Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 17 (1897)
- Issue
- Heft 21 (31.8.1897)
- Date
- 1897-08-31
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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dst. 21 Oesterreichifch-unAarische ^antyren-H^itung ויי Leite 3. HstlchM.Ersch.eMngM--.dex Fxejzügjgkest. gegenüber kann in. chM- Voxredx des - v.orsieggndeir HerMens pMürgt ,w.ird,.,..d.i.e in seiner Familie sei stund^nstb arer Zeit mündlich - v,.e re r b t;e:11-, 08 e s ä.NLe .nwh R e cU a.t i ס e, niit gutem -HMÄM und mit lantexer Mstcht als a l ti.s^r a.eli.t i.fchf e, liturgische.H;e sänge der OeffMlichkei.t übergibt, gewiss Wllrhen diese Ges-yge von den Ahnen ,des, Herrn Effenstght geMjtz'elt..;)..ällestlwys> ber.eDM.:'ih^ Vst,,beiden, zweistimmigen, vollständig modernen, Mast, X und Nx. 4 in. B.-dM Uiiö E־dpr M gltsyn ago ggle. G.e.sänge Mnzustellen? Bei. welcher DetegWhM sangen ,die A^W.ches:• Herrn Pise.nstadt diese ^Mast:10/UnMesänge? ül(s ist, es:-nickst: erinnerlich^ staK. in. der asten Synagoge. -je' ein..Mast tyM1...g,esung,e.n wurste, Pen gleichen Atterthumszweifel müssen wir bezüglich , der verschiedenen Beobo dodi Nr. 8—27. hegen: •;Sftt; ein Lgclio. dodi ein altjüdischer. Pesang? Hohl steht am. Kopse,, von,Nr...21 ,st^asto äo'äi lesürab",. allein vergebens suchen - wir selbst nach , dem allbekanirten Melodiefragmentchen für Le'ürab. Dafür finden wir in N.r. 25 die. ^?Mosto. 5tz3.M-Melod.ie verkrüppelt, weil man dieselbe gewaltsam dem nngewohnten. Texte, aufdrängen itub dem darauffolgenden Lecho dp.di anp affen musste. Dasselbe 'gist von Nr. 27.. . . . . . lind.nun. sind wir glüchlich bei derjenigen Stelle angelangt, die in der alten. Syuagoge die Glanznummer der Ahendgefänge bildete, bei Mismor sobir. lejoni basobabbos. Wir von Pike auf gediente Cantoren wissen ja, was der Chastn der alten Synagoge ans dieser Nummer und. aus dem: darauffolgenden Adonoj.-inoloch zu machen, verstand,, und wenn die Ahnen des Herrn Eisenstadt wirklich bedeutende, polnische Chasanim waren, so muß er es in seiner Jugend noch gehört haben, dass dieselben das ganze. Schwergewicht, ihrer. Knustfertigkeit ans diese?stummer legten.. Doch was, bietet, uns Herr Eisenstadt als angepriesenes Vermächtnis seiner berühmten Ahnen? Einen zweistimmigen modernen. TowFhodos (Nr. 28) und ein modernes Recitativ, Mab godlu, in C-moll. Wir betonen ״Mäh godlu. maasecbo“ in O-moll! Zudem schwirren und fliegen die Töne ad libitum Mur so herum, werden jeden Moment durch Erhöhungszeichen:zwecklos alteriert, der ideale Text wird durch ungerechtfertigte Figurierungderart verballhornt, dass die einzelnen Silben und Worte nicht.mehr zu erkennen sind und mühselig, wie einzelne zerbrochene Puppenglieder,. zusammengesucht werden müssen. Dabei wird an die Gemeinde die bedeutsame musikalische-Anforderung gestellt,׳ nach einer eclätant auftretenden Adonoj moloch - Steigerscala, bei welcher die kleine Septime B dominirt, z. B. nach den Tönen A, 0, B, A, Gaus freien Stücken ein reines A-moll-Motiv weiterzuführen, .Welches dem später beabsichtigten, zweistimmigen und ganz modernen Zaddik katomor in C-dur zuliebe, gewaltsam nach C-dur gedrängt wird. ׳ Die gleich musikalische Qualität finden wir bei dem zweiten Adonoj: moloch Nr. 29, der allerdings auf der 0-Pasis der Adonoj moloob-Steigerscala gebaut erscheint, dabei aber wieder alterierte Intervalle aufweist,׳ dass einem! . geradezu , die Sinne schwinden. Wir staunen Herrn Eisenstadt' ״an;• n wo um Gotstswillen dessen berühmte Ahnen diese Tpue hernahmeM Uns will es bedünken, dass