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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1897-07-29 · Heft 19 (29.7.1897) · p. Seite 2

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
17 (1897)
Issue
Heft 19 (29.7.1897)
Date
1897-07-29
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Gesterreichisch-uygarische LAytoren-Aeitung. 0ir. 19 Seite 2. die engAchmied-Äe-Hette ^erreißeu^und dieRiugeiröllen ziellos umher, His sie RiHe und PerLerben «Megen. Daml heißt es wieder: -^,Es strmLntnicht.l" , Sec .könnte die PchaMtMZ oufstelleu, dass.die Lage der CuMsHMiWn eine imr einigermaßen erträgliche ^ei, und welcherWenschenfreund wünschte nicht, eine bessere und allgemein anwendbare Sicherstellung der Zukunft der Gemeindesuuktiönäre anzuregen und dem Nothstande in erheblicher Weise abzuhelfen? Es bleibt aber unanfechtbar,? hassple Gemeinden : selbst die Lösung dieser brennenden Frage als Ehrenpflicht betrachten und dieselbe nicht nur zur Discussion stellen, sondern auch einen Modus treffen müssen, der dem alternden Beamten eine Pension und den Hinterbliebenen desselben einwenn auch geringes, über immerhin bestimmtes Einkommen sichert. ״Dann w ird es st im men!" Die Zeiten sind es nicht, von denen man reden muß, die Pflichten sind es, die in Frage kommen und die meistens vernachlässigt Werden. Die Zeiten waren nicht besser, aber — redM! Wir offen — das Streben nach Wissen nud-Köiuten Jife,, ..MstL ״UeWst. MM exnster Mfgesasst, Md die Jünger unseres Standes waren ״ohne seminaristische Bildung" mit Leu erforderlichen Keuutnißeu ausgerüstck, so dass die. Gemeinden die höchsten Ansprüche an dieselben stellen konnten, und ״es sti mmt e". Es gibt aber auch Heute ein vorzügliches Mittel, das radicalhilft, das ist die pflichttreue ErfMung desübertrageneu Amtes, Abstreifung so mancher unziemlicher Allüren inner- und außechalb des Gotteshauses und der Schule, gleichgiUg sb unser Wirken und Streben anerkannt wird oder nicht. Mit leichtem Gemüth werdm wir uns dann über das Ausbleiben des Lobes hinwegsetzen, das doch für nys ,zuweilen nur Tadel ist. Prüfen wir׳, wie manche Lobhudelei sich im Lichte der Wahrheit, darstellt, dann bleibt zumeist eine elende Krume sogenannter Anerkennung übrig/ aus! die man .mit Vergnügen Verzicht leistet. Wir verlangen nur eine auskömmliche und gesicherte Lebensstelluug. Unsere Organisation zur Selbsthilfe wollen wir in die Hände berufener Männer legen, und Keiner schließe sich aus, dann wird auch im engen Schreine der Brust absolute Befriedigung herrschen, und ^,es wird stimmend Die Hexzeustöne müssen ebenso klingen, soheü und remwie des SängersGlockenton. Jn reineu Accordeu, fern von allen Dissonanzen werden sich die Differenzen unter den College!! ausgleichen, sonst kommen wir nicht vorwärts, sonst heißt: ,/Es st?nm m t n i׳chM" Esherrsche der Drang uach Wissen, nach wahrer Kunst, das Bedürfnis, eine echte, rechte Kollegialität und Freundschaft-zu׳ pstegen. Las Gefühl der Zusammengchörigkeit zu belebeu/-- der Gchanke, uns als Brüder zu betrachten, die im Hause des Vaters MMiüchig dienen, mit ganzem Herzen und ganzer. SeM Ja, es herrsche der Wetteifer, mrs zur Hingabe avfzuraffen, für unsere Frauen und Kinder zu sorgen, wenn wir nicht, mehr, unter ihnen weile«, Hamit ruchere Kollegialität sichchethätige über dM Grab hinaus, dann ״stämm t es" muns-undum uns-! uE liebliche Melodien, begleitet von wunderbaren Harmonien, schürmmKM uns ein -zich emgeu: Whß, und ״es istimmlä^ Bcherzigen wir hiebei! die schönem Worte Ludwig Anzengrubers dje da Lauten: :״v, PMU LaM Ms in KreM-schqst -; : J ’. Einander recht versteh'», Die kurze Strecke Weges, "'מי י?