Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 17 (1897)
- Issue
- Heft 20 (13.8.1897)
- Date
- 1897-08-13
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2. Gesterreichisch-üntzärische Läntorün-Aeitung. Nr. 20 üac Mise von Nestor.MW:u״ ,__ 1 •H^MSMsMP 'W»? .tfr. ....... . .. v . .. dd"WW MMnerMÜMnKM.Zu WncimlAti^. MM HH>1«W1 DgDWi- WsEEÄMlnölM-OiM^mWer. dazu Mnannteu e geianlUen verlesen: "Mer Rabbiner als Lehrer", ״der Rabbiner in der die. Theologie des alten Gebetbuches", 'Wie e -Idee -des -Judenthunzs", 'Katechismus-Litteratur",. «der. RaMner als * Vertreter der Oeffentlichkeit", »Entstehung mnd Ziele des Reform-Zudenthums", ״die Theologie des,Union- WUMmhH"^ ^Mauer-Gebete". Der Conferenz-Vortrag würde von Rabbiner Dr. Sanisield von Memphis und die Conferenz- PrMgtFW,.EWK^insr. Dr. Gottheit gehalten. Me ׳Juden Montreals bewirtheten die Gäste in vorzüglichster Weise. Die voHDW)MneMüg Oitens des Großmeisters der Großloge Her Freimaurer des Staates New-Iork des Rabbiners" Doctor Sereira Mendez zu Groß-Caplan wurde mit fteudiger Genuathuung chs MeprM hingenommen, dass der Freimaurerbund. RmerÄas nicht von der unwürdigen Glaubensvörurtbeilsbläffe vngekränkelt^ei.Derdiesjährige״Großmeistersolgte d en Fuß-! tappen stines Vorgärr^ers mnd,. Mannte Pep beredten und EabhHM Dr. G^o^aM. ZMseines , Egep,, c^e heilsame Lehre^beu Logen ,in Berlin verabreichend, .... Meng.per Honrmer,ilH. Lgud zieht, da Mngeu auch, dje s jMMeu,HMtMmlsep^.an.. .eine .stgrke Leere M Zeigen jur GMeiudMi^li^M,MHeu gleichender,gMehertM Welt vom j Wandersfieber ergriffen und suchen die Sommerfrische!'auf, MAern puchchie gMtlichey Lehrer suchen WveMlung, Erholung Mp- WiffägMg. Rabbiuer Dr^ Emil H.. Hirsch.-von Hgt ezue. Reise.. Wch EnmpggngetretNl, zur Stärku? MWMeWM,HHuMM der lebeMusttge, geistige -Dr. Leucht j von New-Orleans weilte einige HM m, Hiesig er Stadt, FrjeAäy^r. P0jy, ^u.KanM^-..geMßt, sesire Ferim,ebenfalls 1 Kie^, jehre Moste Auzahl. von Mbbzueru. ,sind auf der WanpM! jchD nach. Carmda, nHuW gb^eHlos Meistchschätze nsit und! jWN üvM-ey sich. die geWchm.fSMvögel m Atlantic zusmumMsinpM. Auch.Lrug HrMch...chstd.voy....eüzigefl ausgesucht. werpm. Dass ׳ ein Jude, wenn ' er stomm sein will, feinen Kopf! jmmer WKE haltÄ nmffe» gilt'bei den streng Orchodoxen als- Ausgemacht' Sache.' 'Aber auch 'dem Nicht-Otthodoxen ist; rtz׳׳-i^ss/SeÄMerstLn8üLhes,- dass "ein Jude mindestens beim! BMn Ader ubechäüpt bei NAinung des Gottesnamens sein { Haupt bedecken müsse. Nicht so einfach gestaltet sich die Sache,. wenn mir die? jüdischen GesEsgM^'.nach derMrpjffchtüüg zur Kopfbedeckung betragen. Wohl findet sich, in der heiligen Schrift wiederholt? die Aufforderung, an. geheiligter Statte Nur mit entblößten ■ Fichen zu. erscheinen sE^. 3, 5. Jos. 5, 15). Aber ein,,Gebot,! voS^HHEs.'-.r^Aedechech'.