Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 17 (1897)
- Issue
- Heft 18 (15.7.1897)
- Date
- 1897-07-15
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2. ©esterreichisch-ungarische Lanloren-Zeitung. MangDWnHP.,?WM MM Heiwillig kommt Witz;seWt zu denAebetzeuguNg gelaunt,. welch' große VorcheW Wo her -AnMuH M. Wsere-.Verewigm!g bietet, mag * t jr־ oller in Ungarn amtirLli, der verbleibe nur er^ ... . weiter ׳M seiner Abgeschlossenheit, auch für ihn wird einmal der Tag Ämmen, an den! er eines Besseren belehrt werden wird., Unsere heutigen Reminiscenzen haben einen!anderen Zweck, sie mögeu vielnichr als warnendes Beispiel dienen und an der Hand der vorgesührten ThäKchen zeigest wvhin der Separatisnrus führt, der in neuerer Zeit auch in der öfterreichffchen Cvllegenschast giftige Blüthen treibt.; u Von Mächtigen Parteien in unserem Staate wird die föderative Ausgestaltung, der österreichischen Woviüzen ängestrebt. Und dieses beliebte, politische Thema mag nun auch in den Köpfen ernigek mährischen College» eine unheilvolle Verwirrung augerichtet haben. Nur so könnten wir es uns erklären, dass in Brunn die Gründung eines mährischen Cantoren-Verbandes geMW Mrd7 "denn einen anderen plausiblen Grund haben wir trotz aller? Anstrengung nicht gefunden. Vielleicht - ist Herr -Obercautor Heller in BrÄM--M.-de^-Lagch-׳׳.M«s^ über die Noch- Wendigkeit des mährischen Verbandes aufzuklären und jene anderen Zwecke bekannt zu geben, die der neue Verein, zum Unterschiede vom österr.-ungar. Cantoren-Verein, verfolgen soll? Mr׳ glauben,' er Wird mit der aufrichtigen Beantwortung dieser Krage in große Verlegenheit kommen^ und schließlich wird es sich doch zeigen, dass es nur darum zu thun war, iuMähren auch Verein zu — spielen. Die Organisation der Berussgenössenschüft ist aber Mine Spiestrei, kM Feld für ehrgeiziges Strebest dir Organisation ist eine sehr ernste, in die Lebensinteressen des Einzelnen und der Gesammcheit tief einschneidende Sache, mck wer die Anfänge derselben, die für unseren Beruf in dem des österr.-ungar. Cantoren - Vereines gegeben sind, der kann' bei solche herostratischem Unternehmen niemals die ZüMmMung und Billigung besonnener und vörMheÜssreier Mchgejwffest findest ' ' -/!De-׳-in׳'Äesem^Mätte bereits lallt gewordenen Bedenlen Hai Herr Obevcmrtor Heller mit einigen Witzeleien in eindM ״Eulgesrndet^ aßzüchun gesucht. Auf uns, und' gewiss auch auf die Mchrzahl der CöllegNi, hat dies keinen gNteü Eindruck gemacht-. Aust eine offene und ehrliche Anfrage gebührt eiüe offene und ehrliche Antwort/ Dä hilft kein Mtz und keine Os ist ein leeres Gerede, Wenn erklärt wird, dass des Verbandes auch dem österr.-ungar. Eaütören- Berttuö angehöreN akun. Wozu sollen denn die College!!,' beiien die geringste ־BeitragMistutlg schwer fällt/ aus zwei Seiten emzaUW, wenn der neue Verein nichts anderes ansitebt als der altes' WNs soll ferner der׳ GtoßmM bedeuten, der itt der Erklütttng liegt, dass es Nicht^ Absicht der Gründer ist, den österr.-uugar. Cantoren-Verein zu schädigen und seine'Verdienste zu schmalem? Wt - die׳ Verdienste sprechen die׳ nicht/hinwegzrMlM«Mew THatsachm, und bei der- ׳ Separation trifftder Schadennicht den EaUttzreiEerein, sondern vielmehr die Collegen, deven ZuteveWn! itt׳ eiNM; großen, - Mächtigem Verbaütze viel wiÄffümer gewährt-werden-- ׳;- Den- SchlußeffM des ,Mngesendet^ bildet die- Phrase, düss^ die - Mus VerMigung׳ ans /demokratischtzr Basis״ beruhen und- ,MllegmM׳ ZusämmeüwMön״ anstreben -soll/ Hut Venn dsv DsteKI-MgM. GüttLoteN-Mreitteine äristbkNatische'Mrsüffung und-- -HM-ed jemals, anders^ M. Hfc'-collegialew? Sinne; gewirkt^?