•' ' Die rvrr zusammen tzeh'n. ^11111897 ־;• EW/ zKLgnde,׳ ^resp. hier'-in unserer-Gemeinde ist - es nicht'Äsus,' sogleich in die große Posaune zu stoßen, um' Lob zu verkünden. Alle, alle, die an diesem Gute theilnehmen wollen, müssen-es sich durch Fleiß, durch Thätigkeit reichlich verdienen und müssen geläutert sein durch das Feuer der Erfahrung. Doch^ da sich des!Stoffes genug bietet, will ich es diesmal übernehmen, dem Verdienste die Ehre zu geben und .ein; Miniaturbild unseres Gemeindelebens entwerfen; die Figuren mögen, wenn auch nicht coloriert, doch in deutlichen Conturen , hervortreten^ ד;, ׳?; ‘ ‘ Das Leben in jeder Gemeinde, d. h. das geistige, bewegt sich zwischen Cultnsvorstand und Cultnsbeamten. und kühn kann behauptet werden, dass mit der Strebsamkeit dA Esttus- Vorstandes das Fortschreiten und die Arbeitslust de^ Beamten gleichen Schritt halten. Die Intelligenz des VorstMdes ' übt großen Einfluss nicht nur auf die Cultusmitgliedet, "sondern wirft auch ihren Reflex auf . den Beamten, er mag nun welcher Kategorie immer angehören. Wahr und begriffen bleibt auch hier der Satz des großeil Dichters: ״Von o-b e n kommt der Segen". Ein freundliches Wort, eine kleine Anerkennung spornt zuneuem Fleiße an, hebt die Arbeitslustdie Arbeitsfreuöigkeit. Wo jahrelange Arbeit, jahrelanger Fleiß nur so hingenommen, als bloße Pflicht angesehen und-, beurtheilt werden, da ׳ wirdder Schwung der Flügel gelähmt. Und nun, nach dieser Einleitung gehen wir an den Entwurf der Personen. . Will man sichan einer schönen/ inhaltreichen Predigt ergötzen, will mau den sprudelnden, .lebendigen. Born- :unserer erhabenen Lehre bewundern, so .muß man die Worte:unseres, hochgeehrten Herrn Rabbiner Dr. Wolf vernehmen. Steht er! auf der Kanzel, von.heiligem Feuer seiner. Aufgabeז beseelt, da sprüherr die Funken geistigen Witzes, scharfe, logische Gedanken enteilen dem Munde, zündend wie Blitze, :vom..Herzen - zu Herzen gehend. Doch nicht, .allein auf. der Kanzel ׳. ist erein׳ Meister des Wortesauchseine sabbathlichen Vorträge sog. Sclriur — sind geistreich und belehrend. Vor Monaten wurde als Kantor Herr Siegmund. Schrecken acceptiert. Es^gieng .ihm ein - guter Leumund-voraus.: Und diese vo2l xoxnlij-Iat nicht geschmeichelt, hat nicht, gelogen. In der kyrzenZest-seines Hierseins hat'dieser Functionär StaunenswMhes׳ . geleistes,. - Wie!Chöre an Leu verflossenen Feiertagen׳ haben. bWissen^ :Ms ein .Mer Wille, gepaart׳ mrit -Sach-: ׳und׳ FachkÄMtnißen, zu bewirken M Stande ist: Um aber dem Gottesdienste Lie rechte Weihe zu verleihen, )v»xde endlich ein jahrelanger Plan seiner Verwirklichung .׳zu- .geführt.;!-es wurde im Teyrpel eine!Orgel aufgestelltj? und nun: duxchbraufen die herrlichen Töne dieses Instrumentes /unser: schpNsss GüLteshaus,. ^vorin -wahre Gottesfurcht herrscht,. denn. ^. nicht,leer.steht dieser unserem erhabenen Gotte geweihte:.Raum-, weder -am Gabbnjh^ ,noch an Wochentagen. Wie ich; vernehme- ׳sMchie;Wue ^Orgel!ein:Wexk Ler HerxM Zoseftö^rny!und IM. Rejnü. Prag, Kmkauergaffeofficjell,׳am? W/׳:Augnst,. aM am.Oebmiszseste: unseres geliebten. Landesvaters/ /eingeweiht werden,^ D wechM bereits.׳ großartige Vorakbeiten-getryffen; : NU. Me %mm?einer GkW-MMgM M gkstalM- -I; u/!: ׳ Um das ZustandMinmen der Orgel!Mt;Mh -eyzDU./ - Wh)yvflrstPch,.Mi^kffgn:KpitzxMeU׳-!Ao.M WreHlingG steht,!? gehreuW..HMüht, Lennes ggst, .-gegen!VorMeiOmancher. Art: Kl all au, im

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