Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 17 (1897)
- Issue
- Heft 19 (29.7.1897)
- Date
- 1897-07-29
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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: ©eite 4. Gesterrejchisch-imgarische Lantoren-Aeitung. Nr. .19׳ ״ - : : ~ » -es Kal-wophaume?,.MÜW, *.,soI, eine . Folgerung angehen,: Jigdal ^zuhause..-gesagt;!4?erben~-fpUCeti:;:ן!stedych^um, .dxm7s.1M beide Fälle ' gleiche Tendenzen' Haben, was hier jedoch nicht: gerecht ^u^weWen, 9l)mal ^Vr?l1yychzusagen>:hat man-es ׳für .besser, gefunden, selbe in der Synagoge ׳zu recitieren, um Das Orgelspiell im Tempel durch einen Nichtjuden mag: wohl unjüdisch, incousequent scheinen, , dieser, Umstand jedoch: berechtigt niemals, einen Juden meoballel sehabboo zu sein,, selbst wenn wir.das Orgelspiel 1--^ ם^וה^ nennen wollten; da; dies nnr bei םכנ1ת נ2שות erlaubt ist.- Am allerwenigsten aber: ist uns ein Vergleich des Tempels zum Beth, liamikdoscli ’ Maßgebend. Wir richten uns im gottesdienstlichen Theile niemals; rrach dem Bstbj bamikdooph.;und:.im Falle wir es jedoch thun wollten/ so wäre es-klipp und klar, dass man..am;שעת über־. Haupt keine Orgel spielen darf; da die Orgel im Bstk bamlkdosoli: bekanntlich nur ׳zu ק׳שבת gespielt wurde; übrigens ist es sogar möglich, dass der Brauch,׳ noch heute in. vielen ' sbatws stllo; Gemeinden, die:Orgel blos bis stieb. M8mov 8ßbrr Ichaum' ba86habb08 Freitag abends: spielen zu lassen; einem solchen! Vergleiche -»tipn..gt. *1& ))6״גן)ra lmb 6a״iov. | Kuuow i tz. 20. Juli 1897. ' . . _ / - "; : '; C־ "י’•’■!'.,.־. -י׳,׳'-■ V. 1 ל. . . Hochgeehrter Herr,Redakteur!. . ...e s.....\rx; * . . Gestatten Sie mir, es zu. versuchen, auf die. Antworten! des Herrn Rabb. Dr. I. Kahan folgendes einzuwenden.: Antw. 1. Nicht aus Scheu oder Aberglaube will man; nicht gerne zur תוכחת. aufgerufen werden, blos aus V2WV יד^ח Hlls Furcht vor der Strafe, denn unsere Weisen. sagen: s'VXN -?!ל בעצמך עד ירם מותך ' daraus ist zu entnehmen,- dass jeder . Mensch ,fehlbar. ist. und daher, darf, mau denjenigen, der sich? ^urתוכחה nicht-austufen lassen wich nicht verschmähen, denn : vielleicht tauchte, in ihm bie•.Jirphjneaunescli, auf.. j ...ל Was diejÄnstvmst 7-anf die Orgelfrage, betrifft,. wunderst j es.mich sehr,.wie Herr.Dr. K-, um seine Meinung, dass man. am \ שלמ Orgel spielen, darf,- zu begründen, sich,auf das Zitat .des! Karrrbamberufen kann, da dessen Aussage,gar keine Annäherung : zu bewusster Frage hat. Der׳ Bambam erlaubt. nämlich für einen : חדלה שיש בו>םככרן d. h. für einen lebensgefährlichen kranken,! bei welchem der behandelnde Arzt strengstens auftragt, am •שבת j etwas zu machen, wodurch ein. Ohilpl sob^bbos. entsteht,, so sollen und müssen , es selbst die Gredaule Jijsroel weehocbmijob. -ie. größten Gelehrten Israels verrichten. Nuu .erlaube, ich, mir Höst, zu fragen: Ist ein Gottesdienst ohne. Orgelbegleitnug auch eine drohende Lebensgefahr . für die löbl. resorm. - Cultusgemeinden?? , ל --. .. ' Herr Dr. K. sagt ferner: ״Was, aber. einem Kranken zulieb geschehen darf, — ", heißt fNIVLH. M22V dem Kranken zulieb? . י. לל.ל י יל. ל ל לל- ....-. , , . .Herr Dr. K. benennt das Orgelspiel mit ^aursoh. mäzwoH; kann ein Gottesdienst, der mit dem Schulchan Aruch ganz',und gar collidirt, als mizwoh betrachtet werden. Es ist blos..eine reformierte. Einführung,, nicht aber..eine mi2wob,, daher die Orgelbegleitung. durchaus feine 2/aureeli .mizwoh .. genannt werden kann. Hochachtungsvoll . ל.^. .. .