Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 17 (1897)
- Issue
- Heft 8 (11.3.1897)
- Date
- 1897-03-11
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2. GesterreiHisch^ungarische LantMn-Zeitung. Nr. 8 Herru"E es denn doch nicht w^biK^Hass er «MDHMrmen- - bank Mi.'PoMHHs -.^Wudeb>MbM WWeMMDtariern hmgeschGWttH^׳-M MtziHnenMs Ht^M WMGbrot,M״ ^THMsEÄWA- EßlchMMorfen'?. MßM der׳Hrager Versammlung ausgesprochene Meinung, die Gsrneiuden werden schon ihre Angestellten zu versorgen bestrebt'sein, zumal, die meisten nur einen einzigen Fuuctionär besitzen, ist nichts als eine leere Redensart, die jeder praktischen Grundlage entbehrt./ Wenn auch ettva zehn Gemeinden Böhmens über genügende Mittel für die Erfüllung dieser Pflicht verfügen, fv bleiben, noch Zimmer 187 Gemeinden übrig, in denen solche Vorkehrungen blos ein frommer Wunsch sind, und von denen die meMu sich,schon,Zufliedenstellen, wenn sie für ihren Rabbiner, k der in e in e r Person Alles versehen muß, 5—600 fl. Gehalt stipWM und zusammenblingen können. Ein monumentaler Prachtbau ist allenfalls eine schöne bringt die^ Gemüthsfaiten des BesWners in IhatkräftiHWK wirktz^MdWMW 8W! -chMe^ßetzHe HDnMM jnvah^d1HWnMWd..hEe^^wC^j1MblDW d׳Ml D uM dM HüHH auf HnM^llAlg^etz stmFMMMurHhD Wenn man sich nach all' dem Vorgebrachten noch in Zweifels,befindet, gibt uns nicht auch unsere erhabene* Religion einen.Fingerzeig nach der einen oder..anderen Richtung?, Ja sie Wicht sogar ein. sehr gejvichüges. Wort, das.allein schon entscheidend Und maßgebend-für den beregten Gegenstand sein .sollte.( Schlagen wir unsere heilige Thorg.auf,.- so finden wir. ^!ass sie nicht nur dem besitzenden Herrengebietet.den nach sechsjähriger Dienstzeit austretenden Knecht, reichlich zu beschenken, von'Allem, womit ihn Gott gesegnet hat (5 B. M., K- 15, V. 12—15), um in solcher Weise für seine weitere. Existenz mitzusorgen, sondern sie macht es auch zu wiederholtenmalen und mir besonderem Nachdruck׳ zur gesetzlichen Pflicht, die Sache. Er ist imposant, süllt ins Auge und, was das Schönste darau ist, er ziert die Großstadt und — ehrt seine. Begründer und Erbauer. In monumentalen Bauten gibt sich eben in. der ׳ modernen Zeit alles religiöse Denken und Fühlen -kund- und - gar, Mgpche schöne, edle,und Humanitäre Mat. gelgpgt blgs H, archrtKomscher. 'Heise zum, Ausdrucke., Wenn, man z^ B-. .die viüen, moMmentalen, Shuagogenbaut^l, in.. Betracht.. zieht. .üjch', wahMMmt.. wie d^n.llnbeyiittelten und Armen in den.heiligsten^ Zeiten des.Jahres der Zugangzu denselheu versagt ist, so wird .man, sichdennoch durch dieselben, trptz ihres imposanten Aeußeren, wenig. bDiedigt Wleu.. Nur der imposante Bau eineD! .Siechenhauses solltt es vermögen, der Judenschgft Böchmens für.alle.Zeiten, eiÜMMmreu.zu. Wachen?'!'Während.'ßch'Wer,in^ der GroIstHt,׳. ein .solcher ruhmrediger Bau etzheheu würde, soll , man in .den. Larchgeuwinden, wie bisher, für die' aÜerWKachen. und bsrufß-., mchähM! Cultusbeamteir, mit. der SammÄbüchse. herumgeheu. oder ״Aufrufe" an die ^SXifhtJjiäßßfeit. der Glaubensgenossen richten? E'me sosche Sammlung ergibt, im besten eine ej nnra l i g e Abferfigung von. 4—500 fl., mitw.elchep der invalide.,Beamte, höchstens ein Jahr sefir Auskommen finden kann,. juoöoir sock er aber sein weiteres Leben.fristen? Doch abgesehen von der UxizulängüchLit muß auch die Demüthigung ünd'HexaLwtzrdiguug'. in,,Bettacht gEE werden, welche ein Cultusbeamter durch, eine j solche mMthatige Sammlung erleidet,. und diese H.erab- Würdigung fällt auf die Gemeinden, und.das