich von den sinnverwandten, um ׳föi7die''?Erl8uferimg--eines Ausdruckes mit aller Schärfe zu. gewinnen. ׳Sie bieten, besonders die späteren, mit fremder: Dissenschäft Vertrauteren Lehrer, ihre ganze durch diese geübte: Denkkraft aus, um alle vorkommenden Unterschiede unten bestimmte Namen zu bringen um so durch Kunstausdrücke sich 'leichter, zurecht zu finden. Beispiele hierzukönnen wir nur aus׳ späteren Werken geben, da die ältesten bis auf sehr geringe Bruchstücke nicht mehr vorhanden sind; aber sie dienen doch : dazu, die Lehrweise zu verdeutlichen, die in allen Schriften der Karaim, sofern sie nicht, wie Salamons b. Jerucham und Jehudä Hadassis Werke, eine künstliche Form annehmen, sich gleich bleibt, versteht sich, jedes in seiner Art, nachdem es Gesetze behandelt oder die Schrift erklärt, oder die Sprache zergliedert. Nehmen wir Arons II. Gesetzbuch, welches sehr häufig ältere Erklärungen anzieht und obgleich viel neues darbietend, jedenfalls die Lehrweise der Alten fortsetzt. So untersucht er genau denBegriff. des Wortes אביב, ohne zu unterscheiden, ob von gleichem,Stamm mit אב oder mit אבי in 5 Hinsichten.*) 1) Gilt es von der.Gerste.vor der. völligen Reife, dies ist das מהות, das Was; 2) da hierbei drei Stufen des Wachschums sich zeigen, so ist die. mittlere gemeint, das Wie; 3) da nicht alle - Aehren - gleichzeitig diesen Grad erreichen, so ist gemeint die Reife Zeines ziemlichen Feldstückes, das Wie viel; 4) was die Zeit betrifft, so muß das אביב schon vor dem ersten des Monates sich zeigen, damit der Monat angesetzt werde; 5) in Hinsicht des Ortes ist der Süden des Landes Juda maßgebend,, und jede andere Gegend richtet sich darnach annähernd. Alles dies wird durch Anziehung treffender Belege erklärt. Beim Sabbath-Gesetz wird - genau untersucht, was מעשה .fei, ׳üiibi was עבודה und מלאכה. Die Meinungen der Aelteren gehest auseinander. Aron erklärt das erste für das genus, die beiden . anderen für die sxsoiys,'..nämlich עבורה nothige, מלאכה willkürliche Arbeit;. , darnach erklären sich die vier verschiedenen Vorschriften.: 2. BZ M. 20.9, 23.12, 31.15, 34/21. Wh ׳ werden auch ' bei der Lehrd von dem Eide die Begriffe -שוא ב?ב ,שקר genau unterschieden. 7! 7 7' Mber die Art. W Benennungen im Hebräischen habest s-die -Mraim,- außerdem^ -was/ sie,mit, den Rabbinen gemein- und zugleich Eigenname oder besonderer Name eines Individuums, -MSI בלל, z. B. מועתקים (6 .חציר ב-ובב entleM als Elende Figur/ (daher verschieden von 7z- B. dps A' Herbergende, daher die Schwäche;?) יחסי . Familienname, wie 8;קרחי) abgeleitete, wie הבם von הבמה- ' Man sieht, dass die Logik der Sprache bei den 'Karaim, .selbst nachdem sie die großen Grammatiker des XI. und XU. Jahrhunderts kennen gelernt hatten — denn diese Darstellung ist vom Jahre 1394 — noch gänzlich rü der Kindheit war. Aehnlich ist die Darstellung den neun ה,קש Schluss und Vergleichung, welche Sakmv / aufgestellt hak. zux - Beürtheiluug der verbotenen Verwandtschaftsgrade: 1) ^הקש ד»^ר Schluss aus gleichem Verwandtschastsverhältnis; 2)ה״קל 1חםר Schluss aus Geringerem zum Größerem; 3) ה'מעלה בתיבה aus hinzugefügtem Grunde; 4) ה' מעלה מוצאה aus nicht ausgedrückten, aber leicht erkennbarem Grunde; 5).הבתדב aus dem klaren Worte der Schrift; 6) בורע מרת השליח ע' הי aus dem allgemein angenommenen Gesetz des Gesandten (es ist zu beachten, dass die Karaim den moslemischen Ausdruck Rasnl auf Mose mit שליח anwenden); 7) הגברה Erweiterung des im Text ausgedrückten Begriffes; 8) מבח.הדבור aus dem Sprachgebrauche; 9) מתוודעת aus dem gesunden Verstände. Alles durcheinander gewürfelt ohne klare Einheit. Noch bemerkenswerther ist Hadassis Darstellung der exegetischen Hilfsmittel (1148) nach seinen Vorgängern den בעלי הלשון, den Grammatikern z. B. (Sahl b. Mazliaeli aus dem X. Jahrhundert, auch die rabbinischen und den חכמי הדעת den Forschern (Philosophen) manches selbst ergänzend), 60 Elemente der Sprache sollen erkannt werden, nämlich; Vokalisation, Wortform und Stamm. Lesemütter, verschwiegene und ausgesprochene Buchstaben, Vertretungen, Formlaute aller Art, Verdoppelungen, unregelmäßig gebildete Wörter, Declination und Conjugation. Daneben verschiedene Accentuation, deren er 12 Haupt- und 0 Nebenaccente nennt, wozu noch 8 von anderen bedingte kommen, welche alle nur Lesezeichen seien. Dann rechnet er 80 exegetische Regeln auf, die zum Theil auch von den Rabbinen angenommen sind, aber .hier sehr ausgedehnt erscheinen, und zwar mit treffenden Belegen. (Forts, folgt.) Kleine Chronik. - Wien. Am 22. August Abenhs ist irr Vöslan der Rabbiner in Ottakring und Religionslehrer der israelitischen Cultusgemeinde in Wien, Dr. Moriz Deutsch gestorben. Der Berblichene/ welcher in den Bezirken Hernals und Ottakring durch ein Deceunium gewirkt hat, war vordem in der Gemeinde Mährisch-Weißkirchen durch zwanzig Jahre thätig. Der Heim- ׳ gegangene .war ein Mann von -großem theologischen Wissenhedeutender rednerischer Begabung und allgemein anerkannter humaner, menschenfreundlicher Gesinnung. Mittwoch- Vormittags fand unter zahlreicher Betheiligungdas imposante Leichenbe- •איכות-:,מהות7׳^סוםז,זמן במוו71■0 <;:״ י׳ ־.«;■'ליי.;: I', . . 58et ^rpn 208 7 . :על ד^הב^ההניון ל,

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