Mannheim
Compact Memory

Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1897-05-11 · Heft 13 (11.5.1897) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
17 (1897)
Issue
Heft 13 (11.5.1897)
Date
1897-05-11
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/1304829-3453397-3453410--4826-3459329
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite L OeflMreichifch-üngadische Lantoren-Aertüttg. 9ir. 13. Procesi kün- Eichhorn gesehen, 60 Procent keinen Hückuck, i M Procent keine׳ Lerchen gehört,49 ׳. Procent Mnen Frosch/ 53 Procent keine Schnecke, 87 Procent keine Birke,,59׳ Procent Mn Uehrxnfetd. 66 Procent kem. ^Dorf, 67׳ Procent. ..keinen Bech. und 89- Procent keinen Flufs gesehen hatten.. / Mehrere SchNerMMeN chien See..gesehen haben; Leigenauerer Mach-, M ׳ober; -dass sie --einst Fischbehälter aufdem MiM/HMckem׳ «EinrmMnde aber, das so wenig Naturanschmiungen mit zur Schule bringt/ fehlt zum Theil die BasW M rÄchex der Mterricht jem^BorsWm^WMe/MGiHWM ׳ wichchze,- aus: -EinzeÜvahrnchmuygen Mt- ^׳ es Mt .ihm, . kürz, gesagt,^ GMd Wd Hoden, auf welchem. die .ganze. spätere Bildung;׳ KA^-.,HeWeis^HeMx.',ÄMe;Ich Wiederum nür. der^ NhWWe^Mt»ch^>--^«YM -müssen Sie mw heute schön; MD7Wdrt-GlauLrn, - :v>xwJ:.;ב«. ü ׳••.ii Welche Pflichten ergeben sich nun aber für Sie aus denoben. aMeMrtel).,Thatfachen? ^Machen Sie, so oft/ es Ihre Zeit Kinde ״Entdeckungsreisen" in die Stadt und deren nächste Umgebung. Nehmen׳ Sie zum Ziel Ihrer HÄdeLmWAicht /ein WtäAifsement^ sondern /das!lebensreiche FM den Müsteüreichen Ström und' M Waldes Kiesen,uhd WMdelgänge. -Erweitern 'Sie .auf, .diese Weise des׳ MndW Gedayheykreis täglich und.stündlich, und es wird.- —...voraus^- gesetzt, dass-der Trüget seines׳ Geistes normal ist —׳; späterem der Schule zu ׳Ihrer nud des Lehrers Freude Vorzügliches' Leisten. Und dstün noch eins, wsts zur Bildung seines sistlichH Ürcheils. weseutlich beiträgt. Setzen׳. Sie sich, abends cu^östs Bettcheu ׳.Hhres -Liehtzngch .legen Si^-.ihur die.Händchen?.We zum ׳Gebet ׳ itüeMMr - und Wenk Me7-mit ihm die ErketzstiK Das' ist'eine׳ZoäreffKiHe' GedachstMbünstHr ' dev Wsstem Und wie .andächtig - das Kindlein bei dieser ״Lection" ist! Gib Werden führ eines Lächelns der- Zufriedenheit nichterwehren können, und — vielleicht tritt dann ein Engelein an die andere Seite des Bettchens und lächelt auch.;;״ _׳׳ Die Frauen-Emanripation und die Bekanntlich stoßen die Vorkämpfer der. Fraueu-EmancipMün rw manchen Kreisen nicht selten ans religiöse Bedenken, die sich aus die; verschiedenen. Bibelstellen, worin die Unterordnung des Weibes -unter - den: Mann klar;und׳, deutlich ausgesprochen ist, 1'Ätzen. Au der Entfernung dieses Hinderndes wird aber gegenwärtig in Amercka -emsig gearbeitet, denn auf Anregung der bekannten Frau Elisabeth Cady Stanton hat sich vor einiger Zeit eine Commission. gebildet, die ״sämmtliche Texte und Capitcl der Bibel,.- die sich auf die Frau beziehen und . worin der Frau absichtlich und ausdrücklich eine untergeordnete Stelle angewiesen ist, einer gründlichen Revision unterziehen soll". ״Denn warum", meint genannte Dame, ״sollte man Nicht Moses ebenso gut wie Blackstone korrigireu dürfen und weshalb soll . Las. jüdische Gesetzbuch, außerhalbdes Bereiches der Kritik bleiben, während dies beider englischen Gesetzgebung in umfassender Weise׳ geschieht? Wohlan,- ihr Herren, wischen Sie Ihre Brille einmal gut ab und überzeugen Sie sich, dass die Welt vorwärts schreitet! ׳Kn. der Kommission wird von; einigen des. Hebräischen mch Hrjechischen mächtigen Damen der ursprüngliche Text der Bibel untersucht, andere behandeln