Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Journal
- Österreichisch-ungarische Cantoren-Zeitung
- Volume
- 17 (1897)
- Issue
- Heft 4 (1.2.1897)
- Date
- 1897-02-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2. GesterreMHAMyMHM; ^Mtorm-Aeitung. Nr. 4 Mlt.^LMkche HoH^eit^ ״IrühlMMorgen^, ״SKMiachtsträum' ^MelWUM MMsSnMZhWiMMe Mr^Wgangs dieser WM aMWteM Ms mW SWu^Wy! HuHAmitteln^- AuMMMHmM^WlMchHutzDAi^WiWW^l^MWWtioneil MÄA^WmMU^ aÜWA" HÄWgeMenLW^MDZMe die jeweili^MAtmmtgsschilderung kräftigstunterstützen, und dennoch wstMselbst derjenige Opernsänger, dem alle diese äußeren Hilfsmittel r zu Gebote! stehen, der außerdem seinen Part tüchtig eiuMMte uM WM mach Vorschrjs<znyl Pp.xWge-bM1g^ gM entschieden wrrkungsttrs bleiben, wenn er nicht^die Begabnüg hat,'Hw von ihm vorzusHrende Schilderung geistig zu;Masse.N iiftt) dann derselben etwas Geist von seinem Geiste einzuflö^en/ d( h. individuell zu gestalten. Nun dennl WenMselbst her OHern- ' schlgW? der ja- -lediglich/mußere Borkommmffe schildert, zudem dir mWstMchstttr.MMchyt Behelfe an der Hand hat, auf die eigene'-seelische^Mithilfe nicht verzichten darf, um seinen Vortrag wirkungsvoll zu gestalten, um wie viel mehr muß dieses von dem KirHen-:-oder Oratoriensängerverlangt, werden, dem .alle diese angeführten Behelfe versagt sind, der außerdem keine äußeres sondern ausschließlich innere Erscheinungen zu zeichnen hat^' Ein solcher Kirchenö-er"OratonensAnger ist ' nun '8er' Mische Tantor; Der jüdische Eüntor hat-, allerdingsyur ein e L U)U.«:r e Wscheinnug zu zeichnen. :d. ,h.;Andacht! zu erregen., und... gMheiHeshalll, weil sein: Wirhlngsgebiet.anderen Wruffängern gegenüber m solch;beschrKMes, ist- und geradeHeshalb,WeiL<!ihm MWle KunstbeMebung keine äußexeniHilfsmittel zur Derfügung -׳ stehen und er schließüch--.«ur.- durch--Mo.rt- WH?^pn-.:Mß uns.׳;xiW:- WüFen soll, gerade deshalb muß der jüdische Catttor diesen 6#öt; Hauptbedingungen seiner Kunst seinevyMllvd unaus- Metzle Beachttwg .zuwenden. Jeder,, der diese -Winkes als;einer langMrigen-Erfahrung entstammend, ,beachtet, wird;den::!er? fprießlichen Einfluß derselben au seiner künstlerischen Individualität erpMbell> so-:wie alle Jene, welche diese Andeutungen alsmnnöthjge MZxlllltubereiW hinstellendeu^entschiedenen-Zusammenbruch! ihres Singens-und - Sagens über kurz oder lang Mahren , müssen. , : Sind jedoch alle diese augedeutenden Voraussetzungen. vochMdM, :Hayn kann׳ der :junge Csntor -beruhigt;, an das NeMren. schreitet!. Wir warnen jedoch nachdrücklichst und. wtzch.erhokt vordem.:geistlosen Ab- und Kachsingen. fremdex, wenn -auch MustergWgex Recitative.,. Das;shnagogaW.Recitativ. mußnicht allein eine Wort- und Tonleistung sondern vor .Allem ein Produkt der eigenen Phantasie sein, und wer die Phantasiegebilde eines Andern einfach nachsingt-,-der ertödtet seine eigene ideale sSchaffensttast, diesen Gottesfunken-! echter, Künstlerschaft. E DH selbst und. .sinkt. unaufhaltsam jzum:! Handlanger.-für And.Wk herab. Mustergiltige Recitative müssen studirt, der Bag tMMen üt seinen Schönheitslinien verfolgt, die künstlerische MsiHheWSthen werden- Hamit die eigenePhantasie, diese eigentlicheZ WMEttze: ljedweder:künstlerischev;Whchigung, an den.,KunstgMLen Mderer-erstarke und Mm Selkstschaffen gelange. Geradeso; wie., es -Mbsd. hem genialsten. Wachzeichnen sämmtlichex; Konturen,einerMtfaMchen Mqdonng mth bei Mwendung derselhM^FMen,; M bestm Falle -gelingen kcmn. MMe?EoMM-Mege.W bringM .ebenso,wenig, kayu sMst der! Mchtmste. Catstor Leim!