° Stv-MW wie MMvNe WNegiSlitW MWE Für׳ uns lW' der Inbegriffs der Eöllegiqlität. nicht allem itz Men Redensarteir,^ im׳ freundschaftlich pathetischen Gruße und im kräftigen Handschlag; - wahre Collegialität bedeutet-vielmehr:. Mit Wort und That eintreten Einer für den Andern, denBerussgenössen schützen und stützen zur Zeit der Noth und Gefahr und die eigenen Interessen den Interessen der Gesammcheit unterordnen. ׳In diesem Sinne hat der.,österr.-ungar. Cantoren- Verein und dessen. Vorstand, jederzeit collegial gewirkt,- und der Adel der Gesinnung, den er hiebei bekundete, ist jeden- ,falls., höher zu schätzen als demokratische Umgängssürmen/ in welchen irrthümlich das Wesen der Demokratie gesucht wird. Darum wird auch die Cantoren-Zeitung, die fern von-persönlicher Sympathie oder Antipathie, nur die Interessen, der Gesammcheit vor Augen hat und die Einigkeit in der Berufsgenossenschaft zu fördern bestrebt ist, stets ihre warnende Stimme dagegen erheben, wenn der Bersuch gemacht wird, die einigenden Bande, die der,öNr^-MMr^Oant.or.m?-VW.e.m um. die BerufsgenoffLnschaft schließt, noch mehr zu lockern, und sie muß im JMerMdes Caütorenstandes die Gründung des mährischen ^^Mandes entschieden' mißbilligen. “ ' |» Nur im einträchtigen Zusammenwirken aller Standes^ genossen ist unser Heil zu finden, und um dieses zu fördern, wäre es dringender denn je'geboten,, dass sämmtliche Cantoren. Öesterreich-Ungarns sich wieder?inmal' zu einem allgemeinen. Cäntorentage zusammensinden, um, den locker gewordenen Zusammenhang der Cantoren aus den einzelnen Ländern., der Monarchie neuerdings zN festigen und in ernstem Gedankenaustausche jene Fragen zu besprechen, deren Lösung -für, die Allgemeinheit nothwendig.erscheint.; KttteribsnWes Hstenkhum . von ReverMd. O.s'ias Hoch glück. - 7 . ... . Minister.ok lonA Vswxsl:״^LsoUSsÄ1s8s.sL"/^New-Nork..-! ,/Ein altes׳ Lied — ein garstig- Lied": Inden Berichten der verschiedenen Wohlthätigkeits-Anstalten hallt! derselbe Refrain wieder die; Einnahmen! sind hinter den-Ausgaben zurück- . geblieben, die Zahl; der Beitragenden hat abgenöMmen. Auch in dem! Berichte des Herrn Simon-׳Borg/ des Präsidenten des jüdischen Altenheims/vernehmen wir dieselbe Klage — üild doch ist dieses- Heim! eines! der mustevgjltigstenInstitute irgendeiner Stadt. Für; den Comfort der Insassen ist so׳ ausreichend gesorgtdass man unwillkürlich׳ ausrufen׳ muß!: j,Hier ist die Liebe׳Verwalterin, die alle in ihr Herz einschliHt-."' Denn hier sind-es in der That Hilst lose/ denen Schutz gewährt wird. Gibt es denn׳ einen׳ erbarmungswürdigeren -Anblick, als einenalten, schwächen, kraftlosen Mann, eine׳ Me dem Grabe-zMvänkende FräM -denen kein Kind׳ zur 'Stützt dient, die obdachlos herumpilgern müssten, wenn-nicht die Barm- Herzigkeit-ein- Zelt aufgeschlagen-׳hätte, in welchem sieitzre lebens- Müden Gliederausswecktztt und Wenigstens ohnenagend?׳ Svrge ׳dev -StNüde entgegen leben könnettin welcher der große-Schnitter ihnen die- Augenschließt Mtz- ErlVsüUggewährt/ Da- Müsste! doch eiNenr. jeden fühlenden^ Menschen das; Herz ausgehett; wenn er da Mithelfen׳ däH in׳8 ׳est Gewährung-׳ dNses- Segetts/ UnddsHrmMmt'-die^üW'-VvrOAMgMdew'äö/'^i'ä'schWereNZeiteiL-'׳ des GeschästsNiedergangeshüllen eben die Herzen verengt und - die׳ Kraftder LiebespDge veMiNd'ert und' doH Mstn die׳ Arbeiter, die bisher die Arme hochhielten, den-MUth'nicht sinken lasten, sönderN in; ihreMWivlen-' ausdanerN dettN näch den Wett- Mageren ׳ Hahren - werden Ärch׳ Wiedel sieM ׳ MN Kähre^