diese Töne, bevor sie mit-dem^nöthigen Texte versehen^wursten, einfach.iit, eine große י Mrnegelegt, wie eine, ärztlichvorgeschriebene ^;Mixtur tüchtig -burchgeschüttelt- und dann mit/.MHuem- Griffe, ז so sie wie -lägen, aus der Urne LMM und in Pottes Namen auf das Noten- Papier verzeichnet wurhejn Päf^ Herr Cisenstädt nach purer Müudüchex' lleöerstefemng' diese Tone im Peöächchiße betzälteu könnte, ist geradM als ein Meisterstück anzuerkennen,? wofür wir' ihm unsere Anerfennupg nicht vörenthasten wollen./ Ein Adonojmoloqst($1}•3,0),ftrencj apf der entsprechenden Scala äüfgebaut', ist hqrmtoser Natur; hoch schon fn. der nächsten Nummer 31 (Mismor sobn). stehen wir wieder vor einem nnlösbaren',RächW..Hm vollständig, moderner Sow l’hodo> für die Gemeinde^ ist has auch' nltjüdischDurgischex Gesangs? Pie gleiche Frage stellen öp ,bei 232 ';ן&י' (Adonoj: moloch), P0^ l'bodos' (Nr. 33), Mast Kvdln . (Nr. 34) - und Zaddik katomor (Nr. 35).' ' י ׳'/'?'"Pas Maarrsv für Freitag-Abend bietet dem Herausgeber völlü^s Gelegeicheih' ben. traditionellen Gesang seiner Ahnen vorzuführen, und er vollsührt es 'auch, wenn arxch etwas versteckt. Jedoch scheint Herr .Eisenstadt vollständig vergessen zu haben,^ dass das NachÜM für Freitag-Abend' auf' der auch von ihm in der Vorrede angeführten Adonog va0106b-Scalä mit der kleinen Septiche aufgehäut ist, und es ist uns nicht erklärlich, ' weshalb ,Herr 'Elsenstadt, der doch sonst mit Versetzungszeichen mcht sparsam ist, gerade bei der bekannten Tonphrase El ostaj-M^Lajona das charakteristische L in 8 verwandest und dadurch das Motiv vollständig entstellt. Die folgenden Gesänge (Nr. 37 und Nr. 38) sind geradezu nnverständlich und scheinen gleichfalls durch einen herzhaften Griff in die Notenurue entstanden zu sein; dasselbe gilt auch von Nr. 39 (Maxors3). Diese Piöce lväre unseres Erachtens jedoch noch zu retten, wenn man sich dieselbe auf der JiscbtabaeK- Steigerscala mit der Basis E, also E, F, Gis, A, H, C, B, E aufgebaut denkt. Vielleicht hat der Herausgeber auch hier die wesentlichen Zeichen vergessen. ' ' Die folgenden drei ^ostzbomrn (Nr. 40, 40a und 41), merkwürdigerweise auf der Nogsn o^vans-Scala gebaut, sind so trocken, dass - dieselben ganz gut von einem christlichen Dorfschulmeister gearbeitet sein können. Der halbe Kaddhsoh mit der namentlich in Norddeutschland sattsam bekannten Baagoloh- Melodie brauchte nicht dem ganzen Texte nach durchgeführt zu sein. Die Nummern 43 (^ajeobnln)» 43a—44 ,(Bornob), 45 (Mögen owans) und 46 (Elohenu) sind auf der Mögen OMans-Scala doch'etwas zu nüchtern behandelt; die berühmten polnischen Chasanim entwickelten bei der Recitation dieser Stellen mehr Phantasie. Der Adon 010m (Nr. 50) trägt die Vorzeichnung Es-dni*. Wir dachten dabei an einen Druckfehler; da jedoch die Vorzeichnung durch ganze 13 Zeilen vorfindlich, so ist diese Piece gleichfalls als Ilrnenmusik zu bezeichnen. In B-dnr wäre die Nummer wenigstens verständlich. . Ebenso unverständlich erscheint die nächste Nummer 51 (Mab-jobor). Die das erste Heft abschließenden beidenvierstimmigen Gesänge passen nicht in den Rahmen altjüdischer Musik, können daher an /dieser Stelle keine Berücksichtigung finden. (Schluss folgt ) Die Eleusinifchen Mysterien im! jerufslemischen Tempel. I Beitraz Zpr,jMschen NeligionsAeschichte ^:.vtzn Rabbiner Dr.. Lnd.W ig.V ene 1in-n.er.in Neppest. (Fortsetzung.) Genau.^Mchrichstn,.nber die eleusinischen Mysterien findet! man ' bei. -PreÜer. -?(Gyech..:-Hchth- '■% B. 5889H; , Panitz (PM dkS^cl. Äldch- M.,׳s. v. Aenstmchj; .Boeckh,.- (.EnM.;Unb,MH-