Judenthum zurück und. schändet ihren Ruf und ihre. Ehre in den,Augen.Anders-- glculbiger. Könnte, etwa der Ruhm, den die Judenschaft Böhntens durch dm , etwaigen Bau eines imposanten Siechenhauses. sich erworben, dje Schmach verdecken, welche eine unwürdige Behandlung der Religionsdiener auf sie laden würde, und. müsste nicht vieünHr vielseitige und gerechte Mißbilligung durch de-r, Hinweis hervorgerufen werden, dass von dem enormen. Aufivande für einen solchen Monumentalbau,eine Unzahl vou.lLultusheamten hätte versorgt werden können? Sicher und gewiss l . Wenn nun circa 1.0 Genieinden. Böhmens.in. der Lage such,und den edlen Willen bekunde!!, ihre Beamten zu versorgen,, so kann dies durchcms nichts. als'..MaMab und, Richtschnur Mr, alle Lbrjgeu Gemeinde)! gelten; solche leistuiigsfähige und, leKmgsMlkge.GemyndM.rverdLti,gbex..aüch ohne ein kostspieliges Ssßcherchaus.Me . Siechen gut ., versorgen.. Noch eine,^veitere,. viMHätigte Ersahmng verdient, in dieser,Frage Beherzigung.. WHMich'UMlüMche^ .derjenige.Mmlich, '. ,welcher, sich;WrSchmerzeHM^.ke^Me)^ZustAndes. krmnmt und windet^ Diener des Heiligthums, die Vertreter der Religion zu -ver- ' sorgen, mit heM ausdrücklichen Hinweise auf den Umstands dass -dieselben keinön Antheil und keinen Besitz im Lande hüben und -die Verwaltung des Dienstes Gottes: allein ihren Antheil und Besitz dildeg.. Nur zwei Sätze seien hier wörtlich angeführt : ״Den-LeNitench! deinen Moren,1 Verlässeihn -ja nicht, denn er hat )Mer Agshefl, -W,ch!.Besitz nehen Dirl" .(5 ,B.M, K. 14, 27). ,,Mtß ,Dich wghl, dass Hu. ja ׳ nicht v erlasseg.- sollstden Mvilen,aMTaM Gf.^chMHiWlhMshefitze!.". (Das.: K. 12. B, pikh] Was Her. ,die Mligio.nsdMer..,1che§..die,,PrzMr und Levstft!,. im , asten., Hefligthume,. waren, das - sind - die heutigen Gultu.sbeamten in, ,der. Ehnggog^ - : . .-ELgeu-,d.ahA,die..^Cgl^gWeindM,.BHWE.׳ diese, Aygel^-genhezt, 1vHl,-,.bM-Mn. und, reiflichr.eowägey! mögen sip sich, ja,.nicht,vpn.Melkeit, .und Ruhnfillcht. vexleiten. lassen.,m!d,mögen sie. a.ll e,. g ep! einf.chg.st li ch,. aus. ,Ansass... der. ,FeW •ft , 5MhMen, RegiMpgsjnbilän!!!^ ,Sr.. Majestgt. ^lnsetts,.,Kaisers, j Me.,Beiträge,, unh,,.Heiflnngen . n,u.r der GrnndWg . eines . allgemeincn.. Enltusfisapztey - Pensionssondes: zulpenden^ Mnc;; Vptivtasel ^, aus Mgrnlpr oder... Metall mit, - entsprechendem Widmüpgstexte, an zwechpäßiger Stelle,inden Synagogen -ange- . bracht, würde, .ebenso den Jubilänmstag verherrlichen und den Gemeinden,,und7 dem Judenthunie zur.Ehre und,, zup!.,Ruhme, für, alle,Zeiten gereichen, wie der Ban. eines,, monumentalen; Hauses in der Landeshauptstadt,, zumal es bei ,derartigen,Veraplassungen ..stets der...Wunsch׳ unseres. erhabenen,upd ...edlen Monarchen,ist,i d!e, .n!ilden Gaben, nicht für pompöse,, äußeMch prullkhafte ,Zwecke, sgndexn .nur der stillen, prunttoseu,Humanität zu.,Mdpien, --. Gott mit Guch.chei ,diesem,- schönen Vorhaben.! _ Ben Aptitaj. PMsgogisthe Aphorismen. Aus dem .Talmud und den Midraschim . nebst Parallelstellen aus der .Bibel (und -der Schrift moderner Pädagogik. Von I;3 x a c t g e r, aittov. Rabbiner, Neligions.professor am;Ob,erMnnaslu1u zn S. A, Ujhely.! (Fortsetzung.) (Nachdruck..verhüten.) Sowie -durch> Mschehen der.Antisemitismus eher vermehrt als ^vermindert, wird, . ,ebenso erzeugt , eine, anderweitige ^zudringj liche^Änugh^rung ^1lEfaMner,Mmchensgenossen, an.,.'gewAse.! MnlrM christlichen GesMMstHnüPaMe-MttHr gewmMt^!! ShMatM;.demt^fastÄMjguHrchgM^hMuMbe^Hid^..,di^ - Christen^ ,meist aus religiösem Fanaüsmlls,' M,Femhen^M.'Mhen