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Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung · 1897-03-21 · Heft 9 (21.3.1897) · p. Seite 6

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Journal
Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
Volume
17 (1897)
Issue
Heft 9 (21.3.1897)
Date
1897-03-21
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Setze, 6 ^A)Her<ejch,M-unga1AEchss!. Lantoxeu-Z^itung. A1//L. Emil Horner Md. mehrere hervorragende Beamte, sowie, die Brüder des Barmizwäh zügezögen wären. Beim Champagner! des. -JesMahles,- .׳ ^welches-, unter./ Leitung׳ des Restaurateurs \ Il/pm e ll o in wirklich - großartiger Weise bejgestellt wurde, ergriff, dev Oönsirmarist I»as Hört, um zuvörderst, selhstj und aÄe Anwesenden ergreifend) 'seiner heimgegangeiien \ edlen Mutter zu gedenken und seinem geliebten Vater ' für j die mannigfache Mühe zu danken,'׳ deren er sich seinen Kindern! gegenüber. Ln so Mfopfernder: Weise unterzieht, und gleichfalls \ Herrn Oberrabbiner Dr. Güdemann . und Obercantors S i n g e r 'snr den, an ihm vollzogenen Segen seinen Dank ז auszüsprechen. Herr ' Wert Freiherr von ' Rothschild! grüßte Manndie erschienenen Gäste und richtete tief empfundene Worte an den BarmizwW wie an seine übrigen! Söhne>. stets dieser ׳ feierlichen , Stunde und der? in. derselben! ausgesprochenen Gelöbuiße eingedenk zu sein und die reli-!-lösen Traditionen ihrer Familie heilig zu halten, worauf! Herr.dberräbbiner Dr/ GÄdemann,in einem launig-ernsten Toaste der׳ im Haufe Rothschild stets Lethätigten religiösen : ^Tradition seine Anerkemmng aüsdrückteund in trefflichen Worten . darauf.Hinwies, dass der Geist jener herrlichen Frau, die ja äl»'seltene Güttin, Mutter uyd Hausfrau in diesem Hause wie : nn' holder Genius gewaltet, immer' noch seine schirmenden Wttige ׳ aus '׳lichten Höhen über ihre zürückgelassene Familie biertep. Hierauf trug der 'Confirmand in ausgezeichneter Weise, dasdeutschen vor, indessen Verlaufe Herr Obercantor Sin g e r emen sür diese Feier verfassten Lloraoliaiaon-.wirkungsvoll einschaltete,, nach welchem die Tafel aufgehoben wurde,׳ Es erübrigt Ms nur'noch, Herrn Schülinspector Dr. Känitz als den R'eligionslehrer des freihrrrli'ch Rothschild'schen Hauses nicht allein für die TreMchkeit seiner Lehrmethode, die ׳ja in den ausgezeichneteu Vorträgen des heutigen Confirmanden mannigfache Bestätigung fand,, sondern mehr noch für das herrliche, religiöse Saatkorn, welches er in die Herzen, seiner Pflege--: befohlenen zu senken versteht, hier öffentlichen Dank änszusprechen. Solange Israel solche Fämilienhäus'er besitzt, insölange bewährt sich der Spruch unserer Weisen':׳ Kilo aMorf jisroel: Wien, (Befähigung zum Ra bbin a te.) Nach einer Verordnung Sr. Excellenz des Herrn Ministers für Cultus und Unterricht Dr.-Freiherrn v. Gautsch haben die Caudidaten für das Amt eines' Rabbiners ־ in Kärnten in Beziehmlg auf ihre allgemeine Bildung nachzuweisen, dass sie mindestens das Obergymnasium mit gutem Erfolge zurückgelegt Haben.