Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 17 (1897)
- Issue
- Heft 4 (1.2.1897)
- Date
- 1897-02-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr./4 WstWeWisEmMMMe ^Wtordrr-Aeitnnq: Seite 3. dbMüD/ drkrch ÄHgoMEiLüg^MM'Symbölifstnng"drs -Mos.; Ähli!fdt»v-dl näiilnnVn k häA.Gi»ki>ÄöÄ'M1ri^N^' hi 1> ,:UFrifriirtft■ 4 M^Nats׳-M^ch^k.^ü'׳/erkl^(en' und an' dessen"Stelle WÄü4§׳rt-׳zä^eden/^Gäl/ 4/24—31; 5," 1—7. EPH. '5. 21' '21 u/ii.mSt., berühmte' rabbinisch e Äkaten/ Wiö Mb. JetziKuHdÄA, M/Häwv'' 'EKden zollen'dem l dem Christenthum. große .Anerkennung Hlr seine unermesslichen; Verdienste,/ndem es 'hünherte "MlÜionen Heiden der jüd. Reli- ׳ M,y ' genähert' "HE/ In' der Kirche hat die Septuaginta bie MnomM erlangt aber' selbstverständlich in der'Synagoge' nicht. י יי 'V'Är/25:' ״Wer/seinkFMu liebt,so wie sich selbst, und sie ehrt mehr^Ä' sich selbst,'.wer' seine' Söhne und Tochter zu dem Tügendweg ailteitet und' sie nahe ihrer' Reifezeit verheirätek, aüf/chiesei» ^''passen' die Worte Jjobs,' 5. 24—26.: ״lind du Mißt,' dass'Friede'ist in deinem Zelte", (Tr. Jeb. 62, Saühedr. 76'w.' 'Taue d. Eliahu R, 15'..E.). Du bedenkest' deine Wohnstät'te und es wird darin nichts mangeln. Du weißt, 'dass deine Nachkönuneiischäst zahlreich ist . und deine Sprößlinge wachsen wie" Gras."'des Feldes.' Reif ziehst du in's Grab, wie das reise Korn '. in die Scheune." ' ״’׳;,: Wir schließen diese Sammlung mit einer Talmudstelle, die zwar'keine'positiven, aber 4 höchst wichtige Winke für die Erziehung enthält. Sie' zeigt uns nämlich eines der' wichtigsten Mittel' zur .guten' Erziehung der Kinder; den Endzweck der Kinder-Erziehung, unsere Schlusspflicht zu einer 'guten'Erziehung, und 'endlich unsirn diesseitigeil/ sichern Lohn hiefür. Diese 4 Punkte wollen Wir im Nachfolgendeii etwas eingehender erörtern" und einige einschlägige Stellen hinzusngen. Eines der wichtigsten Mittel zu einer guten Erziehung ist die der Frau, resp. der Mutter, seitens des Vaters zu bethätigende Liebe und Ehre, denn die .Mutter ist der wichtigste Factor in der Familie, da der Vater meist anderweitig'^ beschäftigt ist. DNrch die der Mutter erwiesene Liebe und Ehre folgen ihr die Kinder bereitwillig/und im anderen Falle,׳ was die Kinder leicht merken, gehorchen sie ihr Nicht. ״Der Segen im Hause ist/nn'r des Weibes wegen." (Tr. B. Mez. 09.) ״Hütet euch, eure Frauen zu kränken! denn hiedurch sind^ihre Thränen nahe." (Jbid.) ״Schätzet eure Frauen, damit ihr reich werdet." (Jbid.) Der' größte' Reichthum Und Setzen sind gut erzogene Kinder. Schon aus diesem Grunde ist eine liebevolle und ehrenvolle Behandlung der Frauen nöthwendig. ״Essen und trinken 'soll der Mensch weniger, als seine VerMögensverhültniße gestatten, kleiden soll er sich im Verhältnis seiner Vermögensumstande, 'aber Weib' und Kinder soll er kleiden ü b er seine Verhältniß'e." '(Chülin. 84.) Jedoch trotz der schuldigen' zärtlichen Behandlung soll man doch der Frau nicht blindlings folgen. (B. Mez. 59.) ' ״De^enige,'' i'lber den seine Frau herrscht, dessen Leben ist ׳dahin." (Beze/32.) Dasselbe 'gilt bon einem "Staate,' ^dessen.Herrschüft .'die "Frauen ieiteü. (Jes/ 3! '12.). ."Älagm!"H 'nutz>(vs." (B/'Mez/ 75.) ״Mänyer^iMdn^HkaMt' sie' schlägeN InMtodtschÄeigen'/'sür die gibt es'keineMMerchnd'kUn MrkMl ^(Ä!"97:)" " '״ '' / Der Mann darf von der Frau nicht schwere, besonders ihrerunwürdige Mcheit verlangen, (Sota II), jedoch'sollPe Wcht hänz Mßig Wch (Sabb. 33); denn dies führt zllr'Btt- Wstnrrtz und Zetriittirng. (Ketnb. 