^findet,?sich nirgends. Nur der Höhe- - PrieMr müsste beim "Gottesdienst einen Kopfbünd. und Wie ן änderen Diester Kegelmützen haben, — zur Ehre und zum t Auch Ezechiel schreibtfcen Priester!! einen linnenen Por, abpr,"wie der Name Peör beweist, nür als? Den Kopsbund abzulegen, galt als Zeichen der Drauer (Ez. 24,1^, 23). fügt, WMtzdeHEalmyULdaM8-> SHr>. vMHHer garMchss MM nMMnHW wWn HeWtrWMenStMu näher'! ansehen.' ' In! Maffechet Kalla wird tzyn R. -Mieser, .R. Josua >und R. Äkiba übereinstimmend die Behauptung äufgestellt, dass ein frecher Mensch jedenfalls von unerlaubter Herkunft sei. Zur Bekräftigung dieser Ansicht wird folgendes, .erzählt: Einst.saßen die Weisen my Thor beisammen, da giengen zwei Knaben vorüber, der:!eine Hütte sein Haupt -bedeckt, der andere entblößt. Von letzterem behauptete nun R. Akib.n, .dnss er ׳ ein Bastard und ben hannidda sei. Auf Befrägen R. Aklba's gestand die Mutter des Kindes, dass er Recht hätte.;Wir glauben ^behaupten zu dürfen, -dass N. Akiba, wenn er jetzt lebte, gerade den anderen Knaben für besonders..frech und unlauterer Herkunft erklärt hätte, welcher an ihm vorübergehend das Haupt nicht entblößt hätte. Aber das vorläufig nebenbei. t , Zest galt die Bedecknng sHs^ Knopfes -als-Zeicheu-von׳Bescheidenheit und besonderer KeuMhelü Der grriesterliche ^׳opfbu!!d׳--chabe - bazu -gedient,- bie - Fre^ir׳ Nmd Uebermüthigen' zu entsühnen (Sebachim 88 5). RabXHüna, Sohn dM lAt- Wsmi,^ ägiengEMr söier? Elkn Mt ׳sntblMem Haupte. Er sprach : Die -Schechina- (Gottes Gegenwart) ist über--Meinem Haupte Widdüsch'in 31 ׳ä): Er -hat sich dessen ganz - besonders gerühmt -Dchabbüt^ 118 b). -Namentlich!die -Gelehrten chatten -immer -"׳d'en Südar (Schweißtuch) Nm deu Köpf,-wörün -münsie Als -Gelehrte -evkännte - (Pesächim 1H P). -Darauswürde -folgen-- dass!-dieMichtgelehtlen das Ha'üpt nicht bedeckten. Auch der -Äruch bemeK 8üb' -vooe dass ׳nur -die Got-tesfürchtigen Mit bemÄSüdar ausgieng'en: Ebenso schreibt Maimonides (Hitchol Deot- 6): Besondere Keuschheit beobachten ^die lGelchrtM--m! W: che -tüachen! sich'-nicht v'erächtlich (geben keinen Grund, 8W׳man׳cheuberachM-entblößen!NW ihr!Häupt 1l. s. -w^ Ja »die Kopfbedeckung ׳?gU als Mittel ^ür ׳Gottesfurcht. Ehaldäer (Astrologen) -hätten - -der Mutter bes ^Rab Nächman bar Jizchak-prophezeit, Ihr Söhn Mrde ein Dieb ׳Merden: ׳ Me ließ ihn!daher '!!re "entblößten- Hünptes. Bedecke dein iHüüpt, sprach -sie-׳ auf-bass - die. Gyttesfürcht über״dir sei. -Er'׳äber wusste uichr, w arum -die Mutter dies ' ihm ׳ -sage. Eines Tages saß er unterteiltem Dattelbüum und lernte. Dü-fiel das- Tuch v0n seinem - Kopfe. ' Er- 1 erhob י seine Augen und erblickte den Dattelbaum. Da übermannte - ihn der böse Trieb,- er -kletterte auf den Baumünd biss Datteln ab.׳ (Schabbat 1565). Andererseits aber chndrn Wir, dass -selbst-große Gelehrte' keinen׳ Südar um ihr Haupt hatten, solange sie nicht verheiratet waren. Räb Chisda rühmte den Mb ' Hämnuna -vor- Mb Huna, dass er ein großer Mann -sei. Da sprach er ׳zu ׳ ihm: Wenn er zu dir -kömmt-,-^ schicke׳ ihn -zu ״mir) -Als ^nün Hamnuna Zu R. Hanu kam, sah 'dieser-' dass' jener -! keinen Sudär ׳ um -sein Haupt h ätte. Er -sprach Zw ihm : Warumh ast - du ״keinen Südür -üm'?'-WM ich uicht-perheiratetbin, War^die Antwort. -R: Hanu aber wändte sich üb vo!i Ihm und sprach: SchÜu zu, düss-bu mein Antlitz nicht eher ״ siehst, bis' Au -geheiratet hast. Mverheiratete - durften also entblößten- Haupteseinhergehen, ׳ohne selbst bei י^en^ Frommen Anstoß׳ zu erregen.- - Wie ist es nun. beim Gebete?. Ist da die Kopfbedeckung irgendwo vorgeschrieben? Dabei kommenzwei Stellen ׳ in Betracht. Berachot 60 5 schreibt beim Erwachen mehrere Benedicttonen ohne Kopfbedeckung vor. Dann aber heißt