-Den bereits in Verwendung stehenden Rabbinern, gegen deren Bestellung seitens der staatlichen Cultusbehörde keine Ein- Wendung -erhoben wurde, wird der Nachweis allgemeiner Bitdüng" erlassen. Ebenso wird der: k. k. Landespräsident für Kärnten ermächtigt, den dortigen Rabbinats-Cand'idaten ‘ in rücksichtswürdigen Fällen Liesen Nachweis namens des Herrn Ministers für Cultus und Unterricht zu erlassen./ Wien. Das Schulcomite der türk.-israelitischen Gemeinde veröffentlicht den 23. - Rechenschaftsbericht des ״Talmud Th o r a - V e r ein e 5" über-das Schuljahr 1895—.1896 an der sephardischen Volks- und Religionsschule und constatirt sowol ihren geistigen, als auch ihren materiellen Fortschritt. Der wahren Anerkennung, die diese Schule, wie nicht minder ihre langjährige bewährte Leitung in der Gemeinde und. bei den Vorgesetztem k. u. k. Schulbehörden gefunden hat, ist der anhaltende Aufschwung derselben auch bezüglich ihrer Schülerzahl, die gegenwärtig nahezu 80 Zöglinge beträgt, Zu danken. Die türkische ״Talmud T h o r a - S ch ü l e". ent- Micht-ihrem Namen׳ in glänzender Weise, da sie der Thora, demhebräisch-spanischen -Unterrichte, der Religionslehre, der jlidischest Geschichte und der sittlich-religiösen.-Erziehung den breitesten Raum gewährt, dabei jedoch den deutschen Volksunterricht nicht verengt,, vielmehr bestens pflegt.. Die. Zöglinge übertretenin die Mittelschulederart vorbereitet/ dass ׳sie daselbst her Taünnd-Wora zur) wchhren Ehre gereichen. Der Bericht HlLeßt mit - einer: pietätvollen/ Erinnerung Lndie im abgelMevÄt Fährst dahinUsMed^nO Mitglieder rüid./ Gönner des. Vereines, so her Frau Rifka Finzi, der Frau Rebekka Adutt iMMs'Wrrn-MMMMM.'Nui'sE/? - st. ' .Mfen. Die ^Z^en-?.-UnteWtzun.gs.ff-.Cafsg- ׳^.P;M-r. C HL lim" in der hiesigen türkischen Gemeinde, versendest. ihren 30. Jahresbericht.. Gar manche MivM Zellen lvarey D'ivelche 'chiise ' KränM-Nnierstützungs^Cüffe durNukämstfen^ hatte, ׳doch! die./ gesunde/ Basis-:', auf welcher Mstzs "׳Wstk'- ׳'Er reinsten Hu manit g t u n d Mach st e n li.e-h e - errichtet/ward, hie. zahlreichem'Spenden und Beiträgst haben es immer.in..Mn 'HMeMsten'Zeifen''Lrmöglicht, mist reHen,)vstfle!stWfttelK׳'den attnen ׳Kranken Lind "selbst' den/ ältkn gebrechlich^,' der Interstützung Bedürftigen hilfreich beiznsteheu. Dw^NnnähiNstst bsttrugen im : Jahre' 1896 fl. : 2174.95/gegeitt st- 2105.66' des Vorjahres-; hievon entfallen: auf ordentliche/Mitgliedsbeiträge fl. 748,10 gegen fl. 763.60, auf ff re i,w i.l l Lg e Spenden fl. 535.25 (inclusive, des oben angeführten Legates - per st 200) gegen st 461.— -äuf/Z i'nff e-ü"'fl/!891/st/' gegen fl. 880.—. Ungeachtet der Heuer herrscheiiden, äußerst günstigen Gesundheits- Verhältnisse wurden dennoch st--1-282.54gegen st'1282.'62 an Ausl a g,en verausgabt, was dahin -Mrückzuführen/ ist, dass: durch eben diesen minimalen Krankheitsständ die Möglichkeit geboten ward, eiii bedenteMs Mehr an arme alte, steche zil verwendest Die Verwaltung' des Vereines, Ln ׳'dessen/Spitze Herr Lic'cö M. Rn s sto steht; schließt den Bericht mit der Bitte', die bisherigen Wohlthäter und Gönner mögen / auch ׳fernerhin mit demselben Eiferan dem Werke reinster Menschenliebe theilnehmen. . . . . ■ht .