59.) Die Frauen vonMechÜfa, -erüer Eadt in ׳Äabylottiett am Tigris, würden dafür hart ׳getadelt, weil, fie ׳luxuriös lebten. Schmncksachen Liebten, aber nicht arbeiteten und daher ihre Männer zu Unrechtem Geld- . W'erbd^Mngtem'.'^sdchim ׳׳"׳(.150׳' Der Zweck der Ek^iehnüg unserer Kinder soll nicht bkos der sein, dass sie uns einst als Stütze dienen, auch nicht bkos ׳der, d ass fie'. fromme׳ Mstglieder nuferer Consession w erden,' so sehr dies auch unsere Sorge sei/sondern, damit fie k u gen fcfjitt ft e, ed' l e M e n sch e n werden; nur daNn' find sie ganz würdige Israeliten. Sie sollen nicht nur die Rechtspflichten, sondern auch Humanität gegen jeden Menschen, ohne Unterschied des Bekenntnißes und der Nationalität, bereitwillig üben. Derjenige, der dies seinen Kindern nicht lehrt und ihnen hierin nicht mit tzutem Beispiele vorantzeht, der kennt oder beachtet nicht die diesbezüglichen Lehren der Bibel und des Talmud.; Wir lassen hier von den vielen einschlägigen Lehren der Bibel, der Talmudlehret Und der späteren Rabbiner einige folgen: ״Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst. Ich bin der Ewige, dein Gott!" (3. B. M. 19. 18.) Darunter ist selbst ein H erde gemeint: denn das Wort v'i wird auch ans E g y p t e r gebraucht. (2. 23. M. 11.12.) ״Liebe den Fremden, wie dich selbst!" (3! B. 19. 34.)'Darunter wurde eine Heide gemeint, der bkos die 7 Noachidischen Gesetze zu halten sich verpflichtet hatte. (Sanhedr. 56.) Das find die Verbote: Götzendienst, Gotteslästerung, Raub, Mord, Unzucht,'Rechtsverletzung, Genuss des Fleisches von lebenden Thieren. Dieser hieß ^2 Beisafi- Fremdling, weil "er in Palästina das Wohnrecht hatte. Die Christen halten aber aus der Gotteslehre vielmehr als die genannten Noachidischen Gesetze. ״Thue das, was gut׳ und billig ist in den Augen des Ewigen deines Gottes!" (5. B. M. 12. 28.) Darunter, lehrt der Talmud, sind solche Thaten zu verstehen, die die dem Menschen zum Ruhme gereichen, und wofür er von den Menschen gerühmt zu werden verdient. (Ab. 2. 1.) ״Dem Ewigen euren Gott sollt ihr nachwandeln u. sw. und ihm anhangen!" (Jb. 13.15.) Dies lehrt, dass, ״wie Gült gegen jeden Menschen barmherzig ist, so sollt auch ihr barmherzig gegen Jeden sein!" (Sabb. 133.) Hillel sprach: ״Liebe jeden Menschen und nähere ihn zur Gotteslehre!" (Ab. 1. 12.) Man soll die Armen der Heiden ernähren, ihre Kranken besuchen und ihre Todten bestatten, wie die der Israeliten; denn dies erfordert das Heil der Gesellschaft. (Gittin, 62.) Diese Humanitätskehren lehrt der beleumundete Talmud gegen Heiden, von welchen die Juden, besonders in Persien, 'sehr viel Bitterkeiten gelitten haben. __^ (Forts, folgt.) Zum Laxitel der MAurnmfsmmKmg. Von Cantor Isidor Schwärz in Linz... (Schluß.) ' Gehört das vorher Gesagtezum Capitel der Nigunimsammlmig? Aufrichtig gesprochen :Nein!Aber ich kann's einmal nicht verwinden, bei dieser Gelegenheit einen Stteifzüg durch's Cantorenlager zu Machen" uüd naschend׳ von Blume' zu Blume nach Honig'zu suchen/ Den SkäüNenden zu spielen über die Rea'ction, die' Mit ,VoW Segeln daherfllüet, das Etttsetztsein über SlÄndesmiMen Hnd' WaltdesbköDn, die "bei uns m ''Weife Whr'^bNa imdÄÄvo 'anztttröffen׳ find, haben׳ Wir üns längst