speciell die biblische Geschichte, Mährend dreißig Frauen damit beauftragt find, den hergestellten Text, in »,einfaches Englisch" zu übersetzen/istdie ganze Üeber- -setzung fertig, dann söll sie der Begutachtung ustd Billigung elneretwainLondvn,>NewMorkodebChicagozusammenzurusendeu l Generalcommissiön ünterwörfen werden, w ober bemerkt - werden - mag, dass , nicht dch ganze Inhalt der Bibel, sondern nur ausgewählte Stücke, die sich für die Fräuenfrage 'verwerthen lassen, behandelt werdem. - ' ... Mon LieWMPÜeNbibMiegt;jetzig die; erste Lieferung //Der tHMäteuch" vorMtber die׳ Schöpfung heißt es hier: ״Wir machen; darauf aüfmerksäm, dass auch der Frau über Alles, was lebt unp. Odem hatwas kreucht und fleucht, Macht Meheg ist, dgsß aber nirgends dem Männe Macht Mr.die: FraM<gegchen W?t^ I Wa's Antheil än der Tragödie in - Mus WiMnE'saD) Fräst) j Stanton: ״Ich bist unter ayenl. Umständen mit) EbMHaMM - zufrieden, sei es nust, dass" inän sie ■׳ aÖ’ \ oder; als die Heldin einer wirklichen Begebenheit betrachtet; wer; vvrurtheilslos aus lewen Augen, blickt, 1׳yußstaunest/ über, den Müth, die Würde und den erhabeneMEHrgeiz^dieser^ FMW^uH ׳ -׳-׳ Der Versucher kannte vWbäb Hu menschstchem CtzstraktÄ sehr, gut sah alsbald, wie hqchh^ig W'Msost' war, )her er:bei seinen - Spaziergängen im Hgrttn'begegnete,׳Er) strchte sie nicht nur durch Juwelen, .schöne Kleider - oder weltliche Verguügungen,- sondern mit dem ׳ Versprechen, ihr Kenntnisvon der göttlichen Weisheit) zü gehpn, WveiMre^ZweifMös besaß 'er, wib Sokrates -pdchPtatst, jn Hohem Grahe' die Kunst, schmierige FpsM/zn stellen Und eine Mftrtzaltung^zu Mren/Wd er rief fttL der.Hräu. den .unwiderstehlichen Durst.;- nach- Wissen, hervor, dAt'Mich das Pstu^n-'׳--vv«t«BlMen.׳rundSdK UnttrhaltUNg mit A^>/cim nicht befrieöigö' werden Eonnte.^: Mit diesem verglichest, spiH. sie jn dem^gäyzen Ärama ttnö>Ar günstige Rolle,)däm -voMAnsang bis..zu>Vndesteht, ihr Auftreten unendlich hoch über dem von Adam, - dM-.iM Grunde genommen, nur ein elender. Feigling ist. Denn/ wie der gefürchtete Augenblick der Vergeltung naht . . - sucht Adam sich hinter dem schwachen Wesen zu verstecken, .schiebt alle Schuld auf sic und sucht sich so auf Kosten seiner Frau weiß zu waschen. Wir begreifen nicht, dass sich, die Männer angesichts; dieser. Erzählung noch irgendetwas anzumaßen wagenl" Mön -dieser Seite sah ich's nie", wird man hier mit Wallenstein sagen dürfen. - Frau Stanton ist aber in ihrem Urtheil uuparteiisch, denn eine Reihe biblischer Frauen kommt sehr schlecht weg, Sarah wird den heutigen Frauen durchaus nicht als. nachahmungswürdiges Beispiel hingestellt, Rebekka besaß, kein Ehrgefühl,-Rahel war ein Diebin und eine Betrügerin und bekümmerte sichnicht׳ um den guten Namen ihres Mannes. Auch sind durchaus nicht alle Männer ^!us dem'alten Testament schlecht, denn ״das Betragen von Moses -gegen die sieben Töchter des Priesters am Brunnen zeigt/ dass hie und da in einzelnen Männerseelen noch; ein Funke Ritterlichkeit gefunden wurde", die man bei dem Manne sonst vergeblich sucht, ,/der, sobald er das Paradies verlassen musste, die Folgen des.Fluches so viel als möglich auf die Schultern der Frau;wälzte, wie dies ja auch heute noch der Fall ist." Eine schwere Muss hatte die Commission an der Thatsache zu knacken, dass die Männer in der Bibel ״Söhne Gottes" und die Frauen ,,Töchter der Menschen" genannt werden, worüber sie nur ihr tiefes Bedauern aussprechen kann. Man darf nach diesen Proben gespannt ׳darauf sein, wie die Weiterbehandlung des Stoffes erfolgt. ...

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.