׳/' Wfptt» Frau Baronin Clara von'-HM-sch/Hat. hem: Bet- Haus- und ׳ -Kräliken׳-Unterstützungsverem..st,stj w i Ä s ׳ Cch echst 11.^ Obere Donaustraße 89, ^nächst bsr Stefäniebrückst ׳Niue Spende ״pon. 500 Frcs/ übersendet.- Der Vereist ist 'der erstd und einzige gewesen, der-nach dem Ableben des Philanthropen .Baron Moriz von Hirsch im Bethau.se einen Trauergyttesdienst Leränstältet'e, der, vom damaligen verdienstvollen Obmann -Emil Je l i n e k' aügeördnet, nunmehr' alljährlich am 'Me.rllötage des Philanthropen abgehalten wird/- -׳ / ' Wimü/Donnerstag, den 25. Februar fand die-Verlobüng des Fräulein Anna Weiner, Tochter des hu i!. :.Bezirke wegen seines Wohlthätigkeitssinnes allgemein beliebten Arnieuräthes Philipp W"e in er, mit "Herrn- Ludwig W e iß, Disponent, der Firma'׳Flesch/L Cvmst statt./ . . . Wsidffofrn s-/ Th: Aus dem׳ . Jahresberichte - des' israelitischen Frauen-Wohlthätigkeits-Vereines' ist zu entnehmen, dass die Mitgliederzahl sowohl, als auch .die Einnahmen des Vereines, im abgelaufenen Verwaltungsjahre zugenommen haben. Der Verein zählt circa 100 Mitglieder. Ein Haupterträgnis bilden die eingeführten Sammelbücher/ An der ׳ Spitze׳׳ des Vereines steht die unermüdliche Präs i-d'en t i n und Wohlthäterin Frau Antonie Singer, ihr - zur Seite. - die . Damen'- Julie Pollak und Therese Fürst. Bei den heurigen Samm-.. lungen hat sich Frau Amalie Stuckhart besondere Verdiensteerworben, wofür ihr der Dank des Vorstandes ausgesprochen - wurde. Ueber Antrag der Präsidentin wurde Frau Dr. Kahan, die Gattin unseres Rabbiners, einstimmig zur Ehrendame ernannt.- LrmbrvA. Der Direktor der galizischen Aktien-HypothekeNbank/in Lemberg, Herr Moriz Lazarus, der. wie wir in der. vorletzten Nummer gemeldet, vor Kurzem sein 30jähriges Dienst-. - jübiläiun gefeiert Hätz hat aus diesem.Anlasse beit Betrag von 120.000 fl, zur Errichtung eines jüdischen Spitals in Lemberg :gespendet. -־■ ---'׳ ׳ - TropPSU/: 14/ März. Unser herrlicher Tempel, den die'׳ hiesige Gemeinde mit so großen Opfern erbaut hat, ist nun/so/ :ziemlich .vollständig fertig gestellt, und mit Freuden konstatiren. iwitz dass der Gottesdienst, besonders) am Freitag Abend, ״sehr [ zahlreich! besucht ist? ׳ Dev vortrefflich geschulte,׳ * gemischte Chor,!die mächtige Orgel und der würdevolle und erbauende Vorträg : unseres verdienstvollen Obercantors, Herr Singermann, der auch Len Gottesdienst musterhaft organisirt hat, übt׳ auf die Zu- /Hörer einen erbauenden und nächhältigen Eindruck aus... Umso-:!mehr Haies in der hiesigen Gemeinde Befremdeii hervorgerufen, dass man' auf der Votivtafel neben deü Vorstandsmitgliederii wohl sämmtliche׳ Handwerker /verewigt -hat/ nicht äber-^Herrn - Obercantor Singermann/ ׳ der. sich unr/ die. Einweihung-/ and! ' unfern Gottesdienst besondere Verdienste erworben/hat. -SoW/.

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