- ,. ..... .. . - ' . L. Berthanest Pryßnitz. ־::;:וי / Betreffs der Z Fragen des Herrn Dbercantpr B. Singer in ZuugbMzlau muß ich in den 2 Fragen von Birobaus ha8ohpohsr und <ך1רכדזר dem Herrn Dr. Kahan beisümmen, denn die Morgen- Vr-aollaus . süid eigentlich den. erstens Verrichtungenbeim ,Aust stcheu augepasst. worden,. sdttuzufolgeschuch HiessBroLLWzchüch-s uachzufagen-7 weshalb ,auch ui vielen älteren Synagogen - die Andachtverrichtendens diese 6r06bav8 abwechselnd hersage;st,,dass manöfters fvrr.. bis^ zur .bestimmten Zahl nachsagen kannu^s -: In Betreff der,ת1כדןד darf der Rabbiner, wenn, schon einmal'eingeführt, dieselbe.keinem andern übertragen, insbesondere H42VN!נמנו!: wo 86M80st1.Bar86sta8 becliiikaussoj diß:NNZW ist;. (.Vergleich. 1^- jvD. 2'),ע2!ד51-!ד). Als Curiosum' muß,-ich da leider folgenden Zufall erwähiien. Unser allverehrter,, seliger Herr Rabbiner.’ Dr-.- Hoff wurde immer zur ^N^.D .aufgerust'n .und. war' dabei., vollkommen, gesund - undhat blühend,ansgesehen. Voriges' Jahr hat - er .auf,-einmal die, Einrichtung, getroffen, dass er sich bei. der NN^ltl-voneinem. Armen vertreteir ließ,- und siehe! Der Ärme,- ein Greis v.o;1-nahezu. 9.0 Jahren,, ist,heute noch frisch und. gesund,, während unser geliebter, Rabbiner picht .mehr zuden Lebenden-zählt! . / : , - , . ל .Bezüglich des Orgetspieles erstaune ich,. . dass - alle - drei Autoren das Ziel- 'verfehlt, haben. Herr Dr. Kahan-meint,, däss, wie man, für.einen.'Kranken das Sabbathgebot übertreten.darf, ebensoist. noch ein weiter Abstand, N1j7'S,'2 23ש. ד1דד! ד,עד. . Anders aber - bezaurecb. mizwoh,, selbst wenn-das.Orgelspiel oder andere Musikinstrumente nur p2Ti2 Kid, ע׳ חכמים־עשו'חזוק לדבייהם,יותי.משל תורה. Jedoch auf die Hauptsache zurnckkommend,- ist dochdas ד,שמ?;ת .^1ל כשכת nur deshalb verboten,- שמאי יתקן. בלי שיד.. Das ist nur bei einem Judender Fall, aber beieinem Änd.ersgläubigen ist es doch kein Verstoß,, wenn er auch das Instrument ansbessert, nachdem er es von selbst macht. Siehe Mbg. Äwr. ב׳ ם׳ ש׳ל׳ח H-' 0׳ קטון*' wo ausdrücklich steht, dass man einem Nichtjuden Freitag aufträgeil darf, 'am Samstag zu spielen, weil es nur darum verboten ist, vielleicht sterdirb't was d'araiff׳ und er besserst es allst. Das darf doch der נכרי von selbst machen. 'V ' ל"לי יי "' Ich Habe' mich iu Hlesiger Gemeinde oft.׳überzeugst Wir hätten infolge der hies. fortschrittlichen G em ein d e-O.b r-i gke i t jüdische und christliche Örgänisten, ׳ und sehr oft isst es vvrgekommen, dass diePfeifen und׳ Tasten auszubesserU warnt. Selbstverständlich - waren beide ' Cönfessio'nen ׳ gezwungen, um keillä Störung chervorzuriifenst das Jnstrunlent selbst 'zü׳''Hchteist Mithinmuß jeder einjehen, dass man an שכת und' 2'? die Orgel üür-vou' einem Nichtjuden spielen lassen' darf. D. Lösegeld, Proßnitz.׳' Die Rarmm י י י ' ' von A.'S't ein, Nabbiuer in Söbiestau. . i ל ־'?'׳•לי': ' r" -’־ (Fortsetzung.) c;'•ל״ל; : -'־ ל; : ::; Q'u ellen d e r K ä r a i m lehr e. < - ׳ ׳״.׳.׳ Anan schrieb, eine Erklärung der Thora-t) (Pentateuch); welche, von älteren Schriftstellern än'gezogen ׳wird. Der Verlust dieses Werkes, ׳welches über den Widerspruch der Karäim gegen die Nabbanim in seinem ersten" Beginnen' Aüskünft geben könnte,, ist'sehr ׳zu beklagen,? umsomehr> als aus jener Zeit -von den Rabbinell kein derartiges Werk verfasst wurde. ׳ Von' ihm rührt llüchl'eine-Sammlüng der׳ Gesetze und ein -ktirzer Ueberblick derselbm Hestlwovon wir׳nur?-llöch׳ Bruchstücke:besitzen2); '-לי - '!Mit sind? zu der Annahme 'berechtigt, dass der Geist der Karaim seine. bestimmte ׳Richtung - von'ihm' empfangenhak -und - > O^neb, LLäiküll. המ^ות י(^'י ,D und 8םדלכ beide im talmadischen Dialekt.