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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1897-07-15 · Heft 18 (15.7.1897) · p. Seite 6

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
17 (1897)
Issue
Heft 18 (15.7.1897)
Date
1897-07-15
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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®eite 6 (Vesterreichisch-ungarische Lantoren-Iejtung Nr. 18. Metropolit von Sophia, ein sehr toleranter Mann, den - Priestern energisch eingeschärft hat, allen ihren Einfluß zu ' benutzen, um aus ihren Gemeinden daß berüchtige Vorurtheil zu entfernen, hass die Juderi MMchenblutes für Zewiffe Nitualceremonieu bedürfen. Mit Recht glaubt man, Lass M anderen Prälaten Les Fürstenthums in Demselben Sinne und Geiste gcharchelt.haben, da dies Jahr ausuähmsweise nirgends ü! ganz Bulgarien Me Anklage wegen RitualutorLes erhoben wurde. ' / Wien. Seit elmgen Wöchen erscheint hier ein ausgezeichnet redigirtes MLlsches Wochenblatt ״Die Welt", um für die ״zioniMche Idee" größere Propaganda zu machen. Mag man nun ein Freund oder. Gegner des Zionismus sein, heutewo diese Bewegung so weste Kreise des Judenthums erfasst hat, -erscheint es als Pflicht eines jeden aufrichtigen Juden, sich über die Ziele urtd Zwecke des ZionisUms genau zu informiren. Darum wollen wir unsere! Leser: aus das genannte Blatt besonders aufmerksam machen "und zu dessen -Empfehlung hervorheben, dass der Name des Redacteurs. des bekannten Schriftstellers Dr. Theodor Herzt, fowie die ausgezeichneten Mitarbeiter, die er um sich geschqart hat, für den gediegenen Inhalt des Blattes-bürgen. - Wirrt. Der tüE-israel. Tempel Hatte beim letzten Freitag-Abend-Gottesdieuste einen Uustren Gast. Der spanische Gesandte um hiesigen Hofe, Se. Gxcellenz Graf Hoyos, hatte sein Erscheinen zugesagt, und da es dem Vorstande darum zu thun war, den Gottesdienst in besonders solenner Weise zu veranstalten, wurde Obercautor Bauer, der bereits vorige Woche seinen Urlaub angetreten hätte, vom Vorstände ersucht, den Urlaub zu unterbrechen und den Gottesdienst zu celebriren. Der Gesandte, der mit dem-1. Gesandtschaftssecretäc zu Beginn der gewöhnlichen Gebetszeit erschienen war, wurde vom 2. Präses, Herrn Licco Adutt, im Vestibüle empfangen und auf einen reservirten Sitz geleitet. Mit vielem Interesse folgte er den! Verlauf des Gottesdienstes, und als derselbe beendet war, sprach sich Se. Excellenz Gras Hoyos in überaus lobender und anerkennender Weise über den weihevollen Gottesdienst, die heiMchen Gesänge Und die prachtvolle Ausschmückung des Tempels aus. FrMtzpensBsB. Frau Baronin Clara Hirsch-Gereuth hat dem hiesige» Kaiser .Franz-Josef-Hospital zur Pflege dürftiger israelitischer Kranker den Betrag von 3000 fl. gespendet. Trvxxau, im Juli, Am 29. Juni veranstaltete der ״Verein für Md. Litteratur und Geschichte* im Rätibor einen Ausflug nach Troppau, um mit dem hiesigen ״Md. litterarischen Verein" einige Stunden fröhlichen Beisammenseins Zu pflegen. SÄbstverständlich wurden die Gäste von unserem Vereine sehr gastfreundlich empfangen. Nachdem ein gemeinsames Mahl ängenommen wurde, sollte auch unser herrlich er Tempel besichtigt werden. Mrs diesem Anlasse beschloß der hiesige CultusvorstänL, zu Ehren der Gäste den Mmcha-Gottesdienst feierlichst abzuhalten, um den Gästen Gelegenheit zu bieten, einem Gottesdienst, der überall als Muster hiugestellt wird, in unserem Tempel beiwohnen zu können. Hievon wurde der Ratibor-Verein, twffär Dbmäun Herr Rabbiner Dr. Blumeuthal ist, verständigt und höslichst eingeläden. Zur festgesetzten Zeit Mllte sich der Tempel biß aufs. letzte Plätzchen. Herr Obercautor SttlgeKnann ^elchrwte den Gottesdienst in gewohnter würdevoller WÄse rmL CHor ürtd^WHell Dieser kurze Göttesdienst, -d er kaum über «me viertel Stüüde'. dauerte, machte auf alle Anwesenden MM sehr seiMcheu Mudrück, mnd besonders die Ratiborex Gäste säkKen nicht genug Worte des Lobes und der Anerkennung. Mr hat es sehr DÄnllch berührt, dass Herr Dr. Blümenthal, wotz mehrfacher Mlssörderung/ an der Thür des Tempels stehen bli^ und nicht in den Tempel hiueinkam, sondern ganz günWllch stch mit einem zweiten Herrn im Borhaüs während des GvttM»ienstes ׳unterhielt. Dies wurde nicht nur von unserem GMMde^MitgsteLÄn, sondern üuch von den Raüborer Gästen schr HhfLMg GeuDeili. Nur zu bald rückte.die Stunde , der Abfahrt für. unsere lieben Gäste Hexan. Am Bahnhof hörte man Worte' des herzlichen Abschieds, und auch wir rufe».den lieben Rätiboxer^ Msten ein herzliches ״Ms bqlÄgch Wiedersehen l" zu. *, .11. k.: ÄflMMsnUa. Am 13. Juli findet Mi SzaMMr Tempel die Trauung hes Herrn Arnold Kartschmaröff, Söhn NNsMs chWgen. Nbercantors Leon Kärtschmäxoff, mit Fräulein Rosa Banyäsz, statt. " ' V 77'7'--^777׳ NrsV-Hmrft. Uiiter höchst MdM^Wstch-WsexÜWlteh wurde die neue prächtige Synagoge der.Pörtüßießsch-HgnisHjüdischen Gemeinde ״Shearith Jsrael" an 70. <Dtr. und'Central Park West eingeweihl,' Lange vor Beginn der' Feier war ' das riesige Gotteshaus von einexfestllch geschmückten Mengeüberfüllt. Dje. neue Synagoge,' ein löeißer Granitbau in streng gothischem Stil, . ist' einer. her prächtigsten Tempel der Stadt, die Gemeinde eine der ältesten und reichsten des Landes, datirt doch ihr Bestehen bis züm Jahre 1682 zurück, Rabbi H, Pereira-^ Mendes hielt die Weihrede, Rabbi A. H. Nieto leitete ',den erhebenden Gottesdienst, bei welchem auch Rabbi Mendolä de Sola von Montreal, Rabbi Sobatp Morais von Philadelphia arntirten. 7 יי StellrnverändrvunArn. Herr Cantor M. Faust von Mähr, Kroniaü als Obercantörnach Belovar (Croatien). Herr Obercautor Mirsky von Belopar in derselben Eigenschaft nach Proßnitz. •__ .7• * Litteratur. ' Keduscha von Obercautor Singermann in Troppau. Die vorliegende Composttion für Cantor (Bariton) ehrt den College» und verdiene Anerkennung, namentlich ׳was die Behandlung des Re.citativs anlairgt, Edle, unsprechende Melodie, frei von allem Geivöhnl.ichen, gewählte Harmonic und Modulation, sehr bequem spielbarer Orgelsatzohne große technische Anforderungen reihen diese ״Keduscha" den besseren Erscheinungen der Neuzeit ein. Tintner, Bnnzlaü. Wir hatten jüngst Gelegenheit, uns mit letzterschienenen Werken des in Men nicht unbekannten russischen Componisten W. W e bi ko ff, zu befassen,- wobei wjr uns aufrichtig freuten, einen der Besten;aus der Tschaikowsky Schule begegnet zu haben. Die Individualität Rebikoffs-M eine ganz eigenartige, eine äußerst sensitive Natur, eine echte musikalische Dichterseele, die ihre Empfindungen in der Musik ausMngen lässt und dieselben mit wahrer künstlerischer Vollendung hiuzumalen weiß. Eine Hinneigmlg zur Träumerei, zum Märchenhaften und Romantischen, und dies Alles mit ,einem intensiv zarten Gefühle ausgedrückt, finden wir namentlich in den b.ci Jurgenson, Petersburg (Wien, bei Spina) - jüngst erschienenen 16 Clavierstücken, Opus 8, in denen die Originalität und Erfindung Rebikoff's deutlich zu Tage treten. Auch auf dem Gebiete der Liedes und der.Oper hat Uebikoff manch Gutes und-Eigenartiges geschaffen und wir wollen noch Aum Schluffe unserer Hoffnung Raum geben, dqss. die in Rußland sehr bekannte, mit vielem Beifall aufgeführte Nebikoff'sche! Oper ״Der Sturm", auch baldigst ihren Einzug nach Wien halten dürfte׳. - - Q- S. ״Im Hinterhaus." Erzählung von M. Büßgang, Falken au. m Nachdruck verboten. Kebrigens interessirt sich Niem and im Dorfe für diesetb e. Man weiß, dass es die irrsinnige Schwester ׳des Gutsherrn sei, die dort haust, und findet es begreiflich, dass eine solche Person abgesondert wohnen müsse. Diese Eröffnung Befriedigte mich durchaus nicht, und ich' konnte -es nicht Untertassen, meinem Freunde -zu 'bemerken, Hass ich nicht glauben könnte, dass bei einem solchen harmlosen Weibe eine derartige kerkerhaste Abgeschlossenheit nöihig wäre, und dass übrigens das Peinliche Stillschweigen der Schlossbewohner gegen dasselbe, -sowie ihr .Gebetbuch mit der sonderbaren Widmung in mir die Uebexzeugung wychgerufen habe, dass -dieses Ganze einen ernsteren Hintergrund haben müsse. Reb Awrom sah mich.׳ -erstau.nt an;, wahrscheinlich hatte er bei mir diesen Scharfsinn--nicht erwartet, und indem seine Züge eiuen. Mume.rischen Msdrück UNuHcken.7 ׳Krach er.mach׳ einer Pause: 7 7.׳ - - 7Es M MeilrH wahr, da^ 'Euu׳ diese lluglüchttche'M dunkles Cresguis^kttiMM obzwar ich selbst ׳nicht Zeube 'desseWn-

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