- einsuchep Mtchsingen^ dyrser Recitatzve mehr; alL einewirhtygsbose! NaMhmnng. ^üM-MMet MehmchW Me-i^reits^esG^^dieEWU- und degradirt sich, selbst zum ^gewöhnllchen Arbeiter-. - »WWRKOGD״- im Bewusstsein ch.es -sie MährMe» SMeAesitzA ihr Menngen: «BF«4 deren künstlerischer Gesichtskreis gleich Null. sogar MD deHAkeMW MH eigDM MHUrn^Me^nM zhegreiMWävoHMiG viÄetWWte und dieWnHM M.- eüD svlch^gernrgeAlnMegeuheit ~־^a es,M augensHeMEE^^ MühWHWWKMe Cantorstelle׳ ztt.!erlangen ^undynM/ wMfgei׳ Mühe und Aufregung, dieselbe zu bekleiden — für diese Herren sind vorstehende Worte nicht geschrieben. An alle jene^jungen ' Cöllegen und Cantorats-Eleven jedoch,. welche Ideale:! im: Herzen - beiZ^Nj. denen, ihr Singen nicht ledigli.ch .Wnährungszlveck!,^ die vielmehr in ihrem Berufe' eine geistige Institution erblicken, .Mlches.das'^viel tausendjährige Judenthum/^glWchex FÄMän^, ^erleuchtend''und belebend begleitete, und welche den'Historischen HtgüdstutH' eiüiiHMejf, dÄfs E jüdische CäutdM"iMLMn'M- Gestaltüng auch" an׳ kommende Geschlechter überliefert Werden soll,- an diese allein richten wir die:Bitte: ״Lernet, und-.-suchet Euch. fortzubilden,!" Lasset es nicht beim stüchtigen Nippen am Kelche des Wissens bewenden, welches Zur Afterbilduug führt. und..Aftergebildete. in. die Welt, setzt, . die, ..w.eil -.stL-Mbft. nichts ׳wissen,: auch Andere von der Quelle der Wissenschaft abwenden wollen, die mit alltäglichen Phrasen verbküffen'Wld durch" ütistathige' Redensarten und ~ äbWMt8e"'EMetNt^Pon ernster, .PGrebung^abweitdiA^macheWwollen^: suchet:..piesty ehr durch ^ernste Arbeit, durch rastloses Studium" Eüern 'Wissenskreis zu" erweitern, damit Ihr!. eittsttils,/; ausgerüstet mst Mp (Kraft des Wissens, mit Ernst und.Würde, eintreten könnet in den Kampf um unsere cantoralen Heiligthümer. Jede Epoche bildet eigen Ring in, der. großen. :Kette geschichtlicher Entwicklung, möge :man. nun auch von unserent! Zeitalter veranlasstsein, zu rühmen,!: dassdie jetzigen Vertreter des Synagogeugesanges xs ehrlich mit ihrem. Berufe meiitten, indem sie das sy.na go g a l e Recitativ utustergiltig, zu gestalten. suchten und, hjemit ejiteit schätzenswerthen;; Beitrag; für: die Geschichte und Entwickelung des Synagogengesanges lieferten. -;! Pädagogische Aphorismen. aus dem Talmud und den Midraschim nebst Parallelstellen aus . der Bibel und aus Schriften moderner Pädagogik( Bon Israel Sing e r, aittor.. Rabbiner, Neligionsprofefsor am Ober , gymnasium zu S. A. Uj.hely. -! ,..^Knßer .der Trübung/- ja!Entstellung der bibl: reinen, monotheistifchen Lehren haben die genannteit Aütorett der jüdischen HeMnsten auch der practischen Ausübung der ntos, Gesetze dadurch.-sehr geschadet,, indem, sie. .denselben,, zur. ErwiheruMlder V0H Heil; Griechen auf Hie mos. Sabbat- SHeiseu.nH Keuschheitsgesetzt gemachten Angriffe,, allegorische, oder symbolische Gründe heilegten. So .sollten: die. , Speisegesetze die Fernh.altung. von. Hen-Heiden bezwecken-Hie,Beschneiduyg! sollunsere ״ Leidenschaft schwächenEAnd unreine Thiere. seien. deshalb verboten, weil sie UnHl physLsch u״H5 WM-schcü)M, VUe,MKtze .sMn;!unsdie ^iebtz unH ByWherzigM^Höftes versinnlichen.,Me Fokge.dieser stich^anHeM; MesMHgrMde^-Mr, : Hass .PieW nu.r,; Has^B.r l d, hie°>;JHeH dMKesetz^ LeibehMteH:aber.;ihre -.DatzMe,.Mß--. Übung ggnz. uyteKeßeu,:. wprWr Philo. WersM taHelnH., klagt.. TWWM-M-׳- Zexemynialgefetze! Hceyg HhA-Ms tzr., pnMküAiE MmuHK..^^HeiseG;seidjHo^WÜ- MW-eM MW M DMEiHWU^js SWchWWiKÄSWlßWxlPMP ünH wer viel redeH Her hrmgt WnheH nxr " ""